Warum wir eine sonderbare Familie sind

Warum wir eine sonderbare Familie sind

Das Leben ist wie eine Wanderung auf einem Pfad. Aus zwei Wegen wird ein gemeinsamer, der mal flach, mal steil rauf und wieder runter verläuft. Mal geht es langsam voran und mal schneller. Mal hast du das Gefühl, jemanden aus den Augen zu verlieren und mal holt dich eine neue Person ein. Wie du deinen Wanderweg gestaltest, hängt einzig und allein von deiner inneren und äußeren Einstellung ab. Nicht immer verlief mein Wanderweg geradlinig und eben.

Den Castortransport 1998 ins »Brennelemente Zwischenlager Ahaus« (BZA) habe ich als 14-jähriger Demonstrant hautnah miterlebt. Meine Generation, die für unsere Umwelt demonstriert und gegen Atomkraft. Aber auch die Brutalität der Polizei. Heute geben Greta und Fridays For Future frischen Rückenwind für ein Umdenken im Kleinen und Großen. Dazwischen liegen Jahre der Ressourcen-Verschwendung und des Konsums.

Seit ich Corinna kenne hat sich mein Leben sogar um 180 Grad gedreht. Bis vor drei Jahren ernährte ich mich noch sehr ungesund und pendelte mit dem Auto eine halbe Stunde zur Arbeit. Corinna reiste oft und gerne in weit entfernte Länder und wollte in ihrem Urlaub viel erleben. Gemeinsam sind wir 2015 in die USA geflogen und haben in einem Monat tausende Kilometer mit einem Van gerissen. Ernährt haben wir uns in dieser Zeit sehr ungesund. Nahezu alles, was wir damals gemacht haben, machen wir heute nicht mehr.

Am Anfang waren es nur kleinere Veränderunge, dann immer größere. Mit der Geburt unserer Kinder schlugen die Veränderungen dann auch auf unseren Freundes und Bekanntenkreis über. Seitdem leben wir in einer Filterblase und treffen uns mit Menschen, die ähnlich ticken. Damit haben wir uns allerdings ganz weit vom Mainstream und unserem alten Leben entfernt. Hier mal ein paar Beispiele, was wir nicht mehr machen.

Leben und Alltag

Wir duschen nicht mehr täglich und benutzen wenig bis keine Kosmetika. Und wenn, dann nur vegan-bio-nachhaltige. Unseren Kleinwagen haben wir vor drei Jahren verkauft und auch Fiete (VW T4 California) wird einen neuen Besitzer finden. Wir gehen zu Fuß einkaufen, sind in die Nähe der Arbeit gezogen und verbringen viel Zeit mit unseren Kindern auf dem Spielplatz oder zu Hause. Zeit ist eine knappe Ressource, die wir mit Qualität füllen wollen, anstatt mit Langeweile. Wir sprechen jeden Abend mindestens eine halbe Stunde über den Tag, über uns und die Zukunft. Filme schauen wir höchstens zwei Mal im Monat – auch, weil wir uns keine Zeit dafür nehmen (wollen). Kein Video-Streaming-Abo, kein Amazon Prime und nur Deezer. Wird hauptsächlich für Kinder-Musik und Hörspiele genutzt. Juhu!

Essen und Trinken

Als wir uns kennenlernten haben wir noch bedenkenlos Fleisch gegessen. Mit der Zeit verzichteten wir nicht nur darauf sondern auf alle Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen. Im Januar 2020 habe ich am #veganuary teilgenommen und festgestellt, wie einfach und lecker vegane Ernährung ist. Zusammen mit Eva und ihrer Familie verbringen wir schon den dritten gemeinsamen Urlaub. Eva hat zusammen mit ihrem Partner zwei Kinder und die ganze Familie ernährt sich vegan. Für uns der perfekte Einstieg und ein Prozess, der vor drei Jahren begonnen hat und nun endlich umgesetzt ist! Seit dem Studium verzichte ich nahezu komplett auf Alkohol. Mir fehlt er nicht und ich brauche ihn auch nicht. Zucker vermeiden wir und Junk Food auch.

Urlaub und Reisen

Seit unserer großen Reise in die USA verzichten wir auf Flugreisen. Wir haben noch nie Kreuzfahrten gemacht und wollen auch keine unternehmen. Auch auf Städtetrips verzichten wir bewusst, weil wir wissen, dass unsere Kinder durchdrehen würden – ich übrigens auch! Wir haben eine Zeit lang Camping Urlaub mit Fiete gemacht und probieren ab 2020 Ferienwohnungen oder Ferienparks aus. Lieber machen wir viele kleine Urlaube als einen großen. Auch im Urlaub und auf Reisen versuchen wir den Alltag von zu Hause beizubehalten und schlafen zum Beispiel alle in einem Familienbett.

