Carsten Vonnoh übers Vatersein

Bisher gibt es wenig Bücher, die sich mit der subjektiven Empfindung von Vaterschaft und Vatersein auseinandersetzen. Damit meine ich nicht die sichtbare Veränderungen, die mit der Geburt oder Adoption von Kindern einhergeht. Bücher darüber, was sich alles verändert und wie „Mann damit umgeht“ gibt es reichlich – und jedes Jahr erscheinen weitere. Mir geht es um das subjektive Empfinden von Vaterschaft. Was verändert sich im Inneren eines Mannes, wenn er Vater wird. Mit welchen Ängsten, Sorgen und Herausforderungen wird er konfrontiert und wie bewältigt er sie. Welche Anteile hat die eigene Sozialisation an der Entwicklung der eigenen Kinder und wie kann ich ein guter Vater sein?

Carsten Vonnoh ist Väterberater mit eigener Praxis in Thüringen. Er ist Vater von zwei Kindern und möchte mit seinem Buch »Up to Dad«, das im BELTZ Verlag erschienen ist, Antworten auf die Frage nach dem Vatersein geben. Mit Carsten stehe ich in Austausch, weil wir beide mit Vätern arbeiten, die Begleitung in ihrer Vaterrolle und Beratung im Vatersein suchen.

„Es führt […] kein Weg an ernsthafter Reflexion vorbei, gerade und besonders für Väter.“

– Carsten Vonnoh

Das Buch ist in acht Kapitel eingeteilt und schon beim Vorwort wird der persönliche Bezug sichtbar. Carsten schreibt offen und ehrlich über seine Krisen als Vater, das Scheitern der Beziehung und die Hilflosigkeit im Umgang mit seinen Kindern. Vielen Vätern fehlt der Bezug zu den eigenen Gefühlen, die Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und die Achtsamkeit, sich mit Schwierigkeiten auseinanderzusetzen, anstatt direkt Lösungen zu finden. Schon die ersten Seiten zeigen, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen klassischen Erziehungsratgeber handelt, sondern ein knallhartes Reflexionsangebot an die eigene Vaterrolle – ja, ans Vatersein ist.

Carsten beginnt das erste Kapitel mit der Frage, warum Väter eigentlich so bedeutsam sind. Das Vaterbild in unserer Gesellschaft ist geprägt vom trotteligen oder heroischen Vater, der besonders dann seine „mütterlichen“, also fürsorglichen, Kompetenzen zeigt, wenn die Mutter nicht da ist. Dabei haben Väter von Anfang an eine wichtige Aufgabe in der Bindung zum Kind. Das Zeigen Studien und einschlägige Literatur. So bezieht sich Carsten auch auf die Veröffentlichungen von Anna Machnin, die kulturübergreifend und in verschiedenen Regionen anthropologisch die Rolle des Vaters untersucht hat. Eltern wissen gar nicht, wie unverzichtbar Väter sind. Oder wusstet ihr, dass sich der Hormonhaushalt beim Mann nach der Geburt der eigenen Kinder verändert?

Bereits im zweiten Kapitel steigt Carsten in die Vollen und begibt sich mit uns auf die Reise in die eigene Vergangenheit. Die entscheidende Frage lautet: „Welcher Mann war in deiner Kindheit für dich da?“ Dabei klagt er unsere Vätergeneration nicht an, sondern versucht den Zeitgeist und die Gesellschaft zu verstehen. Das ganze Familiensystem wird beleuchtet und die Rollenerwartungen von Vater und Mutter beschrieben. Die eigenen Erinnerungen und Gefühle, die beim Lesen hochkommen, werden durch Reflexionsfragen aufgefangen und sortiert. Sie sind wie ein Handlauf in den Keller der eigenen Kindheitserinnerungen und unterstützen bei der Auseinandersetzung.

„Die meisten von uns sind vertraut mit dem Prozess von Drohung und Strafe. Schimpfen und Erniedrigung ware bei vielen Alltag.“

– Carsten Vonnoh

Dass es vor allem um Kinder geht, wird im dritten Kapitel deutlich. Was brauchen Kinder für einen Vater und warum lohnt es sich, mit Kindern in Beziehung zu gehen? Gleich zu Beginn spricht Carsten von einer Haltung zu sich selbst und zu den Kindern. Erst wenn es uns gelingt, die „eigenen emotionalen Verletzungen, unsere »Prägungen« und Überreaktionen zu verstehen“, können wir die Beziehung zu unserem Kind verändern. Dieses Kapitel behandelt Tipps aus typischen Eltern-Kind-Ratgebern, allerdings aus der Sicht eines Vaters mit besonderem Bezug zu seiner Vaterrolle. Carsten beschreibt viele Alltagssituationen, setzt den Fokus auf die Gefühle und versucht zu beschrieben, woher die Reaktion kommen.

Im vierten Kapitel befasst sich Carsten mit dem Herzstück seiner Arbeit: der Vater-Kind-Beziehung im Familienalltag. Dabei stellt er keine Anleitung oder ein Handbuch zur Verfügung, sondern bewegt sich mit uns auf der Suche nach einer guten Vater-Kind-Beziehung. Gleich zu Beginn nimmt er uns die Sorge, eine bessere Mutter sein zu müssen. Viel wichtiger sind die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln. Es braucht eine eigene Haltung sich selbst und den Kindern gegenüber. Gleichzeitig nimmt er den Druck, dass alles sofort gelingen muss. Wichtige Schlüsselfaktoren sind Empathie und die Erkenntnis, dass Kinder Begleitung benötigen und dass Väter wichtige Bildungsbegleiter sind. Gleichzeitig tragen wir einen Rucksack voller Lebenserfahrung mit uns herum, weshalb es auch in diesem Kapitel wieder einige Reflexions-Fragen gibt. Auch in Bezug zur Partnerschaft.

„Wir sollen in möglichst allen Bereichen souverän, kompetent und sexy sein, gleichzeitig sensibel, aufmerksam und engagiert im geteilten Mental Load.“

– Carsten Vonnoh

Im fünften Kapitel beschreibt Carsten die Grenzen von Vereinbarkeit und dass Zeit die wichtigste Ressource im Leben ist. Viele Männer geraten mit der Geburt der eigenen Kinder in einen Loyalitätskonflikt und leben in einem Spannungsfeld zwischen Karriere machen und ein fürsorglicher Familienvater sein. Er schlägt vor, eigene Denkweisen zu überprüfen und den Fokus auf Eltern-Kind-Beziehung zu legen. Sein Ziel lautet, das Familienleben selbstbestimmt zu gestalten, Mental Load zu übernehmen und den Perfektionismus zu überwinden. Wie das gehen kann und welche 5 wichtige Erkenntnisse seinen Blick revolutioniert haben, beschreibt er in diesem Kapitel.

