Vasektomie oder wie der Urologe mich vom Netz nahm

Dass ich immer viele Kinder haben wollte, war kein Geheimnis. Schon bei den ersten Treffen mit meiner Frau habe ich offen angesprochen, dass ich eine kinderreiche Familie plane. Schließlich habe ich drei Geschwister und unzählige Cousinen und Cousins. Corinna wollte aber höchstens zwei Kinder, ich dagegen eine Fußballmannschaft. Ob das klappen sollte, würde sich erst noch zeigen. Mit Corinna fand ich jedenfalls die Partnerin für mein Familienglück und wir bekamen in den folgenden Jahren zwei wunderbare Kinder.

Fast jeden Abend setzen wir uns gemeinsam auf die Couch und sprechen über den Tag, die Woche und unsere Vorstellungen vom Leben. Die Kinder entwickeln sich ganz unterschiedlich und fordern uns täglich auf’s Neue heraus. Nach zweieinhalb Jahren Elternzeit werde ich im September wieder zurück in den Job kehren und beide Kinder gehen dann in den Kindergarten. Endlich, denn die Zeit zu Hause war für uns emotional sehr anstrengend und besonders für mich sehr belastend.

Unser zweites Kind wird bald drei Jahre alt und automatisch stellen wir uns die Frage, ob unsere Familie komplett ist. Wollen wir ein weiteres Kind in unsere Familie aufnehmen? Wir haben es uns in der kleinen Wohnung wohlig eingerichtet. Jedes Kind könnte in den nächsten Jahren sein eigenes Zimmer bekommen und wir Eltern ziehen ins Wohnzimmer. Dafür bauen wir eine Hochebene ein, auf der wir dann schlafen werden. Mittlerweile spreche ich auch nicht mehr von einer Fußballmannschaft, sondern eine Volleyball-Mannschaft, also sechs Kindern.

Nun haben wir jedenfalls festgestellt, dass wir keine weiteren Kinder wollen. Mir war immer klar, dass ich in diesem Falle eine Vasektomie durchführen lassen werde. Aber woher weiß ich das und was ist, wenn ich in einigen Jahren doch noch einmal Kinder zeugen möchte? Ob du soweit bist, kannst du zum Beispiel anhand der »Green Flag« Checkliste herausfinden. Anhand von 10 Merkmalen kannst du für dich reflektieren, ob du in einer stabilen Beziehung bist. Weiter unten erkläre ich noch, wieso ich mir trotz einer möglichen Trennung für die Vasektomie entschieden habe.

„Mindestens 50.000 Männer lassen sich pro Jahr sterilisieren. Die Vasektomie gilt als einfacher chirurgischer Eingriff, bei dem nur selten Komplikationen auftreten. Die Sterilisation der Frau (Tubensterilisation) ist vergleichsweise aufwändiger und mit höheren Operationsrisiken verbunden.“

Quelle: TK.de

Bei einer Vasektomie werden in einer ambulanten Operation unter lokaler Betäubung beide Samenleiter durchtrennt. Ab dann ejakuliert der Mann zwar wie gewohnt, mit der Ausnahme, dass keine Spermien mehr in der Flüssigkeit schwimmen. Drei Monate nach dem Eingriff und vielen „Spülungen“ später können die Paare wieder ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, ohne Risiko, schwanger zu werden.

Laut PEARL Index ist die Sterilisation des Mannes die sicherste und schonendste Verhütungsmaßnahme, die es derzeit gibt. Corinna muss keine Hormone einwerfen, die ihren Hormonhaushalt mega aus der Bahn werfen und das Risiko von Thrombosen steigert. Wie großartig ist das Bitteschön?!

Beim niedergelassenen Urologen in der Praxis

Vor einem Jahr ging ich also zu meinem Urologen und besprach mit ihm eine mögliche Vasektomie. Er untersuchte meinen Hoden, tastete nach den Samenleitern und schallte mit einem Ultraschallgerät. Das Gespräch über die Vasektomie hat länger gedauert, als die eigentliche Untersuchung. Er stellte mir Fragen über meine Beziehung, die Familiensituation und den Wunsch nach weiteren Kindern. „Weiß ihre Frau, dass Sie hier sind?“ oder „Haben Sie gemeinsam entschieden, dass die Familienplanung abgeschlossen ist?“ waren solche Fragen, die ich ehrlich beantwortete.

Er gab mir die Nummer vom örtlichen Krankenhaus, in dem die ambulanten Eingriffe durchgeführt werden. Prima für mich, denn dort arbeiten wir und es liegt nur 5 Minuten zu Fuß entfernt von zu Hause. Doch dann kam Corona und alle Pläne haben wir auf Eis gelegt. Das war gut, denn Corinna und ich konnten somit ein Jahr im Gespräch bleiben und abklären, inwieweit wir uns WIRKLICH sicher sein würden. Mit den sinkenden Corona Inzidenzwerten im neuen Jahr sank auch meine emotionale Erschöpfung. Der Entschluss blieb, dass unsere Familie komplett ist. Statt Volleyball in der Halle spielt unsere Mannschaft jetzt Volleyball am Strand.

In der urologischen Ambulanz im Krankenhaus

Vor zwei Wochen rief ich in der Urologischen Ambulanz im Krankenhaus an und vereinbarte einen Termin zur Aufklärung und direkt zwei Tage später einen für den Eingriff. Puh, das ging dann doch irgendwie ganz schnell. Urolog*innen sind in der Regel witzige und einfühlsame Ärzte*innen. Natürlich ist das ein Klischee und ja, es gibt sicherlich auch Arsch****. Wenn mir da unten aber jemand an den Eiern herumschneidet, brauche ich jemanden, der mich einfühlsam begleitet. Daher bestärke ich mich positiv, indem ich sage, Urologen sind super freundlich und einfühlsam. Außerdem hat mir der Gedanke Mut gegeben, die Vasektomie durchzuziehen.

Der Assistenzarzt bei der Aufklärung war wirklich super freundlich. Er besprach mit mir den Eingriff, dass ich in den nächsten drei Monaten drei Spermiogramme abgeben müsste, keinen ungeschützten Sex haben dürfte – ok, darf ich schon, aber dann ist das Risiko einer Schwangerschaft noch da. Kein Regressanspruch möglich, ich musste das unterschreiben. „Bitte den Hoden zur OP rasieren, am besten heute noch machen.“ Wir sprachen auch über die anstehende Geburt seines zweiten Kindes und dass es jeden Moment soweit sein könnte. Ich verriet ihm, dass wir Kollegen sind, weil ich im Sozialdienst arbeite, aber seit zwei Jahren in Elternzeit bin. Er wollte direkt wissen, wie die internen Abläufe für Elternzeit Anmeldungen sind und ob es etwas zu beachten gibt. Ich hatte ein gutes Gefühl für die OP und wünschte ihm eine schöne Geburt.

Weil an dieser Stelle oft die Frage nach den Kosten kommt, habe ich den Kostenvoranschlag mal verlinkt. Insgesamt werde ich ca. 730 EUR inkl. MwSt. zahlen. Die Rechnung kommt in den nächsten Tagen. Etwas sauer ist mir der Corona-Abstrich aufgestoßen. Für den muss ich 150 EUR (netto) zahlen und wahrscheinlich verdient hieran das Krankenhaus am besten.

„Die Vasektomie unterstreicht meine feministische Haltung, denn ich als Mann übernehme die Verantwortung bei der Verhütung!“

Am Freitagmorgen saß ich wieder im Wartebereich der urologischen Ambulanz. Die letzten 24 Stunden bin ich ruhiger gewesen als sonst und habe viel nachgedacht. An der Entscheidung habe ich nicht gezweifelt, die Entscheidung stand für mich fest. Vor Operationen werde ich immer ruhiger und in mich gekehrter. Dann stelle ich mir die Abläufe der Operation vor, überlege mir Fragen, die ich stellen möchte und plane die Zeit danach. Corinna und die Kinder warteten draußen auf dem Spielplatz und würden mich abholen, sobald der Eingriff geschafft ist.

Die Vorbereitungen am Tag des Eingriffs

Zunächst sollte ich meinen Hoden mit einem Mittel zur örtlichen Schmerzausschaltung einreiben. 30 Minuten später wurde ich von einem Pfleger in den OP gebracht und für den Eingriff vorbereitet. „Bitte unten herum frei machen, T-Shirt können Sie aber anlassen.“ Der Mann war sehr freundlich und zuvorkommend. Ich fühlte mich gleich wohl. Anschließend legte ich mich auf die Liege und der Bereich um meine Hoden wurde großräumig mit Jod desinfiziert. „Wird gleich richtig warm, nicht wundern! Sie werden schwitzen wie Sau unter dem Tuch.“ Oja, es wurde wirklich sehr warm.

In der Zwischenzeit kam der operierende Oberarzt hinzu. Obwohl er eine Maske trug, konnte ich sehen, dass er lächelte. Ein fröhlicher junger Mann mit rheinischen Akzent, der besonders freundliche Augen hat. Ich fühlte mich wieder sehr wohl und gut aufgehoben. Er fragte mich, wie ich mich fühle, wie viele Kinder Corinna und ich haben und ob ich weiß, was der Eingriff für die Familienplanung bedeutet. „Sonst wären Sie wahrscheinlich nicht hier,“ grinste er mich an. Wir lachten und die Atmosphäre war locker. Ein Assistenzarzt kam hinzu, der ebenfalls sehr freundlich war. Beide trugen eine Spiderman OP Haube und später fand ich heraus, dass sie auch in der Kinderurologie arbeiten. Perfekt! Meine Aufregung wurde weniger.