Kinder und Erziehung

Die Große haben wir bis zum Alter von drei Jahren mit Plastikwindeln gewickelt. In den ersten Wochen hatten wir noch Stoffwindeln probiert, sind daran aber gescheitert. Beim Kleinen hat sich Corinna richtig eingefuchst und ab dem 6. Monat wickeln wir nur noch mit Stoffwindeln. Wir sind Experten und fühlen uns wohl damit. Die Müllmenge ist stark reduziert und dafür waschen wir einmal pro Woche die Einlagen. Pflegeprodukte kaufen wir ausschließlich biologisch und ökologisch nachhaltig. Wir haben keinen Kinderwagen, sondern Tragehilfen und kaufen alle Klamotten Second Hand oder bekommen sie geschenkt. Nur die Puppen haben bei uns Schnuller und geschlafen wird im Familienbett. Außerdem impfen wir unsere Kinder nicht… war nur Spaß! Kommen wir zum nächsten Punkt, der in Gesprächen immer wieder für erstaunte Gesichter sorgt. Wir halten K2 seit er 5 Monate alt ist über der Toilette ab. „Ihr macht was?“ Wir halten ihn ab. Der Kleine sagt uns Bescheid und wir gehen mit ihm auf die Toilette, ziehen ihn unten herum aus und halten ihn ab. „Ne, is klar. Er sagt ,Papa, ich muss mal‘ und du weißt sofort, dass es Pipi oder Aa ist!“ Fast richtig. Der Kleine fängt an zu Knöttern und im Grunde rattert bei mir der Erfahrungsschatz los. Hat er Hunger? Nein, er war eben noch an der Brust. Ist er müde? Nein, er hat eben noch geschlafen. Will er Beschäftigung? Nein, ich beschäftige ihn die ganze Zeit. Will er Ruhe? Nein, siehe Schlaf. Dann muss er mal und will nicht in die Windel machen. „Ja ne, is klar.“ Dann nehme ich ihn mit zur Toilette und siehe da, er macht sein Geschäft. Das klappt in 8 von 10 Fällen. In den anderen zwei Fällen haben wir es nicht rechtzeitig geschafft und die Windeln sind voll. Naja, passiert. Weil uns eine stabile Eltern-Kinder-Bindung wichtig ist, gehen unsere Kinder erst mit 3 Jahren in den Kindergarten. Bei K1 haben Corinna und ich noch abwechselnd gearbeitet, um die Betreuung zu gewährleisten. Bei K2 habe ich lange Elternzeit genommen und gehe zurück in meinen Teilzeit Job, sobald K2 im Kindergarten ist.

Konsum und Luxus

Letztens meinte Corinna, sie könne Frugalistin sein. Also eine Person, die wenig Geld ausgibt und zufrieden ist mit dem, was sie hat. Dem stimme ich absolut zu, denn wir brauchen keine teuren Smartphones, keine smarten Gadgets, keine smarten Watches oder anderen smarten Kram. Das Geld, was wir haben, legen wir lieber in nachhaltige Projekte an oder geben es für Lebensmittel aus. Wenn dann doch mal etwas repariert werden muss, bezahlen wir lieber einen lokalen Handwerker und kaufen die Produkte regional und nachhaltig. Auch wenn es seinen Preis hat.

Unsere Klamotten und auch Dinge des Lebens kaufen wir gebraucht. Wenn uns etwas nicht mehr passt, verkaufen wir es wieder auf dem Gebrauchtmarkt. Autos sind für uns Gebrauchsgegenstände und den großen Luxus VW T4 California verkaufen wir nach 5 Jahren Nutzung wieder.

Und sonst

Ach, es gibt noch so viele Dinge, die wir nicht tun und die uns von Freunden und der Familie unterscheiden. Wir verzichten auf materielle Geschenke und verschenken lieber Qualitätszeit. Wir stellen unsere Kinder nicht mit Smartphone oder Fernseher ruhig und auch Computerspiele gibt es bei uns nicht. Wasser kommt aus der Leitung und Filterkaffee in die Tasse; der fair trade öko nachhaltige natürlich. Unseren Strom beziehen wir von einem Windanlagen-Bauern aus Niedersachsen.

Wir setzen die Familie in den Mittelpunkt und alles, ja A L L E S ordnet sich drum herum. Corinna arbeitet 30 Stunden und ich 20 Stunden. Wobei ich jetzt in Elternzeit bin und mich um den Haushalt und die Kinder kümmere. Wir gehen zu Fuß zur Arbeit und sind in 5 Minuten im Büro. Lieber wohnen wir zur Miete, als dass wir uns ein Eigenheim leisten. Wir wählen progressive Parteien, um eine starke Opposition zu haben. Mit der Kirche haben wir nichts am Hut und wir bezeichnen uns als Agnostiker. Entsprechend sind wir aus der Kirche ausgetreten und unsere Kinder auch nicht getauft. Ja, wir sind verheiratet, haben aber nur standesamtlich in ganz kleinem Rahmen gefeiert. Unsere Flitterwoche haben wir in Dänemark verbracht. Im November. Bei Sturm und Regen. Es war kalt. Wir haben es uns schön warm gemacht.

