3 Schritte wie die Aufteilung von Mental Load besser gelingen kann

3 Schritte wie die Aufteilung von Mental Load besser gelingen kann

Sicherlich hast du schon mitbekommen, dass wir unser Familienmodell mal wieder verändert haben. Seit Mai 2019 bin ich als Vater und Ehemann der Manager zu Hause, sprich: ich habe Elternzeit bis 09/2021. Meine Frau geht wieder für 30 Stunden pro Woche arbeiten und unsere Große in den Kindergarten. Ich bin mehr als zuvor zuständig für Essen kochen, Einkaufen, den Kleinen begleiten, den Haushalt schmeißen und allerlei Kleinkram, an den gedacht werden muss.

Vor einiger Zeit hatten meine Frau und ich aber Streit über die Aufgabenverteilung im Alltag – ja, auch im Paradies hängen mal die Bilder schief. Ich wurde sauer, weil meine Frau mich an meine Zuständigkeit erinnert hat. Das Thema Mental Load, also die Gefühls- und Sorgearbeit im Alltag, beschäftigt und triggert mich zurzeit sehr, weshalb ich schon bei bestimmten Wörtern oder Fragen genervt reagiere. Vertraut sie mir nicht? Glaubt sie, dass ich meine Aufgaben nicht erledige? Werde ich kontrolliert?

Mental Load führt zu Streit

Anfangs fiel es mir noch schwer die neue Rolle als Hausmann und Familienmanager anzunehmen und den Rollenwechsel auch zu leben. Meine Frau war schließlich die letzten anderthalb Jahre zu Hause. Überhaupt möchte ich nicht ihren Platz einnehmen, sondern vielmehr meine Anteile an der Care-Arbeit erhöhen, während sie ihre Anteile reduziert. Gleichwohl wollte ich ALLES machen und alles RICHTIG machen. Natürlich ist das ein überhöhter Anspruch an mich selbst und kein wertschätzendes Verhalten meiner Frau gegenüber. Trotzdem waren wir beide mega happy über die neue Rollenverteilung.

Wir setzen uns jeden Abend für mindestens eine halbe Stunde zusammen und besprechen den Tag, die kommende Woche und überhaupt unser Leben. Das machen wir, seitdem wir zusammenleben. Wegweisende Entscheidungen werden abends auf der Couch getroffen. An einem dieser Abende spiegelt meine Frau mir mein Verhalten und sagt, dass ich gereizt auf Fragen reagiere und keine gute Laune hätte, Dinge falsch verstehe. Im weiteren Verlauf entwickelt sich ein Streit über Zuständigkeiten und das scheinbar gleichberechtigte und faire Familienmodell. Wir fühlen uns nicht verstanden, reden aneinander vorbei und gehen uns genervt aus dem Weg.

Bisher hatten wir die gesamte Arbeit im Haushalt und mit den Kindern frei verteilt. Wir wollten keine Aufteilung und wollten den Alltag lieber „nach Gefühl“ schmeißen. Aufgaben, Erinnerungen, Termine und Ereignisse haben wir uns geteilt. Und wenn jemandem etwas aufgefallen ist, dann wurde es ohne zu hinterfragen erledigt. Krümel hier, Wäsche dort, Spielzeug da? Wegräumen und gut ist die Laube. Nach einer gewissen Zeit aber ging es meiner Frau auf die Nerven, dass die Krümel vom Frühstück immer auf dem Tisch lagen und mir gefiel es nicht, dass die Socken jedes Mal zerknüddelt in der Wäschetonne landen. Ich falte die Stoffwindeln falsch und meine Frau lässt ständig alle Türen offen stehen – im Winter!

Schritt 1 – Zwiegespräch führen und Verständnis zeigen

Da war sie also, die Situation die wir nie haben wollten. Vergleiche über den Mental Load. Wer hat mehr Anteile, wer hat weniger? Sie stillt den Kleinen nachts, dafür stehe ich um 2 Uhr auf und trage ihn eine Stunde durch die Wohnung in den Schlaf. Ich könnte ja auch schlafen, wenn der Kleine im Vormittag schläft. Sie hat gut reden, Arbeiten ist eine Auszeit vom Familienalltag und kann selbstbestimmter gestaltet werden. Puh… solche Diskussionen kosten Kraft, tuen weh und führen zu nichts, außer schlechter Laune.