Der Eingriff beginnt

Sie begannen mit der linken Seite und erklärten mir jeden Schritt. Zuerst tastete der Oberarzt nach meinem Samenleiter, was gar nicht so einfach war. Er massierte ihn vorsichtig nach oben, was nicht schmerzhaft war. Trotzdem ein seltsames Gefühl, wenn dich jemand im Intimbereich berührt, der nicht dein* Partner*in ist. Unwohl fühlte ich mich nicht, ich versuchte mir die Situation als Außenstehender vorzustellen. Hin und wieder zog es leicht in der Leiste und in den Bauch hinein, was auszuhalten war. Mit einer Spritze, die er Mücke nannte, spritzte er das lokale Betäubungsmittel in den Hoden. Der Einstich tat nicht weh, vielleicht ähnlich der Spritze beim Zahnarzt ins Zahnfleisch. Ok, jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden, für mich war es schmerzfrei.

Anschließend wurde der Bereich mit einer Spitzzange festgehalten und der etwa 1 cm kurze Schnitt gesetzt. Mit zwei Ringklemmen wird der Samenleiter gehalten und dann durchtrennt. Beide Seiten wurden verödet und mit einem Bändchen abgeschnürt. Anschließend wurden Sie entgegengesetzt wieder in das Hodengewebe gelegt. Bei meinem linken Hoden hat der Eingriff etwa 45 Minuten gedauert und beim rechten Hoden 15 Minuten. Ich war ein bisschen irritiert und erzählte von einem Bekannten, bei dem es nur 20 Minuten für beide Seiten gedauert hätte. „Lieber sanft und sorgfältig, wir haben Zeit,“ grinste er mich an. Das gefiel mir, denn auf Schmerzen hatte ich keine Lust.

In der Zwischenzeit erklärte er mir, dass die Vasektomie reversibel sei und ich das sicherlich schon gehört hätte. In Düsseldorf gäbe es einen sehr guten Arzt, der sich darauf spezialisiert hätte und jeden Tag nichts anderes macht, als Samenleiter zusammen zustecken. Aber das würde mich bestimmt nicht interessieren, sonst wäre ich ja nicht im OP. Wir lachten wieder und ich erzählte ihm, dass ich nicht vorhabe, meinen Samenleiter wieder zusammen setzen zu lassen. Selbst wenn ich eine neue Beziehung eingehen sollte, habe ich ja noch zwei Kinder, für die ich verantwortlich sein würde. Das Thema war damit vom Tisch.

Nach einer Stunde war also alles vorbei. Der zweite Schnitt wurde zugenäht und ich konnte mich endlich entspannen. Nach insgesamt einer Stunde wurde ich von meiner Familie nach Hause begleitet. Zu Hause habe ich den ganzen Tag auf der Couch verbracht und mich von meinen Liebsten verwöhnen lassen. Corinna musste noch bis 14 Uhr arbeiten und kam mit vier Eisbechern nach Hause. „Wir müssen doch unsere Tradition beibehalten!“ Nach jedem Krankenhausaufenthalt, egal ob stationär oder ambulant, gibt es bei uns Eis. Denn Eis hilft bei der Heilung! Weiß doch jede*r!

Schmerzen?

Nun sitze ich also an diesem Text am ersten Tag nach dem Eingriff und kühle meine Hoden mit Kühlpacks. Die gute Nachricht: Ich habe keine Schmerzen! Wirklich KEINE. Hin und wieder zieht es in der linken Leiste, aber auf einer Schmerzskala von 0 bis 10 befinde ich mich dann höchstens bei einer 1-2. Am Abend werde ich duschen und die Pflaster entfernen. Jetzt darf ich zwei Wochen keinen Sport machen oder Fahrradfahren. Sobald die drei Spermiogramme keine Spermien mehr nachweisen, war die Vasektomie erfolgreich!

Alles in allem würde ich es jederzeit wieder so machen! Die Schmerzen sind dank der örtlichen Betäubung absolut aushaltbar und nicht jeder Eingriff dauert so lange, wie meiner. Jeder Mensch ist unterschiedlich und so kann es auch sein, dass du nach einer halben Stunde schon wieder entlassen wirst. Solltest du über eine Vasektomie nachdenken, besprich dich auf jeden Fall mit deiner Partnerin und tausche dich mit anderen Männern aus. Du wirst überrascht sein, wie viele Männer bereits sterilisiert sind.

Ist eure Familienplanung soweit abgeschlossen? Kannst du dir vorstellen, eine Vasektomie durchführen zu lassen? Schreib es in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

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Es gibt weitere Erfahrungsberichte von Männern, die über ihre Vasektomie berichten. Hier findet ihr eine spannende Auswahl. Die Liste wird fortlaufend ergänzt!

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Online Väter Kreis

Dienstag Abend, alle 14 Tage

2 Stunden | 14-tägig Dienstagabend
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Wenn Männer Väter werden, ändert sich nicht nur die Steuerklasse

In der Schwangerschaft beginnt vor allem für die Frau eine große Umstellung. Der Bauch wächst und die Hormone spielen verrückt. Je näher die Geburt rückt, umso eingeschränkter ist der Bewegungsradius. Hinzu kommen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Hunger-Attacken und Nestbautrieb. Doch nicht nur bei Frauen sind Veränderungen zu erkennen. Bis vor einigen Jahren lag der Fokus wissenschaftlicher Studien vor allem bei Schwangeren. Seit einiger Zeit rücken Väter in den Fokus der Wissenschaft. Forscher*innen fanden 2014 heraus, dass der Gehalt der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen bei Männern messbar abnimmt. Es wird vermutet, dass sich Männer auch hormonell auf ihre Vaterrolle vorbereiten.

Wenn Männer Väter werden

Für beide ist es zwar das erste Kind, aber aufgrund ihrer Sozialisation besitzt die Frau einen kleinen Fürsorgevorsprung. Während Jungen auf dem Fußballplatz kicken, passen Mädchen auf Kinder auf und verdienen sich ein kleines Taschengeld. Das war damals so und hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Frauen werden immer noch eher weiche und fürsorgliche Attribute zugesprochen, wohingegen Männer laut, hart und karriereorientiert aufwachsen. Trotzdem können sich werdende Väter heute immer weniger vorstellen, sich ausschließlich auf die materielle Absicherung der Familie zu konzentrieren. Gleichzeitig kehren immer mehr Frauen nach der Elternzeit wieder zurück in den Job.

Spätestens wenn Männer Väter werden, folgt automatisch die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie. Sie fühlen sich verletzt, weil das Kind zu viel Aufmerksamkeit von der Mutter bekommt und beschweren sich, weil das Bedürfnis nach Nähe, Intimität und Sex nicht mehr befriedigt wird. Gerade in der Anfangszeit brauchen Kinder viel Aufmerksamkeit, hängen an Mutters Brust und wollen getragen werden. Letztendlich verändert sich die körperliche und sexuelle Verbindung enorm und häufig fällt es Männern schwer, dies zu akzeptieren. Schließlich sind sie als Gewinner und Macher sozialisiert worden und haben nicht gelernt, mit Zurückweisungen umzugehen. Dann fallen sie in alte Verhaltensmuster aus ihrer Kindheit zurück, weil sie nicht gelernt haben, diese zu bewältigen. Spätestens dann hat die Partnerin neben dem Baby ein weiteres Kind, um das sie sich emotional kümmern muss.

Damit es im Laufe der Zeit nicht zu einem verhärteten Konflikt oder gar einer Trennung kommt, müssen Paare über diese gravierenden Veränderungen rechtzeitig sprechen. Die berechtigte Frage lautet daher: Wie können sich Männer überhaupt auf ihre Vaterrolle vorbereiten? Immerhin arbeiten knapp 75% der verheirateten Männer mit mindestens einem Kind in Vollzeit, während die Partnerin in Teilzeit arbeitet und sich gleichzeitig noch um die Kinder kümmert. Während Frauen sich also vor allem mit dem Mental Load herumschlagen, liegt der Financial Load bei den Männern. Vor der Schwangerschaft und eben auch nach der Schwangerschaft.

Familie gelingt nur gemeinsam – Neue Väter brauchen neue Mütter

Im Geburtsvorbereitungskurs wollte ein Vater wissen, wie er das Baby richtig halten soll. Er habe Angst es zu zerdrücken. Diesen Moment habe ich gefeiert, denn Männlichkeit bedeutet für mich eben auch, über solch scheinbar banalen Ängste zu sprechen. Die Väter müssen sich ihrer Bedürfnisse und Ängste bewusstwerden und gleichzeitig müssen Mütter den Vätern Platz machen für eigene Erfahrungen. Dafür braucht es Zeit für Gespräche und Raum für eigene Fehler. Ängste spielen bei Männern eine ebenso große und bedeutende Rolle, wie bei der werdenden Mutter. Männer hingegen haben nie gelernt über ihre Gefühle und die eigene Beziehung zum Vater zu sprechen. Der Kinderwunsch ist also ein perfekter Zeitpunkt, damit anzufangen.

In der Männerberatung empfehle ich ein Zwiegespräch mit der Partnerin. Richtet es euch auf der Couch gemütlich ein und setzt euch gegenüber, sodass ihr euch anschaut. Nun beginnt eine*r von euch zu erzählen, während der*die andere nur zuhören darf. Kommentare sind nicht erlaubt. Nach fünf Minuten wird gewechselt und die Bedingungen gelten nun für den*die andere*n. Erst jetzt darf auf das Gehörte reagiert werden. Wichtig dabei ist, dass ihr bei euch bleibt. Wiederholt das Gehörte, indem ihr sagt: „Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann…“ und „Mir ist wichtig, dass…“. Vermeidet also Du-Botschaften und sprecht aus der Ich-Perspektive. Nach spätestens einer Stunde beendet ihr das Zwiegespräch, nehmt euch in den Arm und bedankt euch für die Zeit.