Wie du siehst, machen wir vieles anders. Wir sind auf unserem Pfad unterwegs und wollen noch mehr verändern und konsequenter werden. Viele können mit Veganismus nichts anfangen und verdrehen die Augen. Andere können es sich nicht vorstellen, mit Stoff zu wickeln oder als Hausmann zu arbeiten. Karriere und Geld verdienen ist in unserer Gesellschaft immer noch männlich geprägt. Leider. So oder so, wir fühlen uns auf diesem Weg richtig wohl und sind glücklich, in eine gemeinsame Richtung zu gehen.

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Vielleicht bist du auch gerade auf dem Weg und möchtest etwas verändern. Oder du befindest dich schon auf deinem Pfad bist aktiver Gestalter deines Lebens. Dann freue ich mich auf deinen Kommentar!

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Warum ich meine Frau nicht bei der Erziehung unserer Kinder unterstütze

Warum ich meine Frau nicht bei der Erziehung unserer Kinder unterstütze

Die Geschichte der Emanzipation im Patriarchat ist Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte alt. Trotzdem oder gerade deswegen wehre ich mich dagegen, meine Frau bei der Erziehung unserer Kinder zu unterstützen. Die Gründe sowie zwei Motive möchte ich dir heute vorstellen.

Aufgewachsen bin ich in einer traditionellen Familie mit Mutter, Vater und drei jüngeren Geschwistern. In unserem 4.000 Seelen Dorf mitten im Münsterland war es üblich, dass der Mann arbeitet und die Frau sich um die Kinder kümmert. Mindestens so lange, bis die Kinder in die Schule gehen. Danach gingen viele Mütter wieder arbeiten; als Kassiererin, als Erzieherin oder als Putzfrau. In Teilzeit. Vormittags. Die Kinder kamen schließlich mittags zum Essen wieder nach Hause. Offenen Ganztags gab es damals noch nicht.

Motiv klassische Rollenverteilung

Die Aufgaben sind also klar verteilt. Der Mann bringt das Geld nach Hause, die Frau ist für den Haushalt und die Erziehung der Kinder verantwortlich. Soweit nichts Verwerfliches. Wurde schon immer so gemacht. Warum sollte der Mann auch seine Karriere unterbrechen und damit die Familie auf viel Geld verzichten? Warum sollte er die Kinder erziehen? Schließlich hat die Frau doch mehr Ahnung von Kindererziehung.
Es ergibt für die meisten Eltern keinen Sinn, dass sich der Vater um die Kinder, geschweige denn um den Haushalt kümmert. Viel einfacher ist es doch, wenn jeder seinen zugeteilten Bereich hat und ihn eigenverantwortlich ausfüllt. Außerdem möchten die Frauen nicht, dass in ihren Bereich hineingepfuscht wird. Sobald der Mann Unterstützung anbietet, bringt er eh nur Unruhe in ihren Arbeitsablauf. Gleichzeitig will der Mann in Ruhe der Arbeit nachgehen und seinen Teil der Abmachung erfüllen.

Wo bleibt die Dankbarkeit?

Die männliche Verantwortung ist also sehr groß, denn schließlich bringt der Mann das Geld nach Hause. Davon kann die Frau sich den Lebensstil leisten, die Kinder den Sportverein und die gesamte Familie den Urlaub. Ein bisschen Dankbarkeit kann der Mann dafür schon erwarten, denn ohne seinen Einsatz wäre das Leben so nicht möglich. Immerhin muss ja auch noch die Hypothek vom Haus abbezahlt werden.
Der Mann fragt sich jetzt also zurecht: „Wo soll ich jetzt noch meine Frau bei der Erziehung unserer Kinder unterstützen? Die Aufgaben sind klar verteilt. Jeder fühlt sich wohl, wir sind eine glückliche Familie!“ Immerhin sieht der Mann seine Kinder doch am Wochenende und bringt sie, wenn er es zeitlich schafft, abends ins Bett. Reicht das nicht?

Stopp! Halt! Cut!