Wir rieben uns an weiteren Kleinigkeiten und scheinbaren Selbstverständlichkeiten auf. Dabei hatten wir große Erwartungen an unser scheinbar gleichberechtigtes 50:50 Modell. Nur leider hatte es ein gravierendes Problem: es fehlte an klaren Zuständigkeiten. Natürlich ist es anstrengend, dass sie stillt! Aber ich kann es nicht. Dafür fühle ich mich zuständig den Kleinen nachts in den Schlaf zu tragen. Über diesen Gedanken haben wir gesprochen. Abends auf der Couch. Sind uns verständnisvoll und ehrlich begegnet und haben eine andere Perspektive eingenommen. Wir legen Zuständigkeiten fest! In einem Zwiegespräch!

Ein Zwiegespräch dauert insgesamt eine Stunde, jeder hat dreimal zehn Minuten Redezeit. Und es redet nur einer, während der andere konzentriert zuhören muss. Der 2002 verstorbene Paartherapeut Michael Lukas Moeller hat diese Methode entwickelt und sagt, dass sich Paare dafür etwa einmal die Woche Zeit nehmen sollten, damit kritische Themen zur Sprache kommen können. Sowohl sich die Zeit zu nehmen als auch 10 Minuten zuzuhören ist gar nicht so einfach und muss geübt werden. Dann aber kommen ganz neue Erkenntnisse und Verständnisse hervor. Wichtig ist, dass wirklich die 10 Minuten eingehalten werden, auch wenn nichts mehr gesagt wird. Schweigen kann neue Gedanken auslösen, die dann ausgesprochen werden wollen.

Schritt 2 – Liste machen und Zuständigkeiten klären

Auch wenn ich Management in der Sozialen Arbeit studiert habe und jeden Tag mit Listen arbeite, mag ich diese Art der Organisation nicht. Viel lieber arbeite ich nach dem Grundsatz „Spontanität muss sorgfältig geplant werden“. Trotzdem ergibt es durchaus Sinn, sich zu überlegen, welche Aufgaben im Alltag überhaupt anfallen und an welche Dinge den ganzen Tag über gedacht werden muss. Wer fühlt sich zuständig und wer erledigt die Dinge letztendlich? Eine richtig gute Anleitung findet ihr drüben auf dem Blog von Patricia Cammarata aka dasnuf.de

Ok, wir haben keine Liste geschrieben. Wir haben abends immer mal wieder kleinere und größere Aufgaben besprochen und Zuständigkeiten geklärt: Alles rund um den Kindergarten, Kleidung sichten, Absprachen treffen, Termine im Blick behalten und mit den Erzieherinnen sprechen obliegt bei mir. Meine Frau kümmert sich um die Windelwäsche und Kleidung der Kinder, also Stoffwindeln vorbereiten, aussortieren, Außenwindeln mit Einlagen befüllen, Kleidung aussortieren und neue Kleidung besorgen. Das sind nur zwei von einigen weiteren Bereichen, die wir aufgeteilt haben.

Dass diese Aufteilung der Zuständigkeiten nicht immer gelingt, zeigen die irritierten Blicke, wenn ich doch mal versuche zum Beispiel die Windelwäsche zu falten. Dann greife ich in den Zuständigkeitsbereich meiner Frau ein und halte mich nicht an die Absprache. Gut gemeint ist dann nicht immer gut gemacht. Lieber lasse ich es und kümmere mich um meine Zuständigkeiten, was mir ehrlich gesagt nicht immer leicht fällt. Aber meine Frau hat das Windel-System perfektioniert und ist darin Expertin. Gleiches gilt für meine Abläufe in der Kita, in der Küche, beim Putzen der Wohnung und begleiten der Kinder im Alltag. Alles hat seinen Platz, einen Ablauf und alles seine/meine Ordnung.