Männern fällt es schwerer als Frauen, für sich selbst zu sorgen. Damit ist vor allem die Fürsorge um die eigene Gesundheit gemeint. Im sechsten Kapitel beschreibt Carsten alltägliche Routinen, wie Schlafen, Essen und andere Rituale, die irgendwie gemacht werden, aber nicht zur Gesunderhaltung beitragen. Oft hindern toxische Glaubenssätze Väter daran, zu sich und anderen in Beziehung zu gehen. Auch Schuld und Scham, Sucht und Abhängigkeiten sind Themen von Vatersein. Reflexionsfragen regen zum Hinterfragen an und spannen den Bogen zur Vater-Kind-Beziehung, die durch eine bewusste Veränderung im »Selbstgefühl« neue Qualität gewinnen kann. 

Im siebten Kapitel geht Carsten auf Trennungsväter ein. Er selbst ist Trennungs-Vater und beschreibt aus eigener Erfahrung. Wichtig ist hier die Erkenntnis, dass auch wenn die Beziehung gescheitert ist, Vater und Mutter trotzdem Eltern der gemeinsamen Kinder bleiben. Das ist nicht immer einfach, weiß auch Carsten zu berichten. Respekt und Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber sind wichtige Voraussetzungen einer gelungenen Bewältigung der Situation. Zum Ende dieses kurzen Kapitels gibt er ein paar Tipps, was die Vater-Kind-Beziehung stärkt und erhält.

Abgeschlossen wir das Buch im achten Kapitel mit 11 Visionen für das Vatersein im 21. Jahrhundert.

Wow, was für ein Buch! Carsten ist es gelungen, die komplexe Lebenswelt von Vaterschaft und Vatersein mit seinen subjektiv erlebten Spannungsfeldern darzustellen und wertschätzend zu beschreiben. Der Aufbau und die Herangehensweise an das soziale Konstrukt Vaterschaft ist mehr als gelungen. Vaterschaft ist mehr als ein Selbstzweck, Kinder zu begleiten. Vatersein ist immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit, den Prägungen und Kindheitserlebnissen. Es geht um die Selbstwirksamkeit von Vaterschaft.

Gleichzeitig ist Vaterschaft auch ein Selbstgefühl. Carsten hat die schwierige und undifferenzierte Gefühlslage von Vätern sehr gut dargelegt und in allen Bereichen seines Buches eingebunden. Die Frage nach „Wie geht es dir“ hat er dabei in hundertfachen Ausführungen gestellt und gleichzeitig Angebote gemacht, was Väter fühlen könnten. Nicht nur das. Er begleitet Väter beim Lesen auf einem Weg zu den eigenen Gefühlen und bleibt bei Ihnen, wenn sie ihnen begegnen. Wie in einem systematischen Coaching ist er da, stellt Fragen und macht Angebote. Carsten versteht und ich fühle mich als Leser verstanden.

Das Buch legt die Grundlage, um weiterzumachen und an sich zu arbeiten. Ein tolles Buch zum Einstieg in das Thema Vatersein und Väterlichkeit. Wenn du ein Exemplar gewinnen möchtest, melde dich für den Newsletter an. Dort verlose ich unter allen neuen Abonnent*innen bis zum 22. August 2021 ein Exemplar des Buches. HINWEIS: Das Gewinnspiel ist beendet und die Gewinner*innen wurden informiert. Danke für’s Mitmachen!

UP TO DAD

Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen

Immer mehr Väter bringen sich gleichberechtigt in die Erziehung ihrer Kinder ein. Doch den jeweils eigenen Weg zu finden, fällt fast allen extrem schwer. Carsten Vonnoh, seit langer Zeit in der Väterberatung tätig, unterstützt Männer, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen herauszufinden und dabei eine nahe Beziehung zum Kind aufzubauen oder zu erhalten. Denn Väter sind für ihre Kinder ebenso wichtig wie Mütter!

Viele persönliche Beispiele und Stimmen aus seinen Coachings zeigen, wie es möglich ist, die Zerrissenheit vieler Väter zwischen Familie, Job und starren Rollenbildern zu überwinden. Sich mit der eigenen Kindheit, dem inneren Kind und der eigenen Gefühlswelt zu beschäftigen, ermöglicht, Kraft für den eigenen Weg zu entwickeln. Auch geht es darum, sich im Spannungsfeld zwischen eigenem Anspruch und Rollenbild zurechtzufinden und Vorbilder zu finden, jenseits von Geschlechterklischees und von dem, was die Mutter des Kindes oder die Gesellschaft erwarten. Ein Buch mit vielen Tipps gegen die Doppelbelastung von Vätern, auch von alleinerziehenden Männern, und Praxisimpulsen für eine gelungene Vater-Kind-Beziehung. Damit es Vätern gut geht und sie die bestmögliche Basis für ihre Kinder legen können.

Format: 13,5 x 21,4 x 1,9 cm, Klappbroschur
Umfang: 256 Seiten

Preis: 18,95 € (D), 17,99 (eBook)
ISBN: 978-3-407-86657-8
Erscheinungsdatum: 23.06.2021

Prinzessinnenjungs von Nils Pickert

Hinweis: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.

Rezension: Von wegen Bienchen & Blümchen

Im Biologieunterricht der 7. Klasse haben wir irgendwann über das heikle Thema Sexualität gesprochen. Natürlich haben alle gekichert und niemand von den pickeligen Jungs und Mädchen wollte frei darüber sprechen. Ich kann das immer noch gut verstehen, schließlich ist Sexualität etwas sehr persönliches. Dass wir es als Erwachsene aber immer noch nicht geschafft haben, über Sexualität frei zu sprechen, zeigen irritierende und Scham behaftete Reaktionen, wenn die Geschlechtsteile beim Namen genannt werden: Penis, Vulva. Das Buch von Carsten Müller, Sarah Siegl und Claire Völker möchte das ändern. Ich darf es dir heute vorstellen und drüben auf Instagram sogar 1 Exemplar verlosen!