In dem Wort Erziehung steckt das Verb „ziehen“. Für mich bedeutet es so viel wie „ich ziehe mein Kind dahin, wohin ich es haben will“. Mir geht es als Vater nicht um das „Ziehen“ in eine Richtung, sondern um das Begleiten meiner Kinder. Dabei orientiere ich mich an Jesper Juul und unterscheide zwischen Wünschen und Bedürfnissen. Wünsche können erfüllt werden, Bedürfnisse sollten erfüllt werden.
Bedürfnisse sind wie ein Gericht in einem Schnellkochtopf. Steht es auf dem Herd und wird erhitzt, baut sich Druck auf, der nicht entweichen kann. Dem Bedürfnis des Wasserdampfes zu entweichen sollte nachgegeben werden, sonst explodiert der Topf.
Wünsche sind hingegen wie Bitten. Sie sind nicht überlebenswichtig. Vielmehr sind sie die Kirsche auf der Sahnetorte. Kann, muss aber nicht. Um herauszufinden, ob es sich um Bedürfnisse oder Wünsche handelt, muss ich im ständigen Kontakt mit mir selber und meinem Umfeld sein.

Motiv neue Vaterrolle

In der Überschrift des Beitrages versteckt sich auch eine Haltung: „Meine Frau braucht Unterstützung.“ Unser Familienmodell basiert aber auf einer anderen Vaterrolle. Ganz bewusst haben wir uns für ein paritätisches Modell entschieden, indem sich beide Elternteile verantwortlich und zuständig fühlen. Meine Frau arbeitet in Teilzeit und verdient Geld für die Familie, genau wie ich es tue. Ich schmeiße den Haushalt und kümmere mich um die Kinder, genau wie sie es tut.
Weder sie noch ich benötigen die Unterstützung des jeweils anderen. Weil wir im ständigem Austausch und Kontakt sind, haben wir mehr Zeit für unsere Kinder und die Paarbeziehung. Die Beziehung zu meinen Kindern und mir als Vater ist genauso eng und innig, wie zu meiner Frau, ohne dass wir uns gleichen. Dafür verzichte ich gerne auf Geld und erlebe mehr Qualitätszeit mit meiner Familie. Was auf der Strecke bleibt, ist die Zeit mich mich und für alte Freunde.

Mehr Achtsamkeit in der Familie

Eigentlich wollte ich einen Beitrag über Achtsamkeit schreiben. Doch irgendwie bin ich bei diesem Thema gelandet. Seit fast zehn Jahren löse ich mich nun schon bewusst von dem oben beschriebenen traditionellen Familienmodell. Leider klappt die Transformation nicht immer so, wie ich sie mir wünsche. Dann denke und rede ich, wie mein Vater es getan hat.
Glücklicherweise habe ich eine selbstbestimmte Frau, die mich auf meinem Weg hin zu einem liebevollen und verständnisvollen Vater unterstützt. Zwinkersmilie.

Wie sind deine Gedanken zum traditionellen und modernen Familienbild? Welche Erfahrungen machst du oder hast du als Vater gemacht? Bist du vielleicht ein Vater, der sich mehr Zufriedenheit und Gelassenheit in der Familie wünscht? Hilf mir zu verstehen, was es dafür braucht! Beantworte fünf Fragen in der Umfrage zu »Gesund Vater Sein«.

Umfrage: Gesund Vater Sein – Wie ticken Väter 2019

Umfrage: Gesund Vater Sein – Wie ticken Väter 2019

Weißt du eigentlich, wie Väter so ticken? Nicht erst seit meiner Elternzeit beschäftigt mich diese Frage. Klar, vollkommen unterschiedlich natürlich! Aber mal ehrlich, weißt du, WIE unterschiedlich sie ticken? Das möchte ich herausfinden und brauche deine Papa-Hilfe!

Ich möchte dich einladen fünf Fragen zu deiner Vaterschaft zu beantworten. Ich möchte wissen, wie du tickst und wie du deine Vaterrolle gestaltest. Mich interessieren deine Wünsche, deine Befürchtungen und deine Träume. Wo liegen die Konflikte in der Vereinbarkeit von Familie & Beruf und wo soll die Reise hingehen? Solltest du eine Mama sein, bist du herzlich eingeladen, deinen Mann auf die Fragen hinzuweisen.

Mein Dankeschön an dich

Als Dankeschön für deinen Einblick in deine Denkweise erhältst du von mir den Vaterschaft-Veränderungs-Fahrplan. Mit diesem Arbeitsblatt kannst du überprüfen, in welcher Phase der Veränderung du dich befindest, was du noch benötigst und wie die nächsten Schritte aussehen. Ein Veränderungs-Schema zeigt dir, welche Ressourcen benötigt werden, damit der Veränderungsprozess zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie & Beruf gelingt!
Die Ergebnisse aller Einsendungen werden nach einer Zeit hier auf vaterwelten.de veröffentlicht. Wenn du darüber informiert werden möchtest, trag dich in den Newsletter ein. Nun aber genug geredet!