Schritt 3 – Verantwortung übernehmen

Margit Stamm stellt in ihrem Buch »Neue Väter brauchen neue Mütter« die neuen Herausforderungen von heutigen Vätern in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang und zeigt, dass neue Väter nur Verantwortung übernehmen können, wenn die Mütter loslassen. Da wo die Väter in die tradierten Rollenbilder hineindrängen, müssen Frauen also auch Anteile abgeben. Väter wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und auch mehr Mental Load, also Gefühlsarbeit und Sorgearbeit in der Familie übernehmen. Sie wollen es eigenverantwortlich machen und nicht den Auftrag der Frau erhalten. Also nicht „denkst du daran, die Windelwäsche zu machen“ oder „denkst du daran, noch einzukaufen“. Frauen müssen lernen einen Teil ihrer Verantwortung abzugeben und Männer müssen lernen, ihre Zuständigkeiten auch verantwortungsvoll und gewissenhaft ausführen. Dass Männer dabei an ihre Erfahrungsgrenzen stoßen und ihren Lernraum erweitern – keine Frage. Dass sie auf Anhieb nicht alles richtig machen – auch das leuchtet ein. Hier braucht es gegenseitiges Vertrauen und vielleicht eine Prise Leichtigkeit.

Papa in Elternzeit und Mama im Job – Wie der Rollentausch uns geholfen hat, die Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse des Partners besser zu verstehen

Papa in Elternzeit und Mama im Job – Wie der Rollentausch uns geholfen hat, die Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse des Partners besser zu verstehen

Seit Juli ist meine Frau zurück im Job und ich bin als Hausmann bei den beiden Kindern. Wir haben die Rollen getauscht, denn zuvor war meine Frau anderthalb Jahre zu Hause und ich im Teilzeitjob. Dass wir in unseren neuen Rollen angekommen sind, merken wir vor allem an unserer Kommunikation. Mir sind Dinge viel wichtiger geworden, die zuvor meiner Frau wichtiger waren. Gleichzeitig haben wir ein tieferes Verständnis für den jeweils anderen.

Dieser Beitrag soll kein Vergleich sein, wer was besser macht oder wer mehr Schlaf verdient, weil eines der Kinder die Nacht zum Tag macht. Es geht mir vielmehr um die Erkenntnisse, die ich durch den Rollenwechsel vom Job hin zum Hausmann gewonnen habe. Vor 3 Jahren habe ich noch mehr als 40 Stunden pro Woche gearbeitet und war unglücklich im Job. Jetzt bin ich Hausmann und habe seitdem viel gelernt. Nie hätte ich gedacht, dass mich dieser Wandel so nachhaltig prägt und mich die Aufgaben so tief erfüllen.

Der Tag beginnt

Morgens stehen wir gemeinsam gegen 6:30 Uhr auf und starten in den Tag. Ich bereite mit den beiden Kindern das Frühstück vor, ziehe sie an und begleite die beiden auf’s Töpfchen bzw. wechsle die Stoffwindel beim Kleinen. Meine Frau bereitet sich auf die Arbeit vor, frühstückt und packt ihre Lunch Box. Unsere Aufgaben sind klar verteilt, der Tag beginnt routiniert. Meist gegen 8.30 Uhr verlasse ich mit den Kindern die Wohnung und wir machen uns mit dem Bollerwagen auf den Weg zum Kindergarten. Da ist meine Frau schon seit einer dreiviertel Stunde auf der Arbeit.

Auf dem Rückweg vom Kindergarten gehe ich einkaufen für den alltäglichen Bedarf. Die Zeit bis zum ersten Schlaf vom Kleinen muss schließlich genutzt werden. Zurück in der Wohnung lege ich ihn für anderthalb Stunden ins Bett. Durchatmen. Nun ist Zeit für den Haushalt: Putzen, Aufräumen, und Wäschewaschen. Anschließend nehme ich mir mindestens eine halbe Stunde Zeit für meinen Blog, sowie für E-Mails und um Freunden zu schreiben.

Vormittagsprogramm

Der Kleine wird wach und mein Kopf brummt jetzt schon. Natürlich habe ich nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Wir spielen jetzt erst einmal für etwa eine Stunde im Wohnzimmer und schaffen Unordnung. Überall liegt wieder Spielzeug, das ich vorher weggeräumt hatte. Erfahrene Eltern werden bestimmt die Augen rollen. Mir ist es aber wichtig, eine ruhige und aufgeräumte Atmosphäre in der kinderfreien Zeit zu haben. Es gibt einen Müsli-, Obst- oder Gemüse-Snack und die Stoffwindel muss wieder gewechselt werden.

