Dem Fachkräftemangel in Unternehmen mit Väternetzwerken begegnen

Kurz vor Ende der Elternzeit erhielt ich einen Brief meines Arbeitgebers: „Sehr geehrte Frau Fischer, wir freuen uns Sie nach Ihrer Elternzeit wieder begrüßen zu dürfen…“

Alles klar, dachte ich mir. Für mich stand da der Entschluss zu kündigen und in die Selbständigkeit zu gehen allerdings schon längst fest. Dieser Brief unterstrich mein Vorhaben nur noch.

Denn Väter sind für Unternehmen weitgehend uninteressant. Auf den ersten Blick ist kein Gewinn erkennbar und welcher Mann nimmt schließlich zweieinhalb Jahre Elternzeit. Come on.

In Gesprächen mit Entscheidet*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begegnen mir daher viele Fragezeichen, wenn ich von meiner Arbeit als Väterberater und Gründer von Vaterwelten erzähle.

„Warum sollten Unternehmen denn Väter fördern und Netzwerke gründen? Es gibt doch auch keine Mütternetzwerke.“

Wir wissen seit Jahrzehnten, dass in den nächsten Jahren die 20 Millionen in den Fünfziger- und Sechzigerjahren geborenen Babyboomer nach und nach in den Ruhestand gehen. Ab 2025 wird dieser Effekt den Arbeitsmarkt mit voller Wucht erreichen. 

Allein im Jahr 2030 gehen dann fast eine halbe Million Menschen mehr in Rente, als auf der anderen Seite ins Erwerbsleben starten. Arbeitsmarktexperten warnen, dass infolge des Renteneinstiegs der geburtenstärksten Generation, die Deutschland jemals hervorgebracht hat, sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen werden.

Ich möchte Denkanstöße geben und die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor dem Fachkräftemangel betrachten. Denn Vereinbarkeit ist vor allem ein Frauenproblem. Mütter nehmen durchschnittlich 12 Monate Elternzeit, Väter 3 Monate. Frauen arbeiten nach der Geburt in Teilzeit während Väter weiterhin in Vollzeit arbeiten.

Wir brauchen also eine neue Qualität von partnerschaftlichen Vereinbarkeitsangeboten.

Was ist also mit den Vätern? Welche familienphasenorientierte Angebote gibt es für sie? Sind die bestehenden Angebote überhaupt geeignet? Spoiler: Sind sie nicht.

Kurz gesagt reicht es nicht mehr aus, Mütter nach der Geburt zurück ins Unternehmen zu holen. Wir müssen Väter in die Familien bringen.

Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten von väterorientierte Personalpolitik erfahren möchte, dann komme ich gerne mit einem Online-Vortrag zu Ihnen ins Unternehmen. Nutzen Sie die Potenziale ihrer Väter und begegnen Sie dem Fachkräftemangel.

Ist ihr Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt?

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