Beste Grüße,

Wie ich den Weg vom traditionellen Rollenbild zum aktiven Vater geschafft habe

Wie ich den Weg vom traditionellen Rollenbild zum aktiven Vater geschafft habe

Vom traditionellen Rollenbild des Vaters und Mannes musste ich mich erst lösen, bevor ich in die neue Rolle des aktiven Vaters schlüpfen konnte. Die Elternzeit ist eine Gelegenheit, sich selber und sein Rollenvorbild zu überdenken. Aber auch hier gibt es immer neue Herausforderungen zu meistern und Wege zu gehen. Dass ich jetzt meine Elternzeit verlängert habe, ist der konsequente Schritt einer langen Entwicklung.

Zum Vatertag wurde ich von Ulrike Schuster von der Bild am Sonntag zu meiner Vaterrolle interviewt. Eigentlich sollte das Gespräch nicht lange dauern, einiges konnten wir bereits vorab per Mail besprechen. Doch nach 1,5 Stunden habe ich das Gespräch abgebrochen, weil die Kinder so langsam ihren Papa wieder zurück haben wollten. Bis dahin habe ich meine Geschichte erzählt und am anderen Ende der Leitung freute sich eine staunende Redakteurin. Die letzte Frage hat mich dann aber doch zum Nachdenken gebracht: „Heiner, was ist die Konsequenz aus der zweiten Elternzeitreise?“ Über vieles mache ich mir Gedanken, aber nicht über Konsequenzen aus der Reise. Wie meinte sie das überhaupt?

Gefangen im traditionellen Rollenbild

Nach der ersten Elternzeit war ich noch weitere vier Monate mit K1 zu Hause, während meine Frau zurück in ihren Teilzeit-Job gegangen ist. Damals war ich froh um diese Auszeit vom Job. Überwerfungen, Enttäuschungen und falsche Erwartungen führten zu Unwohlsein und Rückzug. Gleichzeitig hat mir die Arbeit aber auch Spaß gemacht. Doch beim Gedanken an die Rückkehr in den Job bekam ich Bauchweh und Stresspickel. Im Dezember 2016 konnte meine Frau das Elend nicht mehr weiter ansehen und meinte: „Heiner, es ist ok wenn du kündigst, wir schaffen das auch mit einem Gehalt!

Wir gehen beide arbeiten und bringen ein stabiles Einkommen nach Hause. Monatlich konnte ich etwa 1.000 EUR zur Seite legen, um damit mein BaföG und den Studienkredit zurückzuzahlen. Mehr als 40 Stunden arbeitete ich und hatte viele Überstunden auf meinem Gleitzeitkonto, die ich in Freizeit tauschen konnte. Das war mir immer lieber, als einen Ausgleichsbetrag ausgezahlt zu bekommen. Dennoch tat ich mich schwer, auf Geld zu verzichten. Selbst in Teilzeit mit der halben Stundenzahl würde ich bei schlechter Steuerklasse ca. 1.000 EUR Lohn erhalten. Eine Zäsur in meinem Berufsleben.

„Im Verlauf des gemeinsamen Lebens führen Zäsuren wie die Geburt eines Kindes oder ein Karrieresprung des Mannes oft dazu, dass die gleichgestellte Vision, die sie vorher (teilweise) schon realisiert hatten, oft schlagartig in ein traditionelles Rollenbild kipp – nicht weil dies das von beiden gewollte und verabredete Lebensmodell ist, sonder aus rationalen, ökonomischen Erwägungen aufgrund äußerer Anreizstrukturen.“
Karsten Wippermann (2014): Jungen und Männer im Spagat: Zwischen Rollenbildern und Alltagspraxis, Berlin, S. 10

Erschrocken über mich, wie sehr mich das klassische Rollenbild gefangen hat, begab ich mich auf die Suche nach einer Lösung. Schließlich wollten ich es doch immer anders machen. Der Mann als Ernährer, der das Geld nach Hause bringt, der nur am Wochenende mit den Kindern Zeit verbringen kann, der die Kinder morgens zur Schule fährt und es gerade so schafft, ihnen abends eine Gute Nacht Geschichte vorzulesen. So ein Vater wollte ich nie werden und war doch auf dem besten Weg dorthin. Zurück ins traditionelle Rollenbild. Mit der Elternzeit hatte ich die Chance, es anders zu machen; so, wie ich es schon immer machen wollte.