Gerade Männern fällt es schwer über ihre Gefühle zu reden. Ihnen wurde früh beigebracht, dass Jungs nicht weinen und hart sein müssen. Diese Übung eignet sich daher perfekt, wenn die Kommunikation über Gefühle kaum gelingt. Sie erfordert Disziplin und Übung. Für den Alltag kann sie aber sehr hilfreich sein, weil beide Partner*innen oft erst abends zur Ruhe kommen und ungestört miteinander reden können. Dann kann ein Zwiegespräch hilfreich sein. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist, erst einmal ins Reden zu kommen. Diese Übung ist sehr gut geeignet für Paare, die wenig miteinander reden und den Abend vor allem vor dem TV verbringen.

Auch im sozialen Umfeld verändert sich einiges, was erst langsam beginnt und sich dann immer deutlicher abzeichnet. Kinderlose Freunde rücken in den Hintergrund und andere Familien werden interessanter und wichtiger. Die Bedürfnisse des Kindes stehen an erster Stelle und wollen gestillt werden. Bindungs- und Beziehungsaufbau gelingt über Zeit und Geduld. An zweiter Stelle folgt die Partnerschaft. Sie verändert sich und wird maßgeblich von den Bedürfnissen des Kindes gesteuert. Sich Zeit füreinander nehmen und Rituale aus der kinderlosen Zeit nachgehen, stärkt die Beziehung. Erst an dritter Stelle folgt der Mann mit seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Die erweiterte Familie und Freundschaften folgen entsprechen. An dieser Rangliste lässt sich erkennen, dass Familie eine krasse Veränderung zur kinderlosen Zeit bedeutet.

Mental Load oder: Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles

Was Laura Fröhlich so treffend in ihrem Buch schreibt, nennt sich „Mental Load“. Dieser Begriff bezeichnet die alltäglichen unsichtbaren Denkaufgaben, die vor allem Frauen leisten. Zusätzliche Belastung durch Planungsarbeit und die damit eingehende Verantwortung für die Ergebnisse dieser Planungen. Damit die Gleichberechtigung nicht mit der Geburt des ersten Kindes endet, sollten sich Männer mit diesem Thema auseinandersetzen und zum Beispiel diesen Fragebogen beantworten. Er ist eine perfekte Grundlage für die Frage „Wie wollen wir Familienarbeit gestalten?“.

Kompetente Vaterschaft lässt sich nicht auf die Verantwortung reduzieren, Geld für die Familie zu verdienen. Männer sind gleichberechtigte Partner und mitverantwortlich, dass der Familienalltag gelingt. Das erfordert Mitdenken, Kommunikation und Wertschätzung für den anderen. Hilfreich sind wöchentliche Meetings, in denen die letzte Woche besprochen wird und die kommende geplant wird. Zuständigkeiten werden verteilt und Informationen ausgetauscht. Geteilte Kalender und Kollaborationsprogramme für’s Smartphone helfen ungemein im Alltag.

Wie das geht haben Laura Fröhlich in ihrem Buch (siehe oben) und Patricia Cammarata in ihrem Buch „Raus aus der Mental Load Falle“ ausführlich beschrieben. Und wer unsicher ist, ob das nicht wieder eine feministische Sau ist, die durchs Dorf getrieben wird, darf gerne den Mental Load-Test für Väter machen. Wer weniger als zehn Punkte erreicht hat darf in den Kommentaren die Fragen beantworten, was Vaterschaft für dich bedeutet und woran sich deine Kinder später erinnern sollen, wenn sie an ihren Vater zurückdenken.

Vaterschaft ist mehr als Alleinverdiener zu sein

Damit Männer sich sowohl als involvierten Partner und aktiven Vater verstehen, braucht es vier Faktoren, die maßgeblichen Einfluss auf seine neue Rolle haben.

1. Motivation

Die eigene Entwicklungsgeschichte, Persönlichkeitszüge und Einstellungen beeinflussen die Motivation für eine aktive Vaterschaft. Während die einen Wissenschaftler davon ausgehen, dass sich positive oder negative Erfahrungen mit dem eigenen Vater wiederholen, gehen andere Wissenschaftler davon aus, dass Väter das fehlende Engagement ihres eigenen Vaters später kompensieren. Die Männer haben es also selber in der Hand, ob sie sich an positiven oder negativen Vorbildern orientieren und ob sie es anders machen wollen.

2. Selbstkompetenz

Kompetenzen und Selbstvertrauen steigen vor allem dann, wenn der Mann Erfolgserlebnisse mit dem Kind verbringt. Über Interaktionen lernt er sein Kind besser kennen und baut eine sichere Bindung zu ihm auf. Indem die Partnerin dem Mann also bewusst Verantwortung abgibt und auf ihn überträgt, kann er seine Vaterrolle entwickeln. Er lernt aus Fehlern und sammelt Erfahrung über das Tun und Handeln. Zeit ist ein entscheidender Faktor für aktives Lernen. Im Übrigen nimmt auch die Qualität der Interaktion mit dem Kind zu, je besser die Beziehung der Eltern ist.

3. Soziales Umfeld

Aktive Vaterschaft gelingt leichter, wenn das soziale Umfeld die neue Rolle wertschätzt und würdigt. Im Freundes- und Bekanntenkreis haben sich nicht alle mit der Wichtigkeit einer aktiven Vaterrolle auseinandergesetzt. Mann und Frau müssen lernen, sich mit ihrem Familienmodell nach innen und außen zu positionieren. Das väterliche Engagement steigt außerdem, wenn die Mutter berufstätig und ihre Einstellung zur Vaterschaft positiv ist. Sie gestaltet somit aktiv den Rahmen mit und vertraut in die Kompetenzen des Vaters, obwohl sie über den Fürsorge-Vorsprung verfügt.

4. Kontextfaktoren

Kontextbedingungen meint den beruflichen Status des Vaters und hier im Besonderen die Arbeitszeitautonomie. Ist das Unternehmen positiv gegenüber familiären Verpflichtungen eingestellt und herrscht Verständnis über den als Stress erlebten Verbindung zwischen beruflichen und familiären Rollen, steigt das Engagement des Vaters. Gleichstellungsbeauftragte sind nicht nur für die Rechte von Müttern da, auch Väter brauchen im unternehmerischen Kontext Unterstützer*innen, damit Vereinbarkeit und aktive Vaterschaft gelingen kann.

Welcher Vater möchtest du gewesen sein?

Unter Traditionalisten hält sich der Glaube, dass es ein Fürsorge-Gen ausschließlich bei Frauen gäbe. Wissenschaftler*innen haben tatsächlich Hormone gefunden, die Fürsorge in Gang setzen. Allerdings beim Mann. Das Couvade-Syndrom beschreibt entstehende Schwangerschaftssymptome beim Mann, wenn er mit einer schwangeren Frau zusammen ist. Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und der wachsende Bauch sind typische Schwangerschaftssymptome, die auch beim Mann auftreten können. Evolutionsbiologen gehen davon aus, dass dieses Phänomen väterliche Fürsorge in Gang setzt.

Das gesellschaftliche Bild vom Vater muss daher neu geschrieben werden. Dafür braucht es sichtbare Vorbilder und Männer, die es anders machen. Die Vorurteile widerlegen und Sicherheit vermitteln, wie es anders gehen kann. Die Mut machen, dass andere Männer es ihnen gleich tun. Denn Männer sind liebevolle und fürsorgliche Partner, die sich selbst nicht zu wichtig nehmen müssen und sich die Erlaubnis geben dürfen, es anders zu machen. Damit sie Zeit haben, in Beziehung zu ihrem Kind und der Partnerin zu gehen und die Bindung zu stärken.

Die positive Entwicklung, dass aktive Vaterschaft sichtbar gemacht wird, ist sehr erfreulich. Denn Vaterschaft ist mehr als Alleinverdiener zu sein oder mit den Kindern am Samstag einzukaufen. Studien zeigen, dass Väter jetzt schon mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, als die eigenen Väter es taten. Für eine aktive Vaterschaft müssen Männer übrigens nicht gleich Hausmann werden. Es reicht schon, die Arbeitszeit zu reduzieren und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.

Dieser Text erschien als Gastbeitrag zuerst auf dem Blog elbfamilienglueck.de

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Online Väter Kreis

Dienstag Abend, alle 14 Tage

2 Stunden | 14-tägig Dienstagabend
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Meine TOP 10 Eltern-Podcasts

Podcasts gibt es schon sehr lange, doch erst seit ein paar Jahren sprießen sie wie Pilze aus dem Boden. Jede*r möchte sich mitteilen und sendet in die Ohren der Menschen. Mein Podcatcher ist voller großartiger Podcasts. Deutschlandfunk informiert mich in Deutschlandfunk – Der Tag über das heutige Geschehen in der Welt, in der Reportage Deutschlandfunk – Hintergrund wird ein Thema genau beleuchtet und Deutschlandfunk Nova reist mit Eine Stunde History in die Vergangenheit. Leider gibt es den Aufwachen-Podcast nicht mehr, wo die Nachrichten der vergangenen Woche analysiert und eingeordnet wurden. Stefan Schulz macht dafür aber andere Podcasts wie den Alias Podcast oder die Neuen Zwanziger mit Wolfgang M. Schmitt. Dieser betreibt zusammen mit Ole Nymoen den Wirtschafts-Podcast Wohlstand für Alle, und drüben bei YouTube Die Filmanalyse.