Carsten Müller ist etablierter Sexual- und Paartherapeut mit eigener Praxis in Duisburg und hat zusammen mit Sarah Siegl und Claire Völker ein Buch über Aufklärung, Gefühle und Körperwissen für Kinder herausgebracht. Auf 48 Seiten nähert sich das Buch dem Thema Sexualität über die Vielfalt der Menschen. Entsprechen bunt und divers ist das gesamte Buch aufgebaut. So finden sich bereits auf den ersten Seiten Schwarze Menschen, Weiße Menschen, Menschen mit Handicap sowie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Gleich zu Beginn werden die Erwachsenen aufgeklärt, dass es neben den binären Geschlechtern männlich und weiblich noch ein Drittes Geschlecht gibt. Es ist die Aufgabe der Eltern und Pädagogen*innen, darüber aufzuklären.

„Auch wenn Sie es sich nicht vorstellen können: Die wenigsten Kinder werden die Information zum Dritten Geschlecht hinterfragen – und es wird sie schon gar nicht verstören.“

– Carsten Müller

Im weiteren werden die Geschlechtsteile illustratorisch dargestellt deren Merkmale benannt. Mädchen haben eine Vulva, Jungen einen Penis. Und Menschen sind verschieden und einzigartig. Es gibt große, kleine, dicke, dünne, Menschen mit einer Brust, Menschen mit hängenden Brüsten, Menschen mit kleinem oder großem Penis und vielen oder wenig Haaren am Körper.  Aber das Buch beschreibt nicht nur den Körper und seine Unterschiede, es geht auch auf die unsichtbaren Prozesse im Körper ein. Gefühle sind das Stichwort. Es werden Situationen gezeigt, in denen Kinder wütend und irritiert sind oder das Gefühl nicht klar benennen können. Immer gibt es eine Hilfestellung für Erwachsene, die Kinder dabei zu begleiten.

Die Persönliche körperliche Grenze darf auch von Erwachsenen nicht überschritten werden. Das beginnt oft schon in Situationen, wenn Kinder alleine auf der Toilette sitzen oder im Schulsport sich in der Umkleide anziehen. Scham ist ein wichtiger Indikator für das Überschreiten von solchen Grenzen – und auch kleine Kinder empfinden bereits Scham. Das Buch begleitet Kinder und Erwachsene dabei, die Gefühle genauer unter die Lupe zu nehmen und sensibel dafür zu werden.

Die Autor*innen nehmen die Lesenden mit auf eine Entdeckungsreise in die Sexualität. Kinder entdecken schon im Alter von zwei Jahren ihren Körper und Erwachsene können dies begleiten. Dabei setzen Regeln wichtige Rahmenbedingungen für dieses Detektivspiel. Wer kennt nicht die spielenden Kinder, die Arzt oder Familie spielen und dabei ihren Körper erkunden. Eltern werden ermutigt, das Spiel unter bestimmten Regeln zu begleiten.

Immer weiter taucht das Buch in die Sexualität ein und gelangt schließlich zu der Frage, wo eigentlich die Babys herkommen. Das Wettrennen der Samenzellen zur Eizelle der Frau beantwortet die Frage bildlich. Aber nicht nur Mann und Frau lieben sich und haben Spaß zusammen. Auch zwei Männer oder zwei Frauen kommen sich körperlich nahe und werden als liebendes und lustvolles Paar gezeigt. Ja, Sex kann Spaß machen und oft stöhnt man dabei, ist dort zu lesen. Klasse!

Das Buch beschreibt im weiteren Verlauf die verschiedenen Lebens- und Liebensphasen mit seinen körperlichen Veränderungen bis zur Pubertät. Liebeskummer, die erste Begegnung mit Pornografie, Haare am Sack und die Menstruation. Selbst der Samenerguss wird thematisiert und normalisiert. Alles halb so schlimm, schließlich kommt es wie in vielen Bereichen auf die Kommunikation an.

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Das Buch von Carsten Müller kommt zur passenden Zeit. Unsere Kinder entdecken sich im Symbolspiel und stellen viele Fragen über ihren Körper, Sexualität und Babys. Sehr oft und sehr gerne sitzen wir mit dem Buch auf dem Sofa und lesen darin. Die kleinen Begleittexte helfen mir als Vater dabei, normal über Sexualität zu sprechen. Die Illustrationen sind großartig gelungen und die Texte für Kinder und Erwachsene nicht zu lang oder zu kurz. Vielmehr kommen wir über die Illustrationen ins Gespräch und sprechen über das, was wir sehen. Denn zu sehen gibt es einiges.

Das Buch möchte aufklären und nimmt sowohl Kinder als auch Erwachsene mit auf die Reise zur eigenen Sexualität. Carsten Müller gelingt es, zusammen mit Sarah Siegl und Claire Völker, das spannende Thema Sexualität kindgerecht und spannend darzustellen. Dieses Buch begleitet uns jetzt schon seit einigen Wochen und wird sehr gerne von allen in der Familie gelesen. Wir haben es als Eltern und Pädagogen*innen in der Hand, unsere Kinder selbstbestimmt zu begleiten. Dieses Buch hilft dabei, Unsicherheiten zu überwinden und Sexualität klar zu benennen. Lasst es uns anders machen, damit die Aufklärung nicht erst im Sexualkundeunterricht stattfindet.

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VON WEGEN BIENCHEN UND BLÜMCHEN!

AUFKLÄRUNG, GEFÜHLE UND KÖRPERWISSEN FÜR KINDER AB 5 – MIT TIPPS FÜR ELTERN UND PÄDAGOGEN

Bienchen und Blümchen waren gestern: So geht Aufklärung heute!

Was ist eigentlich dieser Sex? Wie entsteht ein Baby? Was für Familien gibt es noch – außer der, die ich kenne? Fragen über Fragen. Dieses Buch gibt Aufklärungstipps für Eltern oder Erzieher und hilft dabei, Kinder frühzeitig und richtig aufzuklären. Hier zeichnet es sich vor allem durch seinen neuen Ansatz aus, bei dem beispielsweise auch moderne Familienbilder oder Ideen und Vorstellungen außerhalb der binären Geschlechteridentitäten vorgestellt werden und Kinder einerseits ermutigt werden, ihre eigenen Gefühle zu entdecken, aber auch lernen sollen, körperliche Grenzen zu setzen. Diese zu kennen und benennen zu können, hilft Kindern in ihrer selbstbestimmten Entwicklung und somit ist gerade die frühzeitige Aufklärung eine der wichtigsten Maßnahmen in der Präventionsarbeit von sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Ideal als erstes Aufklärungsbuch für Kinder oder zur gemeinsamen Lektüre, wenn ein Geschwisterchen unterwegs ist.

Format: 28,1 x 22,5 cm, Hardcover
Umfang: 48 Seiten

Preis: 12,99 € (D)
ISBN: 978-3-7459-0331-7
Erscheinungsdatum: 30. März 2021

Prinzessinnenjungs von Nils Pickert

Hinweis: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.