Erste Schritte zur neuen Vaterrolle

Im Dezember 2016 habe ich meinen unbefristeten Vollzeit-Job gekündigt und mich auf die bevorstehende Elternzeit als Hausmann eingestellt. Mein Arbeitgeber konnte mir keine Teilzeitstelle anbieten und war dazu auch nicht verpflichtet. Die damalige Elternzeit war dementsprechend eine Zäsur für uns als Familie. Wie es mir damit erging, habe ich hier aufgeschrieben. Einige Monate später sind wir umgezogen, haben unser Auto verkauft und machten mit beim foodsharing. Nun haben wir einen Spielplatz vor der Haustür und beide nur 5 Minuten zu Fuß zur Arbeit. Beide? Ja, denn durch eine glückliche Fügung konnte ich im örtlichen Krankenhaus als Sozialarbeiter anfangen. In Teilzeit für 20 Stunden. Perfekt für unsere Familie. Vormittags war meine Frau zu Hause bei K1, nachmittags ich. Gelebte Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Auch das Thema Einkommen hatte sich eingespielt. Wir haben die Steuerklassen gewechselt und beteiligen uns am Familienhaushalt in Relation unseres Einkommens. Meine Frau steuert den größeren Betrag zu, ich den kleineren. So bleiben ihr und mir ca. 700 EUR, die wir für unser persönliches Konto „über“ haben. Meine Schulden aus dem Studium hatte ich, auch dank eines Familiendarlehns, abgegolten. Nun füllte sich Monat für Monat das Tagesgeldkonto. Gleichzeitig hatte ich mich vom teuren Flugverein passiv gemeldet und spare so ca. 500 EUR pro Jahr. Wir verzichten auf teure (Streaming-, Musik-, App-) Abos, kaufen viel gebraucht und müssen trotzdem nicht aufs Reisen verzichten. Kleinere Ausflüge oder längere Urlaube sind ebenso „drin“ wie vorher.

Die zweite Elternzeitreise sollte tatsächlich eine weitere Veränderung bringen. Während der Schwangerschaft von K2 haben wir versucht, alle Fehler über Vereinbarkeit von Familie und Beruf kein zweites Mal zu machen. Also habe ich rechtzeitig das Gespräch mit meiner Chefin gesucht und ihr offen heraus unsere Pläne erzählt. Da sie und meine Kolleg*innen Vollblut-Eltern sind und die Personalabteilung erfahren ist, lief alles problemlos. Die Elternzeitreise sollte dieses Mal allerdings länger und nach Slowenien verlaufen. Wir würden uns drei Monate Zeit nehmen und uns von der Sonne treiben lassen. Dass es anders kam, kannst du hier nachlesen. In den Wochen nach der Reise sprachen meine Frau und ich viel über die nächsten Schritte. K1 kommt in den Kindergarten, meine Frau geht im Juli wieder arbeiten und ich bin ab Januar 2020 wieder zurück im Job. Doch irgendwie fühlte sich das nicht richtig an.

Bedürfnisorientierte Vaterschaft

Wieder einmal stehe ich vor einer Entscheidung, die sich wie eine Weggabelung eines Wanderweges anfühlt. Gehe ich rechts oder links entlang? Bleibe ich sitzen oder kehre ich um? Richtig oder falsch? Ich erinnerte mich an die Frage von Ulrike Schuster, die wie Treibstoff im Gedankenkarussel meines Kopfes wirkt. Was, wenn ich zu Hause bleibe, bis K2 in den Kindergarten geht? Was, wenn meine Frau die Vollverdienerin sein wird? Was, wenn wir das gegenwärtige gesellschaftliche Rollenmodell auf den Kopf stellen? ,Nur Mut, es ist ok‘, denke ich mir. Erwartungsgemäß musste ich meine Frau nicht überzeugen, denn sie strahlte mich an und war sofort begeistert. Trotzdem musste ich noch mal kurz nachrechnen, bevor es sich „richtig“ und „gut“ anfühlte.

Zwar verzichte ich auf 1.000 EUR Einkommen, doch wer aufmerksam gelesen hat wird feststellen, dass wir immer noch deutlich im Plus raus kommen – obwohl meine Frau „nur“ 30 Stunden arbeitet. Wir haben den charmanten Vorteil, dass wir zur Miete wohnen und keine monatliche Kreditbelastung (für z.B. Immobilie, Möbel, Auto, Smartphone, Computer) haben. Wir gehen zu Fuß einkaufen, reisen mit unserem Fiete VW Bus und verzichten auf teure Urlaube. Anderer Schnick Schnack, wie neue Smartphones, riesige Fernseher und Playstation Spiele fehlen bei uns ebenso, wie teure Hobbys. Lieber verbringen wir gemeinsame Familienzeit oder treffen Freunde zur Qualitätszeit. Geld ist uns nicht wichtig. Ja, ich bleibe zu Hause!

Raus aus der Komfortzone

Es sollte mehr Väter geben, die sich für eine aktive Vaterrolle entscheiden. Vielleicht braucht es Mut oder Zuversicht, als Papa zu Hause zu bleiben. Sicherlich braucht es auch eine finanzielle Grundlage, regelmäßiges Einkommen durch Elterngeld oder Lohnarbeit des Partners. Für mich sind dies jedoch vorgeschobene Gründe. Vielmehr müssen Väter mehr noch als Mütter den Anreizen widerstehen, die ihnen der Job bringt. Das Bequeme überwinden, raus aus der Komfort-Zone! Das Überwinden der im oberen Zitat beschriebenen ökonomischen Erwägungen sind die gegenwärtige Herausforderungen. Also weniger rational denken, sondern mehr emotional handeln. Wer jetzt mit „ja, aber das Geld…“ argumentiert, muss sich von seinen Denkmustern lösen!