Natürlich gibt es noch weitere hochkarätige Podcasts, wie alles von Jung & Naiv, Zeit Verbrechen, Alles gesagt und Logbuch:Netzpolitik. Viele andere habe ich auch gehört, wie Lage der Nation, Seelengevögelt oder Der 2-Stunden-Papa Podcast. Andere bekannte habe ich dagegen nie gehört, wie Fest & Flauschig oder Beste Vaterfreuden. Ich bin schnell begeistert und zähle mich zu einem treuen Hörer, wenn das Thema mich anspricht und natürlich die Stimme angenehm klingt. Mich interessieren spezielle Themen eher, als Mainstream Themen.

My all time favourites and secret tips

In dieser TOP 10 soll es aber um meine persönlichen Podcast Favoriten gehen. Teilweise höre ich sie schon sehr lange, teils erst seit der letzten Episode. Immer freue ich mich über neue Episoden und bin gespannt auf die Themen und Inhalte. Schweren Herzens haben es ein paar richtig gute Podcasts nicht in die Liste geschafft. Dazu zählen Eltern-Gedöns, Der Lila-Podcast, Nur 30 Minuten?Work & FamilyFeuer & Brot und einige andere. Die Reihenfolge ist alphabetisch, weil ich einfach alle gerne höre! Nun aber viel Spaß mit meinen Top 10!

Schreib mir mal in die Kommentare, welche Podcasts du gerne hörst! Bin neugierig auf deine Top 10!

podcast-alles-fuer-alle
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Worum geht’s?

Der junge Podcast von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. setzt sich mit den gegenwärtigen herrschenden Geschlechterverhältnissen auseinander. In den bisher drei längeren Episoden geht es um Männlichkeit. Verschiedene Expert*innen diskutieren über theoretische und praktische Fragen der gegenwärtigen Kultur.

Empfehlung!

Mir gefällt das Setting und die Diskussion über Männlichkeit. Besonders die Ausführungen von Andreas Hechler in Episode drei über die Motivation von Männern, sich mit (der eigenen) Männlichkeit auseinanderzusetzen, hat mich sehr interessiert und lange beschäftigt.

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3-vaeter-1-podcast
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Worum geht’s?

Die drei Väter Jonas Leppin, Axel Rahmlow und Markus Dichmann nehmen uns in acht Episoden mit auf eine Reise über Vaterschaft. Es geht um Väter als Statisten bei der Geburt, der Frage, was einen guten Vater ausmacht, bis hin zu Vereinbarkeit und Diskriminierung von Vätern. Der geschlossene Podcast begann Anfang Mai 2019 und jede Woche erschien eine neue Episode.

Empfehlung!

Die drei Journalisten sind Profis in der technischen Umsetzung und redaktionellen Aufbereitung. Das gefällt mir schon mal außerordentlich gut. Die Themen richten sich klar an Väter und nicht immer sind sich die drei einig. Hier kommt die Vielfalt von Vaterschaft zum Vorschein. Es gibt nicht die perfekte Vaterschaft. Was mir auch gefällt ist die Reflexion mit einem*einer Expert*in am Ende jeder Episode.

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echte-papas

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Worum geht’s?

Marco Krahl ist Redaktionsleiter von Men´s Health DAD und Florian arbeitet als Fotograf und Medienmensch und „zusammen sind wir die echten Papas“. Was vor Corona im selben Studio noch klappte, üben die beiden im Home Office noch! Ihr Podcast ist eine kunterbunte Mischung aus Vereinbarkeit von Job und Familie, Geburtsvorbereitungskurs speziell für Männer, lernen von Müttern und umgekehrt, der erste KiTA-Tag und Interviews mit Expert*innen aus diesem Gebiet.

Empfehlung!

Der Podcast ist sehr unterhaltsam, was nicht nur an den beiden Hosts liegt. Bisher haben sie immer interessante Themen geliefert und spannende Gesprächspartner*innen eingeladen. Die beiden sprechen eine breite Zielgruppe an und entsprechend vielfältig sind die Themen. Besonders die Live-on-Tape Episode vom Väter Summit 2020 ist mir in schöner Erinnerung geblieben.

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eltern-gedoens

[dsm_text_divider header=“Eltern Ohne Filter“ text_alignment=“left“ divider_weight=“4px“ text_gap=“20px“ _builder_version=“4.5.6″ _module_preset=“default“ header_font=“ABeeZee|700||on|||||“ header_text_color=“#3e5062″ header_font_size=“28px“ header_letter_spacing=“1px“][/dsm_text_divider]

Eltern Ohne Filter ist vor allem eins: professionell produziert! Kristina und ihr Team vom Bayrischen Rundfunk betreiben diesen sehr persönlichen Podcast auf hohem Niveau. Inhaltlich wie technisch. Sie lassen darin andere Eltern mit ihren individuellen Herausforderungen zu Wort kommen.

Worum geht’s?

Kristina, Schlien und Ruslan sprechen mit Vätern und Müttern über ihre Rolle als Eltern, die alltäglichen Herausforderungen und was das Leben mit ihnen macht. Einfühlsam, reflektiert und liebevoll porträtieren sie die Menschen am Mikrophon. Im November 2019 gestartet ist der Podcast schon bei Staffel 4 angekommen. Hier kommen nicht nur bekannte Eltern zu Wort, sondern auch eher unbekannte Eltern, die sich eher auf Instagram oder Twitter zu Hause fühlen.

Empfehlung!

Der Podcast ist anders, die Gespräch hin und wieder unterbrochen werden, indem über das Gehörte in der Meta-Ebene reflektiert wird. Die Gedanken der Hörer*innen werden ausgesprochen und regen so zum Nachdenken an. Das ist frisch und habe ich bis dahin noch nicht gehört. Jedenfalls nicht im Podcast. Leider sind die Väter etwas unterrepräsentiert. Trotzdem ist jede Episode hörenswert! Und ja, ich habe auch schon geweint, weil ich emotional berührt wurde. Das liegt auch an der tollen Musik, die jede Episode begleitet.

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eltern-gedoens
[dsm_text_divider header=“Mit Kindern Leben“ text_alignment=“left“ divider_weight=“4px“ text_gap=“20px“ _builder_version=“4.5.6″ _module_preset=“default“ header_font=“ABeeZee|700||on|||||“ header_text_color=“#3e5062″ header_font_size=“28px“ header_letter_spacing=“1px“][/dsm_text_divider]

Patricia Cammarata und Casper Clemens Mierau betreiben diesen Familien-Podcast seit ein Februar 2018.

Worum geht’s?

In jeder Episode sprechen die beiden über ein bestimmtes Thema aus dem Familienalltag. Dann geht es zum Beispiel über Rituale (Weihnachten, Schlafen), die eigene Haltung (Mental Load, Politik) oder Erziehungsfragen (Strafen, Lügen, Schule, Essen, Urlaub). In knapp 45 Minuten präsentieren sie wissenschaftliche Erkenntnisse und würzen diese mit privaten, oftmals lustigen Anekdoten.

Empfehlung!

Die beiden sind schon lange befreundet und verstehen sich auch am Mikrofon perfekt. Die Inhalte sind wunderbar aufbereitet und die persönliche Note lässt das gehörte besser verstehen. Hier fühle ich mich abgeholt und verstanden, weil nicht verurteilt wird, sondern Familie als individuelles System verstanden wird. Eigene Fehler werden angesprochen und nicht verurteilt. Ich nehme immer eine Erkenntnis für mich mit.

[dsm_button button_one_text=“Website“ button_one_url=“https://mkl.wtf/“ button_one_url_new_window=“on“ button_two_text=“ iTunes“ button_two_url=“https://podcasts.apple.com/de/podcast/mkl-mit-kindern-leben/id1352541489″ button_two_url_new_window=“on“ _builder_version=“4.5.6″ _module_preset=“default“ separator_text_font=“ABeeZee||||||||“ custom_button_one=“on“ button_one_text_size=“20px“ button_one_text_color=“#3e5062″ custom_button_two=“on“ button_two_text_color=“#3e5062″][/dsm_button]
Serial Dads – Der Kinderserien Podcast
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Birk Grüling ist Bildungsjournalist und betreibt zusammen mit René Weinmann den Kinderserien-Podcast Serial Dads.

Worum geht’s?

In jeder der bisher sieben Episoden haben die beiden über eine Kinderserie der Gegenwart oder Vergangenheit gesprochen und werden das auch weiterhin tun. Dabei tauchen sie in ihre eigene Kindheit ein und sprechen über »Benjamin Blümchen« oder »Es war einmal das Leben«. Und dann schauen sie auch auf aktuelle Serien wie »Peppa Wutz«, »PAW Patrol« oder »Super Wings« und erzählen, was ihre Kinder zu Hause gerne gucken.

Empfehlung!

Ja, ich gebe es zu, den Podcast höre ich vor allem aus Nostalgie-Gründen und warte auf die Episode über die »Gummibärenbande«, »Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew« oder »Pipi Langstrumpf« und noch einige andere. Bisher fehlen mir noch die Geheimtipp-Serien, die eine vielfältige und plurale Gesellschaft abbilden. Gut recherchiert und kritisch berichtet haben die beiden über die Serie »Es war einmal das Leben« in der gleichnamigen Episode.

[dsm_button button_one_text=“Website“ button_one_url=“https://serialdads.podigee.io/“ button_one_url_new_window=“on“ button_two_text=“ iTunes“ button_two_url=“https://podcasts.apple.com/us/podcast/serial-dads-der-kinderserien-podcast/id1518822079″ button_two_url_new_window=“on“ _builder_version=“4.5.6″ _module_preset=“default“ separator_text_font=“ABeeZee||||||||“ custom_button_one=“on“ button_one_text_size=“20px“ button_one_text_color=“#3e5062″ custom_button_two=“on“ button_two_text_color=“#3e5062″][/dsm_button]
So geht Papa Podcast

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Birks zweiter Podcast in dieser Liste, den ich ebenfalls sehr gerne höre.