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Online Väter Kreis

Dienstag Abend, alle 14 Tage

2 Stunden | 14-tägig Dienstagabend
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mtl. nur

9,- €

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Birk Grüling: Eltern als Team – Ideen eines Vaters für gelebte Vereinbarkeit

In den nächsten Monate haben sich einige Bücher angekündigt, die eine neue Sichtweise auf Vaterschaft und Männlichkeit zeigen wollen. Bereits vor einem Jahr hat Nils Pickert in seinem lesenswerten Buch »Prinzessinnenjungs« gefragt, wie wir unsere Söhne aus der Geschlechterfalle befreien können. Das Besondere an den Veröffentlichungen ist die neue Perspektive auf Vaterschaft und dass die Bücher von Vätern geschrieben werden. Jetzt hat Birk Grüling mit »Eltern als Team« einen Ratgeber veröffentlicht, der neue Wege in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzeigen will. Du kannst drüben auf Instagram sogar 1 Exemplar gewinnen!

Birk Grüling beschreibt zu Beginn die gegenwärtige Situation von Familien in Deutschland. Mann und Frau leben bis zur Geburt des ersten Kindes nahezu gleichberechtigt in der Beziehung. Sobald sie Eltern werden, kommt es allerdings zum Ungleichgewicht. Der Vater fällt in die Ernährerrolle während die Mutter den Haushalt schmeißt und sich um das Kind kümmert. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist noch ein weit entferntes Ziel, auf das es sich lohnt hinzuarbeiten. Birk Grüling untermauert seine Beobachtungen mit Studien und Statistiken.

Im ersten Teil des Buches beschreibt er seine Version einer gleichberechtigten Aufteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit. Angefangen bei der Entwicklung einer eigenen Familienvision bis hin zu den möglichen Elternzeit- und Elterngeldmodellen. Sein Plädoyer: Bitte, liebe Väter, nehmt Elternzeit. Dafür sammelt er Argumente und macht Vorschläge, wie beide Partner ihre Rolle finden können. Wie gelingt es der Mutter, sich von dem perfekten Mutterbild zu lösen? Und wie gelingt es dem Vater, sich aktiv für die Familie im Haushalt und der Begleitung einzubringen? Auch die Selbstfürsorge ist ein wichtiger Teil im Team Elternschaft.

Das Buch befasst sich mit dem ersten Babyjahr genauso, wie mit dem Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Birk Grüling zeigt Fallstricke auf, hält Lösungen parat und bereitet Schritt für Schritt auf den Wiedereinstieg vor. Er weist daraufhin, dass Eltern als Team den Alltag nicht alleine meistern müssen, sondern Familien sich durchaus auch Hilfe holen dürfen. An unterschiedlichen Stellen im Buch kommen immer mal wieder Paare zu Wort, die aus ihrer Perspektive erzählen.

„Wir müssen nicht weniger als eine Kulturrevolution in der Familie anzetteln – mit Rollenbildern brechen, Erwartungen über Bord werfen, Verzicht lernen und Pragmatismus leben.“

– Birk Grüling

Während der erste Teil aufzeigt, wie die ersten Jahre nach der Geburt gemeistert werden und der Wiedereinstieg klappen kann, befasst sich der zweite Teil des Buches mit der Herausforderung im eingespielten Alltag. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann nur dann gelingen, so Brik Grüling, wenn beide Eltern als Team verantwortungsvoll zusammenarbeiten. Wie das gelingen kann, zeigt er im zweiten Kapitel des Buches sehr ausführlich.

Er beschreibt drei Säulen, die zum Gelingen von Vereinbarkeit beitragen: 1. Die Familie, 2. Der Beruf, 3. Das Ich und das Wir. Die Leser*innen bekommen darin nicht nur Tools an die Hand, sondern konkrete Anleitungsschritte für Veränderungen im Familienalltag. Birk Grüling präsentiert einen bunten Blumenstrauß an Tools für mehr Gleichberechtigung. Wie Patricia Cammarata und Laura Fröhlich in ihren Büchern zum Thema Mental Load bereits gezeigt haben, plädiert auch Birk Grüling für digitale Familienkalender und Projektmanagement-Tool. Wie im ersten Teil untermauern die Erfahrungsberichte von Paaren seine Ideen und zeigen, dass gleichberechtigtes Familienmanagement möglich ist.

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Mir gefällt der Schreibstil des Buches sehr gut. Es liest sich einfach und leicht von der Hand. Dabei ist es kein Problem, zwischen den Kapitel zu springen. Birk Grüling schreibt positiv und schafft es, mich für das Thema zu begeistern. Okay, to be fair, ich brenne für das Thema. Und genau das ist die Stärke des Buches: Ein aktiver und engagierter Vater schreibt ein Buch über gleichberechtigte Elternschaft! An einigen Stellen adressiert Brik Grüling mir noch zu sehr die Mütter und weniger die Eltern als Team, aber das sind nur persönliche Interpretationen. Schließich ist bekannt, dass vor allem Frauen und Mütter solche Elternratgeber lesen und vielleicht ist dieser Eindruck dadurch von mir verfärbt.

Lies jedenfalls dieses Buch! Egal, ob du in der Familienplanung steckst oder bereits Kinder hast – dieses Buch nimmt dich an die Hand und zeigt dir Lösungen für eine gleichberechtigtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Als Bildungsjournalist bewegt sich Birk Grüling auf sicherem Grund und breitet fundiert und nachvollziehbar seine Ideen für eine bessere Vereinbarkeit aus. Zu jedem Zeitpunkt habe ich das Gefühl, abgeholt und mitgenommen zu werden.

Besonders gut haben mir übrigens die vereinzelten Reflexionsfragen gefallen. Im Anhang finden sich noch zwei Coaching-Tools, mit denen die Leser*innen weiterarbeiten können. Großartig! Dieses Buch ist nicht einfach so daher geschrieben, sondern ist gründlich recherchiert und mit Erfahrungen von Experti*innen und Eltern untermauert. Ich kann es daher nur wärmstens empfehlen. 

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Eltern als Team

Ideen eines Vaters für gelebte Vereinbarkeit

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Dauerthema für arbeitende Eltern. Dabei geht es zunehmend nicht nur um Arbeitsmodelle und die Arbeitsverteilung im Haushalt, sondern generell darum, wie man sich selbst als Familie definiert und wie dabei die Bedürfnisse aller Familienmitglieder berücksichtigt und erfüllt werden können. Niemand möchte nur Teilzeiteltern sein oder als solche wahrgenommen werden.