Die nächsten Schritte sind schnell erzählt. Gespräch mit meiner Chefin, Antrag beim Arbeitgeber auf Verlängerung der Elternzeit und alle Formalitäten überarbeiten, sobald die Bestätigung im Briefkasten liegt. Glücklicherweise hat meine Vertretung Lust, mich bis September 2021 zu vertreten. Ulrike Schuster sollte Recht behalten mit ihrer Annahme, dass jede Elternzeitreise eine einschneidende Veränderung für die Familie mit sich bringt.



Was denkst du über die neuen Väter? Bist du ein aktiver Vater oder möchtest du einer sein? Oder gehörst du zum Team Traditionelles Rollenbild und kannst damit gar nichts anfangen? Ich bin gespannt auf deine Kommentare und Erfahrungsberichte!

Photo by Natalya Zaritskaya on Unsplash

E2W4: Bis ans Mittelmeer und zurück

E2W4: Bis ans Mittelmeer und zurück

Wir sind auf Elternzeitreise. Papa, Mama mit K1 (3 Jahre) und K2 (8 Monate). Ich nehme mir von meinem Teilzeit-Job eine zehnmonatige Auszeit. Ab August geht meine Frau zurück in den Job. In der Zwischenzeit wollen wir erneut mit Fiete verreisen. Bei K1 waren wir in Spanien. Unser jetziges Ziel: Slowenien. Ich knüpfe direkt an die Erlebnisse der ersten, der zweiten Woche und der dritten Woche an.

Überraschung: Wir sind wieder zu Hause! Nach insgesamt vier Wochen und 3.000 km schlafen wir wieder in unserer gewohnten Umgebung. Obwohl Fiete auch zu einer gewohnten Umgebung geworden ist, fühlt sich das heimische Bett, die Wohnung und die Freunde nach „zu Hause“ an. Obwohl die Reise eine überraschende Wendung nahm, sind wir ebenso happy, wieder hier zu sein.
Wie ich letzte Woche bereits beschrieben haben, hat uns der Campingplatz an den drei Flüssen sehr verzaubert. K1 hatte ihr Trampolin, wenige andere Camper waren auf dem großen Areal mitten im Wald, sodass wir uns fast allein fühlten. Ein Kater leistete uns seit ein paar Tagen Gesellschaft, niemand war krank und alles war perfekt. Sogar das Wetter hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt – über 30 Grad, Sonne pur. Vergessen die regnerischen Tage und Wochen bis hierher.

Und doch müssen wir abreisen, denn der Platz wird für eine Hochzeit am Wochenende gebraucht. Mit einem weinenden Auge und einem lachenden Auge planen wir die Route. Soll es doch über Italien nach Slowenien gehen? Wollen wir eine Rundreise um Frankreich machen oder bleiben wir in der Provence? Der Familienrat bespricht das weitere Vorgehen am Spielplatz, am Fluss, beim Essen und immer dann, wenn wir Zeit dafür finden. Es liegt also eine Entscheidung in der Luft. K1 meldet sich zunächst leise und dann immer lauter zu Wort: „Ich will aber nach Hause zu Oma und Opa!“ – Uff, damit hat niemand gerechnet.
Oma und Opa sind fester Bestandteil unseres Alltages. Gleichzeitig sehen sich K1 und die Großeltern vielleicht ein-/zweimal pro Woche. Hin und wieder darf sie dort übernachten. Eine tägliche Betreuung für mehrere Stunden, wie eine Camperin vermutete, findet nicht statt. Also auch kein zurück in den Alltag. Wir begegnen dem Wunsch und reden viel miteinander. K1 telefoniert hin und wieder mit den Großeltern, wir reden viel über die gemeinsamen Erlebnisse und freuen uns auf die Zeit nach unserer Reise. Wir spielen „Gassi gehen“ mit den Hunden der Großeltern und K1 imitiert die Gesten, den Habitus und die Sprache von Oma und Opa.

Heimweh

„Ich will aber nach Hause!“ – Der Wunsch wird immer deutlicher und wir fragen uns, ob es sich um einen Wunsch oder um ein Bedürfnis handelt. Gleichzeitig ist in mir der große Wunsch ans Mittelmeer zu fahren. In einem Hörspiel, dass K1 seit Beginn der Reise immer wieder hört, geht es auch um eine Reise ans Meer – allerdings mit den Großeltern. Ich setze mich im Familienrat durch und wir setzen unsere Reise fort – an die Côte d’Azure. Ein Fehler? Die Autofahrt soll ca. 3 Stunden dauern und auf zwei Etappen aufgeteilt werden. Die Leichtigkeit verfliegt, als wir gerade ein paar Kilometer unterwegs sind. K1 fiebert hoch.