Wenn die Exklusivzeit es zulässt, geht es danach in die Küche an den Herd. Zusammen mit dem fast einjährigen Kind schäle ich Kartoffeln, Möhren und bereite das Mittagessen vor. Es ist kein Muss sondern ein Bonbon. Manchmal schaffe ich es sogar, für zwei Tage vorzukochen und die Reste einzufrieren. Oft jongliere ich mir Kind und Kelle, um überhaupt etwas leckeres zu zaubern: Nudeln mit roter Soße gehen immer. Ihr kennt das.

Mittagsprogramm

Corinna kommt gegen 14 Uhr und wird sofort gefordert. Der Kleine will an die Brust und freut sich schon sehr auf seine Mama. Wir essen gemeinsam und spielen mit dem Kleinen. Dabei quatschen wir kurz über die Arbeit  und was der Tag noch zu bieten hat. Meine Frau macht sich mit dem Rad auf zum Kindergarten, während ich aufräume und für Ordnung sorge. Sobald die Familie wieder zusammen ist, gehen wir raus auf den Spielplatz oder spazieren. Bei schlechtem Wetter treffen wir uns mit Freunden im Haus und spielen dort.

Abendprogramm

Unser Abendprogramm beginnt schon um 18 Uhr. Jeden Tag, auch am Wochenende. Routine ist nicht nur für unsere Kinder wichtig und gibt mir auch eine feste Struktur. Wir essen gemeinsam, lesen Bücher, hören Hörbuch und spielen im Wohnzimmer. Um 19 Uhr werden die Zähne geputzt und die Kinder verteilt. Die Große wünscht sich in letzter Zeit von Mama ins Bett gebracht zu werden, ich begleite den Kleinen in den Schlaf. Vor der Brust und mit der Bluetooth Box mit Ventilator-Geräusche am Ohr schläft er schnell ein. Um 20:30 Uhr treffen sich ein müder Papa und eine müde Mama im Wohnzimmer und starten das Abendprogramm. Aufräumen, Wäsche aufhängen, den nächsten Tag besprechen, Aufgaben verteilen. Hin und wieder starten wir einen Film, für den wir meist drei Abende brauchen, um ihn ganz zu sehen. Einer von uns schläft immer ein.

Nachtprogramm

Gegen 22 Uhr meldet sich der Kleine im Zwei-Stunden-Takt und Corinna legt sich zu ihm ins Familienbett. Sie ist dann schon fertig für die Nacht. Meist nehme ich mir noch ein, zwei Stunden mehr „raus“ und schaue Youtube, schreibe Blog oder lese. Diese zwei Stunden sind mir so wichtig geworden, weil ich das Gefühl habe, endlich Zeit für mich zu haben, ohne an die Bedürfnisse anderer zu denken. Nachts holt mich der Egoismus wieder ein. Dann nämlich, wenn ich mit dem Kleinen um 2 Uhr und um 5 Uhr vorm Bauch durch die Wohnung laufe, um ihn wieder in den Schlaf zu begleiten. Schließlich wird er keine anderthalb Stunden später wieder wach und der Tag beginnt von vorn.

„Der Rollenwechsel hat uns geholfen, die Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse des Partners besser zu verstehen.“

Gemeinsamer Perspektivwechsel

Ich durchlebe einen Perspektivwechsel und hätte nicht gedacht, dass mich die Rolle als Hausmann und Care-Daddy so fordern würde. Körperlich wie mental. Zwar habe ich schon vorher in Teilzeit gearbeitet und wusste, was mich erwarten würde. Doch ist es etwas anderes, nicht als Angestellter arbeiten zu gehen und stattdessen als Care Daddy zu Hause zu sein. In mir reift ein tiefes Verständnis über die erlebten Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse meiner Frau, die sie während ihrer Elternzeit immer wieder geäußert hatte. Gleichzeitig hat sie ein viel besseres Verständnis von meiner Situation, als ich noch arbeiten war. Wir können es jetzt erst wirklich begreifen, weil wir es selber erleben und erfahren.

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Mental Load: Alles im Blick behalten

Seitdem ich Hausmann bin, fallen mir viel mehr Dinge auf, die erledigt werden müssen. Hinzu kommt, dass es mir sehr wichtig geworden ist, diese Dinge dann auch zu erledigen. Egal ob Wäsche sortieren, eine aufgeräumte Wohnung (vor allem eine saubere Küche und ein sauberes Badezimmer), ein voller Kühlschrank, ein leerer Mülleimer oder wichtige Termine der Kinder. Mir ist es wichtig und ich bestehe auf klare Absprachen und Umsetzung.