Wie das möglich werden kann und welche Voraussetzungen und neuen Werte es dafür braucht, nimmt der Journalist Birk Grüling in den Blick und kombiniert dazu Tipps von Experten und Paaren, die schon heute andere, neue Wege gehen. Als junger Vater gibt er aus der männlichen Perspektive heraus Impulse für eine gerechtere Verteilung der täglichen Herausforderungen, die Familien-, Arbeits- und Paarleben mit sich bringen, damit die Neuorganisation des Alltags gelingt und beide Eltern weiter im Berufsleben stehen können.

Format: 13,5 x 21,5 cm, Paperback
Umfang: 224 Seiten

Preis: 16,00 € (D)/ 12,99 € (eBook)
ISBN: 978-3-466-31159-0
Erscheinungsdatum: 26. April 2021

Prinzessinnenjungs von Nils Pickert

Hinweis: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen.

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Online Väter Kreis

Dienstag Abend, alle 14 Tage

2 Stunden | 14-tägig Dienstagabend
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Linus Giese – Ich bin Linus

Schon das Cover lässt erahnen, dass es sich bei dem Buch von Linus Giese um ein besonderes handelt. Auf einem Coffee-to-go-Becher steht „Ich bin Linus“. Die Banderole trägt die Farben der trans community. Linus erzählt seine persönliche Geschichte, wie er der Mann wurde, der er schon immer war.

Linus ist Anfang dreißig, als er für sich entschließt, sich »Linus« zu nennen. Das ist besonders, denn bis zu diesem Zeitpunkt im Oktober 2017 hatte Linus einen anderen Namen und wurde als Frau gelesen. Seine Geschichte beginnt in einer Starbucks-Filiale am Frankfurter Hauptbahnhof, als er vom richtigen Gefühl berichtet und seinen Namen zum ersten Mal öffentlich ausspricht: Der Barista schreibt auf den Coffee-to-go-Becher »Linus«. Was an sich ein völlig normaler Moment des Bestellvorgangs ist, war für Linus der Beginn eines neuen Lebensabschnitts.

Linus nimmt uns in diesem Sachbuch mit auf eine aufregende Reise zu sich selbst. Wie einfach ließe es sich schreiben, dass er im falschen Körper geboren wurde oder früher eine Frau war. Oder dass andere Ereignisse ihn dazu bewogen haben, fortan als Mann zu leben. Doch so einfach ist es nicht und Linus lässt uns das wissen. Liebevoll klärt er uns über Mythen und Klischees auf, indem er unglaublich persönliche Einblicke in sein Leben, seine Psyche und seine Gedankenwelt gibt. Gleichzeitig gibt er praktische Tipps für trans Personen, die vor der Entscheidung stehen, sich Hormone spritzen zu lassen oder den Namen zu ändern. Er macht Mut und empowert uns, auf dem richtigen Weg zu sein. Denn auch binäre Personen werden sicherlich die ein oder anderen Erkenntnisse gewinnen. Sämtliche Fragen, die auf den ersten Seiten aufkommen beantwortet Linus im weiteren verlauf des Buches.

Dass trans Personen in der gegenwärtigen Gesellschaft eine Randgruppe bilden, wird auf nahezu jeder Seite deutlich. Linus erzählt von transfeindlichen Übergriffen, digitaler Gewalt und Stalking. Alleingelassen von Polizei und Staatsanwaltschaft sind es vor allem Freunde und Bekannte, die ihm zur Seite stehen. Und obwohl Linus täglich Angst davor hat, bedroht zu werden, steht er in der Mittel des Raumes und ist sichtbar. Dieser Raum ist Twitter, das Buch und das reale Leben. Begonnen hat Linus mit der Rezension von Büchern. Daneben schreibt er in Tageszeitungen, auf Twitter und eben in diesem Buch über seine Transition zum Mann. In Workshops und auf Vorträgen macht er sich und trans Menschen sichtbar. Das Private wird politisch. Linus zeigt Flagge und gibt der trans community eine Stimme. Er klärt auf, mischt sich ein, korrigiert und sagt Nein! Und Ja, denn er ist Role Model für eine gleichberechtigte und gleichwertige Teilhabe an der Gesellschaft.

Mich hat das Buch sehr bewegt, obwohl ich cis Mann bin, oder gerade weil ich ein cis Mann bin. Hin und wieder fällt es Menschen schwer, mir eine eindeutige Geschlechterrolle zuzuschreiben. Mal lesen sie bei mir „typisch weibliche“ Attribute heraus, mal „typisch männliche“. Wobei das eher aus einer Unsicherheit entsteht, weil diese Personen mich nicht eindeutig lesen können. Damit spiele ich bewusst und komme so ins Gespräch. So einfach ist es bei Linus nicht, denn er wird angefeindet oder überhöht gezeichnet. Er möchte nicht als binärer cis Mann gelesen werden, sondern als genderqueerer trans Mann. Linus schreibt so tiefgründig, so ehrlich, so emphatisch und gleichzeitig so direkt in die Fresse, dass klar ist, was Sache ist. Trans Menschen sind Teil der Gesellschaft – Deal with it! Niemand hat das Recht und die Erlaubnis, trans Personen zu diskriminieren, zu stigmatisieren oder zu marginalisieren!

An vielen Stellen habe ich geweint, weil ich von den Selbstzweifeln aber auch von der Solidarität tief berührt war.  Zum ersten Mal habe ich von trans Menschen, die eine Transition machen, gehört, als ich etwa 14 Jahre jung war. Damals gab es einen Bericht in der Bravo. Weil mir damals meine Geschlechtsidentität und Rolle nicht bewusst war, hätte ich dieses Buch sehr gerne in meiner Jugend gelesen. Es hätte mir auf so vielen Ebenen geholfen herauszufinden, wer ich bin und wer ich sein möchte. Allein die Frage, was Männlichkeit(en) bedeutet, macht dieses Buch so lesenswert. Es weitet den Raum für diesen Begriff allein schon deshalb, weil auch Männer ihre Regelblutung bekommen können und schwanger werden können. Um das zu verstehen, braucht es Menschen wie Linus!