Worum geht’s?

Prominente Väter erzählen aus ihrem Leben und was es für sie heißt, Vater zu sein. Ein Talk-Format, das den Blick auf einen privaten Bereich wirft, der bei männlichen Prominenten eher außen vor bleibt. Hier bekommen die Väter Raum und Zeit, über ihre Rolle als Vater zu sprechen.

Empfehlung!

Vor allem die Episode mit Sebastian Fitzek und Florian Sump haben mir extrem gut gefallen. Anders als im Serial Dads Podcast nimmt sich Birk zurück und überlässt den Prominenten das Reden. Sie reflektieren ihre Rolle und geben tiefe persönliche Einblicke in ihr Vatersein. Das klappt nicht immer, wie im Gespräch mit Simon Gosejohann zu erfahren ist. Nicht jeder möchte tief eintauchen und bleibt lieber an der Oberfläche.

[dsm_button button_one_text=“Website“ button_one_url=“https://sogehtpapa.podigee.io/“ button_one_url_new_window=“on“ button_two_text=“ iTunes“ button_two_url=“https://podcasts.apple.com/de/podcast/so-geht-papa/id1510975729″ button_two_url_new_window=“on“ _builder_version=“4.5.6″ _module_preset=“default“ separator_text_font=“ABeeZee||||||||“ custom_button_one=“on“ button_one_text_size=“20px“ button_one_text_color=“#3e5062″ custom_button_two=“on“ button_two_text_color=“#3e5062″][/dsm_button]
Wachstum begleiten. Kinder verstehen

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Emil Zitlau ist Vollzeitpapa und Coach und bespricht in seinem Podcast kindliche Entwicklungsthemen.

Worum geht’s?

Emil gibt Impulse für ein verständnisvolles Begleiten von Kindern indem er wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufbereitet und präsentiert.

Empfehlung!

Mir gefällt der Podcast so gut, weil Emil einfach ein symphatischer Mann mit einer sehr angenehmen Stimme ist. Ok ok, ich war auch einmal in seinem Podcast zu Gast und durfte über »Aktive Vaterschaft« mit ihm sprechen. So oder so möchte ich dir aber seine anderen Episoden über »Wie Scheu und Fremdeln Kinder schützt« oder »Mir ist langweilig – Warum wir Leerlauf brauchen« sehr ans Herz legen.

[dsm_button button_one_text=“Website“ button_one_url=“https://www.emil-zitlau.com/podcast“ button_one_url_new_window=“on“ button_two_text=“ iTunes“ button_two_url=“https://podcasts.apple.com/de/podcast/wachstum-begleiten-kinder-verstehen/id1501799345″ button_two_url_new_window=“on“ _builder_version=“4.5.6″ _module_preset=“default“ separator_text_font=“ABeeZee||||||||“ custom_button_one=“on“ button_one_text_size=“20px“ button_one_text_color=“#3e5062″ custom_button_two=“on“ button_two_text_color=“#3e5062″][/dsm_button]
Zart bleiben
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Ich freue mich so sehr über diese tolle Podcast-Entdeckung, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als sie derzeit noch bekommt.

Worum geht’s?

Mit »Zart Bleiben – der Podcast über Männlichkeiten« bringt Fabian Hart seine Botschaft zur Sprache. „Die Geschichte vom Mann als das ewig starke Geschlecht muss auserzählt werden“. Er setzt sich dabei kritisch mit dem Männlichkeitsbegriff auseinander, weicht verinnerlichte Geschlechterstereotype auf und findet, dass sich Männer viel zu sehr um den Verlust von Status und Privilegien sorgen, wann immer das Patriarchat in Frage gestellt wird.

Empfehlung!

Was für ein wunderbar tiefgründiger und queerer Podcast, der in seinen ersten fünf Folgen kritische Männlichkeit bespricht.. Hier findet Aufklärung, Diskussion und Vielfalt statt. Fabian sprach bisher mit Sibylle Berg, Tarik Tesfu, Herbert Grönemeyer, Kaey und Gerhard Hafner über Privilegien, Geschlechter-Identitäten, Männlichkeiten in einer so unglaublichen Tiefe. Ich freue mich so sehr über diesen Schatz! Danke Gerhard Hafner für den Hinweis drüben bei Twitter! Riccardo Simonetti wird übrigens in der letzten Episode der ersten Staffel zu hören sein. Bin sehr gespannt.

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Zart bleiben
[dsm_text_divider header=“Zwei Papas“ text_alignment=“left“ divider_weight=“4px“ text_gap=“20px“ _builder_version=“4.5.6″ _module_preset=“default“ header_font=“ABeeZee|700||on|||||“ header_text_color=“#3e5062″ header_font_size=“28px“ header_letter_spacing=“1px“][/dsm_text_divider]

Chris und Stefan folge ich drüben bei Instagram schon länger, doch irgendwie hat mir der Algorithmus bisher keine Infos zu diesem tollen Podcast in den Feed gespült.

Worum geht’s?

Stefan und Chris sprechen über Ihre Erfahrungen Papa zu werden und wie sich der Alltag mit Kind verändert hat. Chris und sein Partner haben vor kurzem ein Kind bekommen und Stefan ist bereits Vater. Sie werfen den Blick über den Rand der klassischen heterosexuellen Paarbeziehung hinaus und geben Vätern aus Regenbogenfamilien eine Stimme.

Empfehlung!

Endlich ein Podcast, in dem Väter aus Regenbogen- und Patchworkfamilien zu Wort kommen. Es geht um Queere Bücher, um Co-Elternschaft und noch so vieles mehr. Ich bin so gespannt auf die weiteren Episoden! Bitte mehr davon!

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Blogparade Teilzeit: Lasst uns Teilzeit Geschichten schreiben!

Drüben auf ihrem Blog und auf Twitter hat Melanie zu einer Blogparade aufgerufen. Und weil die letzte Blogparade schon einige Zeit her ist und mich das Thema „Teilzeit“ betrifft, bekommt ihr jetzt meine Gedanken dazu.

Als ich 2016 Vater wurde hatte ich bereits 13 Arbeits- und Studienjahre hinter mir. Seit zwei Jahren war ich als Bildungsreferent in einem Sportverband tätig. In Vollzeit. Dass ich einmal meine Arbeitszeit reduzieren werde, kam mir bis dahin gar nicht in den Sinn. Trotzdem wusste ich schon als Jugendlicher, dass ich ein aktiver und präsenter Vater sein wollte. Meine Frau und ich planten die Elternzeit gerecht auf, sieben Monate sie, sieben Monate ich. Zunächst hatte ich einen Monat Elternzeit, die ich zum Kennenlernen nutzte. Und natürlich um meine Frau im Wochenbett zu unterstützen. Nach ihren sieben Monaten sollte ich dann die restlichen sechs Monate zu Hause bleiben.

Übrigens arbeite ich gerne und viel. Wenn ich im Flow bin, finde ich kein Halt. Ich kann mich schwer von der Arbeit losreißen und mache lieber mehr als weniger. Mir ist wichtig, dass ich selbstbestimmt arbeiten kann und das Vertrauen dafür bekomme. Gleichzeitig soll das, was ich da mache, einen gesellschaftlichen Mehrwert haben und sinnvoll sein. Langweilige Bullshit Jobs (vgl. Emma Clit, Link führt zu amazon.de) machen mich unzufrieden und lösen in mir einen Veränderungswillen aus.

Klar kannst du Vätermonate nehmen

Meinem Chef hatte ich einige Monate vor Geburt unsere Pläne offenbart und die Elternzeit angemeldet. Seitdem stand ich nicht mehr in seiner Gunst. Mir wurde klar gemacht, dass ich dem Team damit keinen Gefallen tun würde und dass er mein „Verhalten“ nicht gut heißen könne. Er lehnte den Antrag ab. Er und meine Kolleg*innen gaben mir das Gefühl, alle hintergangen zu haben, ein Netbeschmutzer zu sein. Von da an fühlte ich mich nicht mehr wohl und bekam ordentlich Gegenwind. Zum Glück war ich vorbereitet, denn der Antrag ist eine Anmeldung und kann nicht abgelehnt werden. Das verärgerte ihn sehr. Meine Vorfreude auf die Vaterschaft wurde durch dieses Erlebnis arg getrübt. Hatte ich jetzt schon versagt? Ist das eigentlich bei jedem Vater so? Gehört das zum Ritual dazu? Eine Tradition, die ich nicht kannte?

Nach dem ersten Monat Elternzeit sollte es mit diesem schlechten Gefühl im Bauch so weitergehen, wie es aufgehört hatte. In Vollzeit, bei sehr gutem Gehalt aber blöden Arbeitszeiten. In meinem Job als Bildungsreferent arbeitete ich oft am Wochenende und abends, wenn die Ehrenamtlichen unseres Sportverbandes ihrem Hobby nachgingen. Zwar habe ich versucht, mich mit der Familie zu entschuldigen, aber viele Termine musste ich wahrnehmen. Mich frustrierte all das, denn andere Papas bringen um diese Uhrzeit ihre Kinder ins Bett und ich saß bis spät abends in langweiligen Konferenzen. Warum ist es gesellschaftlich normal, wenn Mütter lange in Elternzeit gehen und Väter nur zwei Monate nehmen? Warum ist es legitim, wenn Mütter in Teilzeit zurückkehren, für Väter aber nicht?