Auf dem Campingplatz angekommen liegt K1 auf der Rückbank und schläft. Sie ist heiß und hat Bauchweh. Ich baue das Vorzelt auf, räume im Bus hin und her, während Corinna mit K2 den Platz erkundet. K1 weint, wimmert und hat Bauchweh. Sie fiebert immer noch. Ein Zäpfchen wird nur kurz abgewehrt. Sie schläft den Spätnachmittag im Hochdach für ein paar Stunden. Gleichzeitig sagt sie immerzu, dass sie nach Hause will. Corinna und ich entscheiden, dass wir die Reise am Mittelmeer abbrechen werden. Es geht in ein paar Tagen nach Hause. Auf dem direkten Weg. Aus dem Wunsch ist ein Bedürfnis geworden.
Wir wollen immer die Bedürfnisse der Familienmitglieder in den Mittelpunkt setzen. Dabei richten wir uns nach der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Kurz gesprochen wird zwischen Wünsch und Bedürfnissen unterschieden. Wünschen dürfen mit einem Nein beantwortet werden. Bedürfnisse hingegen sollte man nachgehen, sie sollten erfüllt werden. Schließlich handelt es sich um eine innere Sinnhaftigkeit. Wie bei einem Schnellkochtopf, der auf dem eingeschalteten Herd steht. Wird der Deckel nicht irgendwann abgedreht, wird der Druck zu hoch. Wir nehmen K1 den Druck und haben gemeinsam entschieden, zurück nach Hause zu fahren.

Die Reise endet an der Côte d’Azure

Es kommt auch alles zusammen. Der Campingplatz ist sehr eng, hellhörig und wuselig. Ständig werden wir mit einem „Hallo, Guten Tag oder N’Abend“ begrüßt. Reisegefühle kommen hier nicht auf. Zudem werden wir höflich darauf hingewiesen, dass wir unsere Wäsche bitte nicht zum Trocknen zwischen den Bäumen aufhängen sollten. Mit Kind sei das zwar schwierig, aber so könnten die freien Plätze rechts und links von uns schlechter vergeben werden. Aha, so läuft das hier also. Zum Glück lernen wir eine fröhliche Familie aus Erfurt kennen, die wir direkt ins Herz geschlossen haben. Abends treffen wir uns zum Plausch unter unserer Markise und plaudern. Wir lachen viel, wir stellen viele Parallelen fest und bleiben in Kontakt.
Montags brechen wir die Zelte ab, räumen alles ein vorletztes Mal zusammen und fahren in die Ardèche-Region. Corinna hat von unterwegs herausgefunden, dass der Platz ein großes Trampolin hat. Genau wie auf unserem Lieblingsplatz mit den drei Flüssen: Jackpot. Das schafft uns ein klein wenig Abwechslung von den Strapazen, die wir bisher erlebt haben. K1 freut sich über das tolle Spielgerät und wir campen direkt in Sichtweite, sodass wir den Rückreise planen können. Also alles für die 1.004 km Rückreise, die wir zwei Tage später antreten werden. Am Tag der Rückreise fahren wir in 3 Etappen nach Hause, jeweils zu den Schlafenszeiten von K2.

Unterwegs machen wir Rast an den toll ausgebauten und preislich echt günstigen französischen Raststätten entlang der Route. Hier gibt es für 22 EUR Pizza und Nudeln inklusive Getränke und Nachspeisen. Zum Vergleich: Auf einem Campingplatz hat eine Pizza schon 12 EUR gekostet – und die war nicht riesig! Um 23 Uhr sind wir zu Hause angekommen und bringen die Kinder ins Bett. Haha, war nur Spaß! K1 ist eine Stunde vor Ende der Reise wach geworden und wollte nicht mehr schlafen. Kaum hatten wir den Motor abgestellt, wurde K2 wach. Gegen 2:30 Uhr waren dann alle im Bett.
Wir lassen die Momente noch sacken, die Erlebnisse werden noch verarbeitet. Ob wir traurig sind, dass die Reise vorbei ist? Nein. Denn wir leben nach den Bedürfnissen aller Familienmitgliedern! Egal, ob 8 Monate alt oder 35 Jahre. Ob wir solch eine Reise noch einmal machen werden? Ganz bestimmt, dann aber mit älteren Kindern und längeren Stopps. Vielleicht auch nur im „Urlaub-Modus“: also Hinfahrt, am Urlaubsort verbleiben, Rückfahrt. Lesson learned.

PS: Wie letzte Woche angekündigt, wurde ich zum Vatertag von der Bild am Sonntag interviewt. Hier der Link zum Artikel (Achtung, Bezahlschranke) und ein Foto aus der Zeitung!

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