Wenn wir also über die Rolle von Vaterschaft sprechen, müssen wir auch den Blick auf die queere community richten. Regenbogen Papas und trans Väter sind ebenso Teil der Gesellschaft, wie cis Männer. Sie sind liebevolle und liebenswerte Väter, wie alle anderen auch. Ihnen dies in irgendeiner Art und Weise abzusprechen ist nicht nur transfeindlich und homophob, sondern unmenschlich. Also lest dieses Buch, folgt Linus auf Twitter und sprecht über die Vielfalt von Vaterschaft. Denn #VaterschaftIstMehr

Leseempfehlung: Ich bin Linus

Wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war

Ein Satz, der wie eine Selbstverständlichkeit klingt – «Ich bin Linus» –, doch er teilt sein Leben in ein Davor und Danach. Auf beeindruckende Weise erzählt Linus Giese, warum er einunddreißig Jahre alt werden musste, um laut auszusprechen, dass er ein Mann und trans ist und warum sein Leben heute vielleicht nicht einfacher, aber sehr viel glücklicher ist.

Eigentlich ahnt er es seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch aus Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte und weil ihm Begriffe wie trans, queer, nicht-binär fehlen, verschweigt Linus lange, wer er wirklich ist. Mit dem Satz «Ich bin Linus» beginnt im Sommer 2017 sein neues Leben, das endlich nicht mehr von Scham, sondern Befreiung geprägt ist. Offen erzählt Linus Giese von seiner zweiten Pubertät, euphorischen Gefühlen in der Herrenabteilung, beklemmenden Arztbesuchen, bürokratischen Hürden, Selbstzweifeln, Freundschaft und Solidarität, von der Macht der Sprache und digitaler Gewalt. Seit seinem Coming-Out engagiert sich Linus für die Rechte von trans Menschen. Vor allem im Netz, aber nicht nur dort, begegnet ihm seither immer wieder Hass. Doch Schweigen ist für ihn keine Option.

1. Auflage 2020

Format: 13.5 x 2.2 x 21.1 cm Paperback
Umfang: 224 Seiten
Preis: 15 € (D)/ 9,99 € (eBook)
ISBN: 978-3-499-00312-7
Erscheinungsdatum: 18. August 2020

Cover Marlene Hellene Zu groß für die Babyklappe

Hinweis: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag dankenswerterweise zugeschickt bekommen.

Marlene Hellene – Zu groß für die Babyklappe

Eigentlich hätte ich in diesem Jahr zusammen mit Marlene Hellene und Patricia Cammarata im Rahmen der Session »Neue Väter braucht das Land: Über die neuen Rollen sog. moderner Väter und Mental Load« auf der re:publica 2020 gesprochen. Fabian Soethof hatte uns eingeladen, über Familienarbeit, Vereinbarkeit und Vaterschaft zu diskutieren. Anders als bei Fabian und mir, haben Marlene und Patricia schon Bestseller veröffentlicht. Das folgende Buch könnte wieder dazugehören.

Wie du sicherlich weißt, verstehe ich keine Ironie. Also gar nicht. Mir muss Ironie immer erklärt werden, sonst wird’s peinlich. Für mich. Wobei ich das ja nicht merke und dann ist es eigentlich auch egal. Und obwohl ich keine Ironie verstehe, mag ich die Texte von Marlene sehr. Allein der Titel »Zu groß für die Babyklappe – Geschichten aus dem Müttergenesungswerk« verspricht ein ironisches Feuerwerk. Da ich Marlene schon seit längerer Zeit auf Twitter und Instagram folge, weiß ich ungefähr, worauf ich mich einlasse.

Lebenswelt orientierter Ansatz

Marlene ist jetzt eine Schulkindmama und sieht sich mit alten Ängsten und neuen Sorgen konfrontiert. Einschulung, Hausaufgaben, Schulfotograf und nicht zuletzt: andere Eltern. Habe mir sagen lassen, bloß nicht in Whats-App-Gruppen aufgenommen zu werden und zum Elternvertreter gewählt zu werden. Lieber beobachten, andere machen lassen und immer ein Bier dabei haben. Marlene sagt das auch. Wäre ich tatsächlich Elternvertreter im Kindergarten geworden, wäre das eine schlechte Wahl. Für alle. Denn unsere gefühlsstarke Tochter hat es nur 5 Monate im Kindergarten ausgehalten und verweigert ihn seither. Sie will endlich in die Schule (sie ist 4. Hurra! Nicht!). Bitte lass wenigstens den Schulfotografen cool sein.

Nach der erheiternden Einführung in ihre derzeitige Lebenswelt wird es dann ernster. Mein Belohnungssystem droht mit Dopaminausschüttung. Es wird politisch. Marlene ist wütend. So wütend, dass sie manchmal in GROSSBUCHSTABEN schreibt. Ihr Mann begleitet das gemeinsame drei Wochen alte Kind zum Kinderarzt. Dort sagte die Arzthelferin fassungslos, dass man(n) so ein kleines Baby doch nicht alleine lassen könne. Was ist, wenn es Hunger bekäme? Da wäre nicht nur ihrem Mann die Hutschnur geplatzt. Auch ich kenne diese Erfahrungen sehr gut. Ein Sharing, das mich gebannt weiterlesen lässt. Die Wut überträgt sich.

Das Märchen von Super-Muttis und Super-Vatis

Marlene ist Feministin. Natürlich ist sie das, sie ist eine Frau, mag der wütende Leser meinen. Doch warum sie diesen Aspekt so betont, stellt sie im weiteren klar. Sie schreibt über Ungleichheit, Ungerechtigkeit und die gesellschaftlichen Glaubenssätze über Eltern, die von Generation zu Generation weiter getragen werden. Müttern wird viel aufgelastet und abverlangt. Sie sind Superhelden, weil sie alles scheinbar mühelos wuppen: den Haushalt, die Kinder, den Beruf, die Beziehung, die Freunde, das Hobby, alles Sichtbare und Unsichtbare. Väter ziehen sich zurück, picken sich die Kirschen von der Torte und sind aber auch ganz dolle Superhelden. Weil sie am Wochenende mit den Kindern einkaufen gehen oder Windeln wechseln. Der helfende Mann im Haushalt. IHRE WUT IST IMMER NOCH DA UND MACHT DIESES BUCH SO GUUUUUT. Oh, ‚tschuldigung.

Doch anstatt die Schuldigen für den ungleichen »Mental Load« zu suchen, beschreibt sie die vielen Merkmale der unsichtbaren und sichtbaren Arbeit. Sie ist Christkind, Nikolaus, Osterhase, Zahnfee, Sorgenfresser und Mutter. Sie ist müde und schafft, was eigentlich nicht zu schaffen ist. Die emotionale Arbeit macht müde. Ihre kleinen Geschichten tun richtig gut, auch wenn sie mich sehr an meinen Alltag als Hausmann erinnern. Oder gerade deswegen? Zu wissen, dass es anderen Eltern ähnlich geht, entlastet. Zu wissen, dass andere Eltern auch wütend sind, gibt mir Kraft, weiter aufzuklären und am Patriarchat zu rütteln.