LEARNING: Auf der Arbeit habe ich mir wenig Gedanken über diese Dinge gemacht, sie waren nicht sichtbar. Erst die tägliche Notwendigkeit und Routine machen die Arbeit sichtbar. Mit jedem Tag werde ich kompetenter und beständiger in der Umsetzung. Weder Corinna noch ich denken aber, dass der jeweils andere vor dem Rollentausch mehr Mental Load hatte. Nur die Verteilung der Aufgaben ist jetzt anders.

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Absprachen und Ungeduld

Um 14 Uhr erwarte ich Corinna, wie abgesprochen, zum Mittagessen. Sollte etwas dazwischen kommen, meldet sie sich. In den ersten Tagen hat sie pünktlich das Haus verlassen und war auch rechtzeitig zum Mittag zu Hause. Doch je länger sie wieder im Job ist, desto ungenauer sind die Zeiten, in denen sie heim kommt. Eine Teambesprechung hier, schwierige Patientenfälle da. Dokumentation dauert auch mal länger. Absolut verständlich, kenne ich schließlich auch. Ab 14 Uhr werde ich trotzdem nervös, denn mir ist auf einmal wichtig, gemeinsam pünktlich zu essen. Im Idealfall ist das Essen noch heiß. Außerdem möchte ich rechtzeitig informiert werden, damit ich eventuell später das Essen fertig habe.

LEARNING: Als ich noch arbeiten war, ist es mir auch nicht immer gelungen, pünktlich um 12 Uhr Feierabend zu machen. Emotional belastende Gespräche lassen sich nicht abrupt beenden mit dem Hinweis, dass ich jetzt nach Hause gehe und zu Mittag esse. Gleichzeitig nahm ich immer einen Vorwurf wahr, mich nicht an Absprachen zu halten. Es ist einfach nicht möglich – weder für Corinna, noch für mich. Wir erkennen die Situation als gegeben an. Corinna versteht jetzt viel besser meine damalige Situation und ich viel besser ihre.

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Akkus sind schneller leer

Meine Toleranzgrenze bezogen auf Lärm und Geschrei ist derbe gesunken. Hochsensible Menschen haben es eh schon schwer, ihre leeren Akkus über Nacht aufzuladen. Meine Akkus starten morgens bei nur 75% und sind im Mittag schon fast leer. Zum Glück weiß Corinna das und hält mir in solchen Momenten den Rücken zum „aufladen“ frei. Dann ziehe ich mich zurück und habe anschließend wieder Energie für weitere Aktivitäten mit der Familie und im Haushalt.

LEARNING: Auf der Arbeit bin ich weniger fremdbestimmt, als durch die Bedürfnisse meiner Familie zu Hause. Pausen kann ich flexibler gestalten und auch mal über belangloses Reden. Zu Hause geht das mit den Kindern nicht. Das kostet Energie und Nerven. Ich kann verstehen, dass Corinna Zeit für sich eingefordert hatte, als ich noch arbeiten war. Das habe ich zwar immer schon verstanden, erlebe es nur jetzt am eigenen Leib.

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Experte sein

Obwohl ich als Vater bisher nur in Teilzeit gearbeitet hatte, sah ich mich trotzdem immer als einen engagierten und kompetenten Vater. Aber erst seitdem ich als Hausmann „arbeite“, bin ich wirklich ein kompetenter und aktiver Vater. Egal ob morgens beim fertig machen, bei der Vorsorgeuntersuchung, im Verstehen der Bedürfnisse und Wünsche meiner Kinder, beim Trösten und Spielen oder beim zu Bett gehen: ich bin Experte! Das liegt vor allem an der gesamten Tageszeit, die ich mit den Kindern verbringe.

LEARNING: Auf der Arbeit habe ich den Vormittag mit den Kindern verpasst. Ich wusste nicht, wie ihr Einstieg in den Tag war und was sie beschäftigt hat. Das über den Nachmittag herauszufinden, war kaum möglich. Indem ich sie von morgens bis abends begleite, bin ich immer an ihrer Seite. Ich begleite sie emotional durch Höhen und Tiefen des Tages, tröste sie bei Schmerzen und freue mich mit ihnen.