Als die sechs Monate endlich rum waren, fuhren wir in unserem VW Bus nach Spanien. Dort entstand auch die Idee für diesen Blog, für diese Seite und überhaupt für mein mittlerweile politisches Engagement im Bereich aktive Vaterschaft. Es kann doch nicht so weitergehen auf der Arbeit, dachte ich mir. Warum freute sich niemand, dass ein Vater Elternzeit nimmt? Alles war doch organisiert. Meine Kollegin in Teilzeit hatte auf eine volle Stelle aufgestockt und im Winter passierte eh nicht so viel, weshalb mein ehrenamtliches Team einiges auffangen konnte. Trotzdem machte ich mir Vorwürfe und gab mir selbst die Schuld für all das. Bis ich mir Anfang Dezember Gedanken für die Zeit nach meiner Elternzeit machte. Wollte ich wirklich zurück? Und wenn ja, zu welchen Bedingungen?

Mich musst du nicht um Erlaubnis fragen

Meine Frau arbeitet seit dem Beginn ihrer Karriere in Teilzeit, 30 Stunden. Sie schwärmte mir immer vor, wie praktisch dieses Modell sei. Von morgens um acht Uhr bis mittags um 14 Uhr zu arbeiten, und dann hast du gefühlt noch den ganzen Tag für dich. Und so groß ist der Lohnverzicht auch nicht. Stimmt eigentlich. Trotzdem kam es mir nie in den Sinn, meine Arbeitszeit zu reduzieren. Bis jetzt. Ich vereinbarte einen Termin mit meinem Chef und fragte ihn, ob ich in Teilzeit zurückkehren könne. Leider lässt das meine Stelle nicht zu und überhaupt sei das so nicht möglich, entgegnete er mir. Wow, damit hatte ich zwar gerechnet, aber die Argumentation war echt fadenscheinig. Das Thema Home-Office sprach ich erst gar nicht an.

Mir fiel es schwer, meine Enttäuschung zu verbergen. Was wäre, wenn ich gar nicht zurückkehre und in Elternzeit bleibe? Was wäre, wenn ich kündige. Ob wir es finanziell schaffen? Meine Frau verdient auf eine Vollzeitstelle gerechnet genau so viel wie ich. Du musst dir selber die Erlaubnis geben, sagte sie mir, während ich in einer Excel-Liste über Einnahmen und Ausgaben versunken war. Aber der Satz saß. Er brachte mir die Erkenntnis, dass ich meinen Teil der Verantwortung für die Familie wahrnehmen muss und eine Entscheidung treffen muss. Denn einen Vater und Partner, der mit den Gedanken ganz woanders ist, kann niemand gebrauchen. Zumal ich gerade in Elternzeit mit dem kleinen Baby war. Also kündigte ich meinen sicheren, unbefristeten, gut bezahlten und interessanten, der mir ein paar Jahre viel Spaß gemacht hat.

Ein paar Tage später fuhr ich also zu einem Termin mit meinem Chef und überreichte ihm meine Kündigung. Mir flatterten die Knie, denn ich wurde natürlich über die Gründe gefragt und ob ich schon etwas Neues hätte. „Also ich bin erst Mal Hausmann“, sagte ich. Außerdem werde ich schon irgendwann etwas passendes finden. Jetzt steht die Familie an erster Stelle. Auf dem Weg nach Hause habe ich geweint. Nein, geheult. Vor Erleichterung, weil so viel Druck von mir abfiel. Endlich war der Knoten in meinem Kopf geplatzt und ich konnte loslassen. Ich glaube das war die mutigste Entscheidung, die ich jemals in meinem beruflichen Leben getroffen habe.

Teilzeit macht zufriedener

Seit April 2017 arbeite ich also schon in Teilzeit, 20 Stunden. Während der Elternzeit habe ich mich in einem Krankenhaus beworben, das keine 5 Minuten mit dem Fahrrad entfernt war. Dort arbeite ich seitdem als Sozialarbeiter. Meine Chefin war sich zunächst unsicher, ob mir denn bewusst sei, dass es sich um eine halbe Stelle handelte. Anscheinend ging sie davon aus, dass Männer nur in Vollzeit arbeiten würden. So wie ich bisher auch davon ausgegangen war. Ich habe meine Denkmuster und Glaubenssätze über Bord geworfen oder zumindest neu justiert. Mein persönliches Umfeld reagierte von neugierig bis überrascht. Am erfreutesten waren meine Schwiegereltern, die den Wert für die Familie sofort erkannten.

Ich lebe viel entspannter als vorher. Ok, das stimmt nicht ganz, denn ich habe mittlerweile zwei Kinder und bin mit dem zweiten Kind noch für ein Jahr in Elternzeit. Aber die Entscheidung bereue ich keine Sekunde und würde sie immer wieder so treffen. Gerade für Paare, die beide einen sicheren Job haben, ist es ein Segen, in Teilzeit zu arbeiten. Es bleibt so viel Zeit für gemeinsame Aktivitäten, persönliche Interessen oder ehrenamtliches Engagement. Deshalb finde ich das New Work Modell so interessant. Es teilt die Arbeit in drei Bereiche auf. Lohnarbeit, persönliche Interesse und gesellschaftliches Engagement.

Bei jedem Entwicklungsschritt, den unsere Kinder gemacht haben, war ich dabei. Von 8 bis 12 Uhr habe ich gearbeitet und dann die Kinder betreut und begleitet. Habe sie emotional durch Wut, Schmerz und Angst begleitet, sie gewickelt und auf Töpfchen begleitet, ihnen den Popo sauber gemacht und Essen gekocht. Habe sie in den Schlaf begleitet und bin immer für sie ansprechbar, sichtbar und einfach da. An einer Hand kann ich die Tage abzählen, an denen wir nicht zusammen waren. Diese Zeit kann mir niemand nehmen und sie hat so viel mit mir gemacht. Ich bin daran unheimlich gewachsen und lerne von Tag zu Tag Neues hinzu.

Muss du dir aber auch leisten können

Ja, ich kenne die Bedenkenträger*innen, ich war selber einer. Das muss man sich auch leisten können, habe ich auch gedacht. Mittlerweile sage ich, dass wir es uns leisten wollen. Meine Frau arbeitet als Sprachtherapeutin und sie kann mit ihrem schmalen Gehalt (zur Erinnerung, ich bin Sozialarbeiter und wir beide verdienen gleich wenig) unser Leben finanzieren. Es ist letztendlich alles eine Frage von Einnahmen und Ausgaben. Ja, mir ist bewusst, dass ich aus einer weißen privilegierten Perspektive schreibe. Aber die Zahlen sprechen für sich.

Quelle: BMFSFJ Väterreport 2018 – Download

Von den Paarfamilien in Deutschland mit Kinder unter 18 Jahren arbeiten 85% der Väter in Vollzeit! Bei nur 5% der Paaren arbeiten Vater und Mutter in Teilzeit. In der Statistik wird gar nicht aufgeführt, wie hoch der Anteil der Väter ist, die gar nicht arbeiten und die Frau in Vollzeit. Ich bin irritiert wenn nicht sogar geschockt. Das ist ein Grund, warum ich hier schreibe! Wir sind meilenweit von gleichberechtigter Teilhabe in Familie und Beruf entfernt! Es braucht mehr Väter, die in Teilzeit arbeiten, um mehr Zeit für Familie und Partnerschaft zu haben. Und für sich. Und überhaupt.

Danke für diese Blogparade, Melanie. Sie hat mir noch einmal vergegenwärtigt, wie wertvoll und sinnvoll die Reduzierung der Lohnarbeit für mich ist. Abgesehen von den fehlenden Rentenpunkten sehe ich nur positive Aspekte an der Entscheidung. Abschließend möchte ich noch einen Aspekt aufgreifen, der hier zu kurz kommt. Care-Arbeit ist auch Arbeit und sollte vergütet und in der Rente berücksichtigt werden. Wichtige Forderungen stehen im Manifest auf equalcareday.de Bitte alle unterschreiben!

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w

Individuelle Beratung

Damit Väter auf dem Weg zu ihrer aktiven Vaterschaft nicht allein sind, brauchen sie hin und wieder Unterstützung und Begleitung. Für individuelle Fragen und persönliche Beratung stehe ich gerne zur Verfügung.

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Wenn dir gefällt was ich schreibe, freue ich mich auf deine Unterstützung auf https://steadyhq.com/de/vaterwelten

Warum wir eine sonderbare Familie sind

Das Leben ist wie eine Wanderung auf einem Pfad. Aus zwei Wegen wird ein gemeinsamer, der mal flach, mal steil rauf und wieder runter verläuft. Mal geht es langsam voran und mal schneller. Mal hast du das Gefühl, jemanden aus den Augen zu verlieren und mal holt dich eine neue Person ein. Wie du deinen Wanderweg gestaltest, hängt einzig und allein von deiner inneren und äußeren Einstellung ab. Nicht immer verlief mein Wanderweg geradlinig und eben.

Den Castortransport 1998 ins »Brennelemente Zwischenlager Ahaus« (BZA) habe ich als 14-jähriger Demonstrant hautnah miterlebt. Meine Generation, die für unsere Umwelt demonstriert und gegen Atomkraft. Aber auch die Brutalität der Polizei. Heute geben Greta und Fridays For Future frischen Rückenwind für ein Umdenken im Kleinen und Großen. Dazwischen liegen Jahre der Ressourcen-Verschwendung und des Konsums.

Seit ich Corinna kenne hat sich mein Leben sogar um 180 Grad gedreht. Bis vor drei Jahren ernährte ich mich noch sehr ungesund und pendelte mit dem Auto eine halbe Stunde zur Arbeit. Corinna reiste oft und gerne in weit entfernte Länder und wollte in ihrem Urlaub viel erleben. Gemeinsam sind wir 2015 in die USA geflogen und haben in einem Monat tausende Kilometer mit einem Van gerissen. Ernährt haben wir uns in dieser Zeit sehr ungesund. Nahezu alles, was wir damals gemacht haben, machen wir heute nicht mehr.