Nachdem der Höhepunkt zum »Mental Load« erreicht ist, lockert uns Marlene mit weiteren schönen Anekdoten und Geschichten, unter anderem über Penis, Hoden, Vagina, Vulva und Scheide, wieder auf. Lachen entspannt und ich brauche doch keine Kopfschmerztabletten. Ein Glück. Aber je näher es dem Ende zugeht, desto mehr habe ich den Eindruck, Marlenes Hände packen verzweifelt den Oberkörper der Leserin und warnen eindringlich davor, nicht SO ZU WERDEN WIE GISELA! LASS DEINEN SOHN ZIEHEN, GISELA, HÖRST DU?! ER IST… oh, sorry, die Wut… Er ist erwachsen und kann selber seine Wäsche waschen und für sich sorgen! Marlene kriegt noch die Kurve und empfiehlt stattdessen Banden zu knüpfen, soziale Kontakte zu pflegen, Hilfe anzubieten und auch Hilfe anzunehmen. Weniger Haben und mehr Sein. Denn im echten Leben gilt immer noch die ungeschminkte Wahrheit. „Um Kinder großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“

Fazit

Ich gebe es zu. Permanent war da ein Spannungsbogen, der mich hat warten lassen, wann die »Genesung« im Müttergenesungswerk endlich beginnt, wohin sie fährt (Ostsee soll toll sein) und wie lange die Kur dauert. Dass es in dem Buch aber gar nicht um Babyklappen geht und es sich nicht um Geschichten aus dem Müttergenesungswerk handelt, habe ich erst am Ende des Buches gecheckt *fügen Sie hier einen Trommel-da-döm-Tusch ein*. Heiner und Ironie, das ist eine andere Geschichte.

Die Lebenswelt von Eltern besteht aus permanenter Anspannung und wenig Entspannung. Das gelingt ihr in diesem Buch hervorragend gut, weil anders. Ich denke im Verhältnis 1:2. Marlene gibt heitere Anekdoten aus ihrem Leben mit auf den Weg, appelliert an Mütter und Väter, Frauen und Männer, das Abenteuer Familie gemeinsam zu bewältigen. Das Buch ist eine angenehme Sommerlektüre, die Lust auf eine Fortsetzung macht. Und wer weiß, vielleicht dann mit echten Geschichten aus einer Mutter-Kind-Kur.

Leseempfehlung: Zu groß für die Babyklappe

Geschichten aus dem Müttergenesungswerk.

Disclaimer: Hiermit distanziere ich mich von diesem Titel, jedenfalls die paar Schritte, die es braucht, um mich erschöpft aufs Sofa fallen zu lassen. Sie können die Mistgabeln und Fackeln also wieder zurück in den Keller stellen. Danke! Zu groß für die Babyklappe? Ich gebe zu, ich habe diesen Satz schon einige Male gedacht und ja, auch im Gespräch mit befreundeten Müttern fiel er das ein oder andere Mal, meist gefolgt von einem tiefen Seufzer der Zerrissenheit. Ich liebe meine Kinder, aber manchmal möchte ich sie auch auf den Mond schießen. Denn ja, bereits Sechsjährige können genervt und türenschlagend durchs Haus laufen. Breiflecken auf der Bluse, volle Windeln und durchwachte Nächte werden abgelöst von Eltern-WhatsApp-Gruppen, von Schulängsten 2.0 und von Gesprächen, die mit einem verzweifelten: „Aber Karl-Friedrich hat auch ein Smartphone“ anfangen und mit einem drohenden „Ist da etwa Gemüse in der Tomatensoße?“ enden. Für Mütter gilt in dieser Phase wie immer: Lachen ist die beste Medizin.

2. Auflage 2020

Format: 10,8 x 1,8 x 17 cm, Taschenbuch
Umfang: 206 Seiten
Preis: 12 € (D)/ 6,99 € (eBook)
ISBN: 978-3-499-00337-0
Erscheinungsdatum: 16. Juni 2020

Cover Marlene Hellene Zu groß für die Babyklappe

Hinweis: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag dankenswerterweise zugeschickt bekommen.

Patricia Cammarata – Raus aus der Mental Load Falle

Patricia Cammarata hat nach ihrem SPIEGEL-Bestseller »Dreißig Minuten, dann ist aber Schluss!« ein weiteres Buch in diesem Jahr nachgelegt. Mit »Raus aus der Mental Load Falle« wendet sie sich nun an Familien mit traditionellen Rollenbildern, in der die alltäglichen sichtbaren und unsichtbaren Aufgaben ungleich verteilt sind. »Mental Load« beschreibt „dass alles auf einer Person lastet und dass es in der Regel ziemlich wenig Wertschätzung für diesen Job gibt.“

Das Buch beginnt mit einem sehr persönlichen Einblick in Patricias Alltag und Gedankenwelt. Sie beschreibt eine latente Müdigkeit, die sie jahrelang begleitete, ihre Kraftlosigkeit und ihr schlechtes Gewissen. Dabei müsste es ihr eigentlich gut gehen, schließlich nahm sie Elternzeit, hatte einen familienfreundlichen Job und ihr Mann half im Haushalt mit. Warum war sie nicht glücklich mit ihrem Leben? Das Buch holt mich bereits zu Beginn ab, denn ich kenne viele Frauen und Mütter, die genau diese Geschichte erzählen könnten. Und auch ich kenne dieses Gefühl der Überlastung, denn zurzeit bin ich Hausmann und in langer Elternzeit.

Bis zur Erschöpfung

Diese totale Erschöpfung, in der sich vor allem Frauen und Mütter befinden, rührt aus einem überhöhten Effizienz-Gedanken und der eigenen Sozialisationserfahrung. Patricia vergleicht ihre Rolle als Projektmanagerin im Job mit der Projektmanagerin in der Familie. Alles ist auf Effizienz getrimmt. Keine Zeit für „laissez-faire“, alles muss perfekt sein und funktionieren. Frauen und Mütter fühlen sich für alle Dinge im Haushalt und Alltag verantwortlich und delegieren. Sie überblicken die Abläufe, haben Termine im Kopf, denken an alles und jede*n und halten die Zügel fest, damit alles funktioniert. Genau so, wie es die eigenen Mütter vorgelebt haben. Patricia plädiert für einen andere Sichtweise auf all diese Aufgaben.

Anstatt mit dem Zeigefinger auf patriarchale Strukturen zu verweisen, Männer für diese toxischen Verhältnisse verantwortlich zu machen, klärt Patricia auf. Es gibt kein »Mental Load-Gen« und nicht alle Männer helfen nur im Haushalt mit. Gleichzeitig adressiert sie das individuelle Verhalten und schlägt einen Paradigmenwechsel vor. Nicht mehr alles 100-prozentig machen, nicht mehr bis zur Selbstaufgabe erledigen und auch mal „fünf“ gerade sein lassen. Gleichzeitig die eigene Arbeit nicht abwerten, sondern bewerten. Also eine Rechnung aufstellen mit harten Zahlen und einer Währung. Patricia gelingt es Mut zu machen, den eigenen Wert zu erkennen und anzunehmen. Ja, Care Arbeit, Sorgearbeit und emotionale Begleitung ist eben auch harte Arbeit.

Lösungen geben statt Probleme benennen

Der größte Teil des Buches widmet sich aber den Lösungen und wie es gelingen kann, den »Mental Load« partnerschaftlich und gleichberechtigt zu verteilen. Und genau hier liegt die Stärke des Buches. Statt zu bagatellisieren wird relativiert. Statt zu perfektionieren wird entschleunigt. Patricia appelliert an das gegenseitiges Verstehen und die Bereitschaft für Veränderung. Männer können lernen, die finanzielle Belastung abzugeben und Frauen können lernen, ihre Partner Verantwortung zu übertragen. Dabei ist es egal, wie die Familien ihren »Mental Load« verteilen und die Verantwortung schultern. Wichtig ist, dass niemand sich benachteiligt fühlt, also die Last nur auf einer Schulter wiegt.

Patricia hält sich nicht lange mit Erklärungen, Ursachen und Definitionen auf. Sie beschreibt vor allem den Wandel von einem belastenden Alltag hin zu einem gelingenden Familienalltag, in dem jede*r seinen und ihren Anteil am »Mental Load« trägt. Dass Patricia als Projektmanagerin arbeitet merke ich vor allem in der Lösungsphase. Hier beschreibt sie eine Anleitung in vier Schritten wie es gelingen kann, den »Mental Load« gleichberechtigt umzuverteilen. Es folgen weitere hilfreiche Ideen, die Mut machen, zum Nachdenken anregen und aktiv werden lassen. Aber bevor ich hier ins Detail gehe, empfehle ich dir, das Buch zu lesen! Es lohnt sich nicht nur für Frauen, sondern ganz besonders für Männer!

Rollenvorbilder

Am Ende des Buches interviewt Patricia übrigens vier Männer, die Einblick in ihr Familienmodell geben. Sie dienen als Rollenvorbilder und erzählen auf unmissverständlicher Weise, dass Veränderung gelingen kann und sinnvoll ist. Ja, liebe Männer, ihr müsst euch bewegen und aus eurer Komfortzone in die Lernzone begeben. Dort erwarten euch eure Frauen, mit denen ihr gemeinsam den »Mental Load« neu verteilt. Patricia beschreibt vier Familienmodelle und veranschaulicht, dass »Mental Load« kein Problem von tradierten Familienbildern ist. Richtig kommuniziert, organisiert und wertschätzend verteilt gelingt die Aufteilung auch z.B. bei zwei Vollzeit arbeitenden Eltern.

Fazit

Also, kauft dieses Buch, es ist ein Mehrwert für jede Beziehung, hebt die Verantwortlichkeit auf eine neue Ebene und schafft Freiraum für alle Familienmitglieder. Dabei ist es übrigens egal, ob du Alleinerziehend bist oder noch keine Kinder hast. Patricias Buch nimmt dich an die Hand und erzählt dir (fast) alles, was du über »Mental Load« wissen musst, um dich zu entlasten. Im Literaturverzeichnis findest du zu jedem Kapitel eine Vielzahl an Quellen zum weiterlesen und vertiefen. Super!

Verlosung

[Die Verlosung ist beendet] Wie ist es bei dir? Gelingt dir die gleichberechtigte Verteilung vom »Mental Load«? Was braucht es, damit gleichberechtigte Partnerschaft gelingen kann, ohne auszubrennen? Schreib deine Meinung in die Kommentare und mit etwas Glück gewinnst du das rezensierte Buch.*

*Teilnahmebedingung: Das Gewinnspiel endet am 8. Juli 2020 um 21 Uhr. Teilnahme ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnbenachrichtigung erfolgt per hinterlassener E-Mail Adresse. Versand innerhalb Deutschland. Hier gibt es weitere Informationen zur Teilnahmebedingung sowie zur Datenschutzerklärung.

Leseempfehlung: Raus aus der Mental Load Falle

Wie gerechte Arbeitsaufteilung in der Familie gelingt.

Wir haben feste Erwartungen an die Geschlechterrollen, die Jungen zu erfüllen haben. Noch immer sollen sie stark sein, ab einem gewissen Alter lieber nicht mehr weinen und keine Röcke tragen.

Kinder, Küche, Krisenmanagement. Ob sie wollen oder nicht: Immer noch erledigen Mütter einen Großteil der Familienarbeit, haben jedes noch so
kleine To-do von Kindern und Partner im Kopf. Mental Load ist das Wort für die Last im Kopf, die Frauen grenzenlos stresst. Patricia Cammarata, Psychologin und bekannte Elternbloggerin, beschreibt konkrete Auswege aus der Mental Load-Falle. Zuständigkeiten gerecht verteilen, Aufgaben loslassen, Freiräume schaffen und vor allem als Paar die Energie darauf verwenden, füreinander da zu sein – das löst langfristig den Knoten. Natürlich gibt es nicht den einen Weg aus der Dauerbelastung. Dieses Buch zeigt viele Wege, um die Arbeits- und Verantwortungslast so aufzuteilen, dass es für die eigene Familie passt. Aber fest steht: Der freie Kopf macht es möglich, endlich durchzuatmen. Geteilter Mental Load eröffnet neue Perspektiven! Ein Buch für Mütter und Väter, die endlich gleichberechtigt leben wollen.

2. Auflage 2020

Format: 13,7 x 21,5 x 2,1 cm, Klappenbroschur
Umfang: 224 Seiten
Preis: 17,95 € (D)/ 16,99 € (eBook)
ISBN: 978-3-407-86632-5
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2020

Prinzessinnenjungs von Nils Pickert

Hinweis: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag dankenswerterweise zugeschickt bekommen.