Am Anfang waren es nur kleinere Veränderunge, dann immer größere. Mit der Geburt unserer Kinder schlugen die Veränderungen dann auch auf unseren Freundes und Bekanntenkreis über. Seitdem leben wir in einer Filterblase und treffen uns mit Menschen, die ähnlich ticken. Damit haben wir uns allerdings ganz weit vom Mainstream und unserem alten Leben entfernt. Hier mal ein paar Beispiele, was wir nicht mehr machen.

Leben und Alltag

Wir duschen nicht mehr täglich und benutzen wenig bis keine Kosmetika. Und wenn, dann nur vegan-bio-nachhaltige. Unseren Kleinwagen haben wir vor drei Jahren verkauft und auch Fiete (VW T4 California) wird einen neuen Besitzer finden. Wir gehen zu Fuß einkaufen, sind in die Nähe der Arbeit gezogen und verbringen viel Zeit mit unseren Kindern auf dem Spielplatz oder zu Hause. Zeit ist eine knappe Ressource, die wir mit Qualität füllen wollen, anstatt mit Langeweile. Wir sprechen jeden Abend mindestens eine halbe Stunde über den Tag, über uns und die Zukunft. Filme schauen wir höchstens zwei Mal im Monat – auch, weil wir uns keine Zeit dafür nehmen (wollen). Kein Video-Streaming-Abo, kein Amazon Prime und nur Deezer. Wird hauptsächlich für Kinder-Musik und Hörspiele genutzt. Juhu!

Essen und Trinken

Als wir uns kennenlernten haben wir noch bedenkenlos Fleisch gegessen. Mit der Zeit verzichteten wir nicht nur darauf sondern auf alle Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen. Im Januar 2020 habe ich am #veganuary teilgenommen und festgestellt, wie einfach und lecker vegane Ernährung ist. Zusammen mit Eva und ihrer Familie verbringen wir schon den dritten gemeinsamen Urlaub. Eva hat zusammen mit ihrem Partner zwei Kinder und die ganze Familie ernährt sich vegan. Für uns der perfekte Einstieg und ein Prozess, der vor drei Jahren begonnen hat und nun endlich umgesetzt ist! Seit dem Studium verzichte ich nahezu komplett auf Alkohol. Mir fehlt er nicht und ich brauche ihn auch nicht. Zucker vermeiden wir und Junk Food auch.

Urlaub und Reisen

Seit unserer großen Reise in die USA verzichten wir auf Flugreisen. Wir haben noch nie Kreuzfahrten gemacht und wollen auch keine unternehmen. Auch auf Städtetrips verzichten wir bewusst, weil wir wissen, dass unsere Kinder durchdrehen würden – ich übrigens auch! Wir haben eine Zeit lang Camping Urlaub mit Fiete gemacht und probieren ab 2020 Ferienwohnungen oder Ferienparks aus. Lieber machen wir viele kleine Urlaube als einen großen. Auch im Urlaub und auf Reisen versuchen wir den Alltag von zu Hause beizubehalten und schlafen zum Beispiel alle in einem Familienbett.

Kinder und Erziehung

Die Große haben wir bis zum Alter von drei Jahren mit Plastikwindeln gewickelt. In den ersten Wochen hatten wir noch Stoffwindeln probiert, sind daran aber gescheitert. Beim Kleinen hat sich Corinna richtig eingefuchst und ab dem 6. Monat wickeln wir nur noch mit Stoffwindeln. Wir sind Experten und fühlen uns wohl damit. Die Müllmenge ist stark reduziert und dafür waschen wir einmal pro Woche die Einlagen. Pflegeprodukte kaufen wir ausschließlich biologisch und ökologisch nachhaltig. Wir haben keinen Kinderwagen, sondern Tragehilfen und kaufen alle Klamotten Second Hand oder bekommen sie geschenkt. Nur die Puppen haben bei uns Schnuller und geschlafen wird im Familienbett. Außerdem impfen wir unsere Kinder nicht… war nur Spaß! Kommen wir zum nächsten Punkt, der in Gesprächen immer wieder für erstaunte Gesichter sorgt. Wir halten K2 seit er 5 Monate alt ist über der Toilette ab. „Ihr macht was?“ Wir halten ihn ab. Der Kleine sagt uns Bescheid und wir gehen mit ihm auf die Toilette, ziehen ihn unten herum aus und halten ihn ab. „Ne, is klar. Er sagt ,Papa, ich muss mal‘ und du weißt sofort, dass es Pipi oder Aa ist!“ Fast richtig. Der Kleine fängt an zu Knöttern und im Grunde rattert bei mir der Erfahrungsschatz los. Hat er Hunger? Nein, er war eben noch an der Brust. Ist er müde? Nein, er hat eben noch geschlafen. Will er Beschäftigung? Nein, ich beschäftige ihn die ganze Zeit. Will er Ruhe? Nein, siehe Schlaf. Dann muss er mal und will nicht in die Windel machen. „Ja ne, is klar.“ Dann nehme ich ihn mit zur Toilette und siehe da, er macht sein Geschäft. Das klappt in 8 von 10 Fällen. In den anderen zwei Fällen haben wir es nicht rechtzeitig geschafft und die Windeln sind voll. Naja, passiert. Weil uns eine stabile Eltern-Kinder-Bindung wichtig ist, gehen unsere Kinder erst mit 3 Jahren in den Kindergarten. Bei K1 haben Corinna und ich noch abwechselnd gearbeitet, um die Betreuung zu gewährleisten. Bei K2 habe ich lange Elternzeit genommen und gehe zurück in meinen Teilzeit Job, sobald K2 im Kindergarten ist.

Konsum und Luxus

Letztens meinte Corinna, sie könne Frugalistin sein. Also eine Person, die wenig Geld ausgibt und zufrieden ist mit dem, was sie hat. Dem stimme ich absolut zu, denn wir brauchen keine teuren Smartphones, keine smarten Gadgets, keine smarten Watches oder anderen smarten Kram. Das Geld, was wir haben, legen wir lieber in nachhaltige Projekte an oder geben es für Lebensmittel aus. Wenn dann doch mal etwas repariert werden muss, bezahlen wir lieber einen lokalen Handwerker und kaufen die Produkte regional und nachhaltig. Auch wenn es seinen Preis hat.

Unsere Klamotten und auch Dinge des Lebens kaufen wir gebraucht. Wenn uns etwas nicht mehr passt, verkaufen wir es wieder auf dem Gebrauchtmarkt. Autos sind für uns Gebrauchsgegenstände und den großen Luxus VW T4 California verkaufen wir nach 5 Jahren Nutzung wieder.

Und sonst

Ach, es gibt noch so viele Dinge, die wir nicht tun und die uns von Freunden und der Familie unterscheiden. Wir verzichten auf materielle Geschenke und verschenken lieber Qualitätszeit. Wir stellen unsere Kinder nicht mit Smartphone oder Fernseher ruhig und auch Computerspiele gibt es bei uns nicht. Wasser kommt aus der Leitung und Filterkaffee in die Tasse; der fair trade öko nachhaltige natürlich. Unseren Strom beziehen wir von einem Windanlagen-Bauern aus Niedersachsen.

Wir setzen die Familie in den Mittelpunkt und alles, ja A L L E S ordnet sich drum herum. Corinna arbeitet 30 Stunden und ich 20 Stunden. Wobei ich jetzt in Elternzeit bin und mich um den Haushalt und die Kinder kümmere. Wir gehen zu Fuß zur Arbeit und sind in 5 Minuten im Büro. Lieber wohnen wir zur Miete, als dass wir uns ein Eigenheim leisten. Wir wählen progressive Parteien, um eine starke Opposition zu haben. Mit der Kirche haben wir nichts am Hut und wir bezeichnen uns als Agnostiker. Entsprechend sind wir aus der Kirche ausgetreten und unsere Kinder auch nicht getauft. Ja, wir sind verheiratet, haben aber nur standesamtlich in ganz kleinem Rahmen gefeiert. Unsere Flitterwoche haben wir in Dänemark verbracht. Im November. Bei Sturm und Regen. Es war kalt. Wir haben es uns schön warm gemacht.

Wie du siehst, machen wir vieles anders. Wir sind auf unserem Pfad unterwegs und wollen noch mehr verändern und konsequenter werden. Viele können mit Veganismus nichts anfangen und verdrehen die Augen. Andere können es sich nicht vorstellen, mit Stoff zu wickeln oder als Hausmann zu arbeiten. Karriere und Geld verdienen ist in unserer Gesellschaft immer noch männlich geprägt. Leider. So oder so, wir fühlen uns auf diesem Weg richtig wohl und sind glücklich, in eine gemeinsame Richtung zu gehen.

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Wir brauchen einen verpflichtenden Mutterschutz für Väter

Es gibt 1 Update

Dieser Text erschien zuerst im Januar 2020. Lies weiter unten, was seitdem passiert ist.

Mit der Geburt meines Sohnes vor einem Jahr habe ich wieder Elternzeit genommen. Zwar nur einen Monat, wie es die meisten Väter tun, aber meine Frau hatte ja zwei Monate Mutterschutz und sollte eh erst in neun Monaten zurück in den Job kehren. Danach würde ich in Elternzeit gehen. Also alles easy peasy? Denkste!

Mit einem kleinen Baby und einem großen Kind ändert sich das Familienleben noch mal stark. Die Bedürfnisse der großen Schwester rücken an zweite Stelle, denn das Baby will versorgt werden. Obwohl wir die Geburt des Brüderchen lange vorbereitet haben, gab es Widerstände. Klar. Hinzu kommt die beginnende Autonomie-Phase der Großen, die eh schon ein sehr gefühlsstarkes Kind ist.

Meine Frau und ich arbeiten beide in Teilzeit. Die gesamte Lohnarbeit zusammen liegt bei 50 Stunden, 30 sie und 20 ich. Es ist also immer jemand bei den Kindern, denn einer arbeitet vormittags, der andere nachmittags. Trotzdem haben auch wir große und kleine Schwierigkeiten im Familienalltag gehabt und fragen uns ständig: „Wie machen das die anderen Familien?“ und geht es nicht auch ander? 

Andere Familien schaffen das doch auch, oder?

Einem Monat nach der Geburt von K2 bin ich also wieder zurück in den Job gegangen. Vormittags war meine Frau nun mit einem Kleinkind, einem Baby und dem Haushalt alleine. Oma und Opa unterstützen uns wie selbstverständlich und sobald ich gegen 12 Uhr nach Hause kam, habe ich meinen Anteil am Familienleben übernommen. Aber was mit einem Kind noch alles einfach machbar war, gestaltete sich mit zwei Kindern schwieriger.

Die große Schwester buhlte um Aufmerksamkeit und hatte Sorge, dass ihre Bedürfnisse nicht mehr gesehen werden. Wurden sie, aber sie konnten nicht sofort befriedigt werden. Sei es spazieren gehen, auf dem Spielplatz spielen, vorlesen oder gemeinsam Essen. Alles dauert auf einmal länger, weil das Baby da war. Außerdem mussten sie jetzt leiser spielen, wenn der Kleine schläft. In die Kita ist sie erst ein Jahr später gegangen, mit 3,5 Jahren. Das war uns wichtig.

Sobald ich zu Hause war und unterstützen konnte, lief es problemloser. Wenn ich jedoch auf der Arbeit war, war es anstrengend für Corinna. Sie hat sich dann oft mit dem Baby zurückgezogen und sich schlafen gelegt. Kräfte tanken für die Zeit, in der ich nicht da sein werde. Abends haben wir uns dann hingesetzt und über die Situation gesprochen. Wieso fällt es uns so schwer und wie machen das andere Familien?

Rechte sind keine Privilegien

Im Film „We Want Sex“ kämpfen britische Frauen in den Ford-Werken für gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. Während einer Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann ruft die Protagonistin ihm zu: „Rechte sind keine Privilegien“. Ich denke, dieser Satz bringt die Misere der Gleichberechtigung auf den Punkt. Wir stecken immer noch in einem alten Rollenbild fest, in dem die Frau die Kinder betreut und der Mann arbeiten geht.

Dass ich meine Aufgaben als Vater, Mann und Partner in der Familie übernehme, ist (m)eine Selbstverständlichkeit. Wir leben das Modell 50:50 nicht nur auf dem Papier, sondern teilen uns die Aufgaben auf. Dazu gehören sowohl die Care-Arbeit als auch die Denkarbeit. Zudem haben wir Zuständigkeiten geregelt, die den Alltag noch mehr entlasten. Das fiel nicht vom Himmel sondern hat sich mit der Zeit ergeben.

Meine Frau ist nicht privilegiert, weil ich ein aktiver Mann, Vater und Hausmann bin. Es ist nur gerecht, dass ich mich gleichberechtigt beteilige. Und das tue ich nicht, weil meine Frau 10 Stunden mehr arbeitet als ich, sondern weil es mein und unser verdammtes Recht ist! Corinna muss nicht dankbar sein und wir müssen uns auch nicht mit anderen vergleichen á la „ich hätte auch einen anderen Mann haben können, danke!“ Ja, ich hätte aber auch eine andere Frau haben können. Habe ich aber nicht, weil ich immer für eine gleichberechtigte Partnerschaft eingestanden bin. Anderes habe ich nie akzeptiert. 

Das Familien-System verändert sich

Natürlich bin ich mit diesem Denken nicht auf die Welt gekommen. Natürlich hat mich die Sozialisation geprägt und ja, erst mein Studium und das Leben mit meiner Frau haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Dank der ersten Elternzeit habe ich erkannt, wie schädlich die Lohnarbeit für ein Familienleben und die Partnerschaft sein kann. Wie viel Familienzeit und Bindung zu meinem Kind mir verloren geht. Damals habe ich viel am Wochenende und abends gearbeitet.

Mit der Erfahrung der zweiten Schwangerschaft und Geburt habe ich erkannt, wie wichtig der Support des Vaters für die Mutter und für die ganze Familie ist. Jetzt stell dir vor, der Mann geht einen Monat nach der Geburt von K2 oder K3 wieder in Vollzeit arbeiten?! Im Bekannten- und Freundeskreis, die keine engen sozialen Kontakte oder Familie im nahen Umfeld haben, bekomme ich es täglich mit. Die Mutter organisiert, kümmert, begleitet, erzieht und macht einfach alles mit den Kindern und den Haushalt. Dabei hat sie keine Zeit für sich selber. Sie ist mit dem Mental Load alleine.

Während der Mann also auf der Arbeit die Welt rettet, abends nach Hause kommt und mit den Kindern noch eine oder zwei Stunden spielt, räumt die Mutter auf und kann vielleicht mal in Ruhe duschen oder auf die Toilette. Oder sich um das Neugeborene kümmern. Die Geburt des zweiten Kindes ist für das „System Familie“ eine starke Veränderung, in der viel in Bewegung kommt. Rollen verteilen sich neu und Beziehungen ordnen sich anders. Der Vater ist Teil dieses Systems und seine Präsens (oder Abwesenheit) hat entscheidenden Einfluss auf das Gelingen der Familienordnung.

6 plus 8 Wochen Vaterschutz

Damit alle Familienmitglieder Zeit finden, sich ihren Platz zu suchen, sich darin einzurichten und in eine gegenseitige Beziehung zu gehen, braucht es Zeit. Diese Zeit räumt der Gesetzgeber der Mutter ein, indem er ihr 8 Wochen Mutterschutz gewährt.

Es braucht allerdings auch für den Vater eine Schutzzeit für die Familie, damit die System-Veränderung gelingen kann. Es braucht einen Vaterschutz, der ebenfalls 8 Wochen dauert und in dem der Mann Elterngeld beziehen muss. Gleichzeitig muss es weitere Anreize für Väter geben, hinterher in Teilzeit gehen zu dürfen. Hier sind vor allem strukturelle Veränderungen gemeint. Zum Beispiel könnte der Staat für den Ausfall des Vaters für mindestens 6 Monate den Lohn zahlen oder einen Ersatz finanzieren.

Große Unternehmen haben sich bereits auf den Weg gemacht und zahlen Vätern volles Gehalt während ihrer Elternzeit. Aus der Politik kommt im Moment herzlich wenig, denn der Ausbau von Kita Plätzen ist wichtiger, als Anreizmodelle für Väter, in Elternzeit zu gehen. Das wird leider auf dem Rücken der Kinder ausgetragen, die viel zu früh in die Fremdbetreuung gegegeben werden. Stattdessen sollten Väter ihre Arbeitszeit reduzieren können, um ihren Anteil an Familienarbeit zu leisten.

Männer, nehmt lange Elternzeit!

Vielleicht muss es kein Mutterschutz für Väter sein. Es darf auch Vaterschutz heißen. Oder gleich Elternschutz. Wobei wir bereits die Elternzeit haben und die beiden Schutzzeiten sich aufheben würden. So oder so braucht es eine strukturelle Veränderung und 8 Wochen verpflichtende Schutzzeit für die Familie. Jeder Mann kann sein individuelles Verhalten verändern, doch sobald er an strukturelle Grenzen stößt, wird auch er diskriminiert!

Seit Mai 2019 bin ich für 2,5 Jahre in Elternzeit und genieße die Zeit sehr, auch wenn sie immer wieder richtig anstrengend sein kann. Unsere Große ist seit August 2019 in der Kita und unser Kleiner aus dem Baby-Alter raus. Meine Frau arbeitet wieder in Teilzeit und mir ist es wichtig, meine Erfahrungen weiterzugeben. Und wer weiß, vielleicht erreiche ich ja genau dich damit! Nimm Elternzeit, reduziere deine Arbeitszeit und werde ein aktiver und sichtbarer Vater!

Es lohnt sich!

📸 Foto: Dominik Asbach

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Wie es gehen kann, zeigt Spanien. Dort sind für Mütter laut Gesetz sechs Wochen bezahlter Urlaub nach der Geburt eines Kindes obligatorisch. Bis zu 16 Wochen Elternzeit sind insgesamt für Frauen möglich. Seit dem Jahr 2007 besteht auch für Männer die Option auf voll bezahlten Vaterschaftsurlaub. Dieser ist jedoch freiwillig und dauerte ursprünglich zwei Wochen.

Vor 2007 hat kaum ein Vater nach der Geburt eines Kindes Urlaub genommen, um bei der Familie zu bleiben. Nach der Reform haben jedoch mehr als die Hälfte der Männer die Möglichkeit des Vaterschaftsurlaubs genutzt. Aufgrund der großen Beliebtheit wurde der Zeitraum 2017 verdoppelt und 2018 um noch eine weitere Woche verlängert, sodass der bezahlte Vaterschaftsurlaub nun fünf Wochen beträgt.

Die spanische Regierung hat den Vaterschaftsurlaub ab dem 1. Januar 2021erneut verlängert, sodass ab sofort beide Elternteile einen Anspruch auf je bis zu 16 Wochen bezahlten Urlaub nach der Geburt haben.

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Individuelle Beratung

Damit Väter auf dem Weg zu ihrer aktiven Vaterschaft nicht allein sind, brauchen sie hin und wieder Unterstützung und Begleitung. Für individuelle Fragen und persönliche Beratung stehe ich gerne zur Verfügung.

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