„Care Arbeit gibt mir viel mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, als es Lohnarbeit jemals getan hat.“

Überholspur Care-Arbeit

Ich kenne jetzt also die verschiedenen Modelle mit ihren Konsequenzen:

1. Vollzeit Job mit 40 Stunden Lohnarbeit und ich sehe meine Kinder kaum
2. Teilzeit Job mit 20 Stunden Lohnarbeit und ich fühle mich meinen Kindern gegenüber kompetent
3. Vollzeit Hausmann in Elternzeit mit Experten Status 

Willkommen im Mindfuck! Niemals hätte ich gedacht, dass mein Lebenskonzept so auf den Kopf gestellt wird. Im positiven natürlich. Bisher wurde ich nicht enttäuscht, auch weil der „Übergang vom Vollzeit Job“ kontinuierlich verlief und irgendwie geplant war und doch irgendwie alles zufällig passierte. Es fühlt sich gut an. Der Rollentausch hebt nicht nur die Beziehung zu meiner Frau auf eine neue Ebene, sondern auch die Beziehung zu meinen Kindern. Sie nehmen mich als präsenten und zuverlässigen Vater wahr, der genau so für sie da sein kann, wie es die Mama war und ist.

Wie ich meine Hochsensibilität erkannt habe und mein Leben gestalte

Wie ich meine Hochsensibilität erkannt habe und mein Leben gestalte

Von Natur aus bin ich ein Mensch, der sich immer viele Gedanken macht. Das wissen meine Freunde und meine Familie. Das weiß auch ich. Als Vater in Elternzeit habe ich zwar nicht viel Zeit dafür, doch gerade beim Spielen mit Töchterchen blitzen hier und da Verbindungen, Erfahrungen und eben Gedanken an die eigene Kindheit auf. Das hat mich veranlasst, meine Hochsensibilität genauer unter die Lupe zu nehmen.

Hochsensibilität und ihre Ausdrucksformen

Mit Bezug auf Hochsensibiliät (HSP = High Sensitive Person) stolpere ich immer wieder über skurrile Charakter- oder Persönlichkeitseigenschaften. Und zwar nicht die von anderen, sondern über meine eigenen. Warum bin ich zum Beispiel so vergesslich? Es zeichnete sich schon als kleiner Junge ab. Wenn meine Mutter mich zum Sachen holen in den Keller schickte, habe ich mir nur 3 Dinge merken können. „Bringst du mir bitte Mehl, Kartoffeln und Zwiebel aus dem Keller und schaltest die Waschmaschine aus?“ Klaro, nichts leichter als das. Denkste. Die Waschmaschine habe ich ausgeschaltet, aber Mehl habe ich vergessen. Das ging teilweise soweit, dass ich unten im Keller stand und sämtliche Regale durchsucht habe, um zu finden, was ich vergessen habe.
Auf dem Fahrradweg zur Schule muss ich meinen Nachbarn und Kumpel Frank wohl ziemlich auf die Nerven gegangen sein. Ständig musste er sich mein Gefasel von der schönen Natur, den Erlebnissen am Flugplatz, den Begegnungen mit Vögeln und den tollen Wolkenbildern anhören. Gleichzeitig fluchte ich über das regnerische Wetter oder freute mich sehr über den Sonnenschein. Meistens holte er mich ab, weil ich mich mal wieder verspätet hatte. Die Nacht schlug ich mir oft mit dem Schreiben von Internetseiten um die Ohren. Entsprechend schlecht kam ich aus dem Bett. Ich kann verstehen, wenn unsere Freundschaft nicht über die Schulzeit hinaus bestand hatte.

Achtung Ironie

Zeige mir einen Fettnapf und ich springe sofort hinein. Ehrlich jetzt, Ironie, Sarkasmus und Witze verstehe ich nicht. Das mag an meinem Gutglauben liegen aber sicherlich nicht an meinem IQ. In einer Vorlesung hat mich ein Dozent mal richtig vorgeführt, ohne dass ich davon etwas mitbekommen habe. Erst hinterher kamen Kommilitonen auf mich zu und meinten, dass ich mir das Verhalten doch nicht bieten lassen solle. Mir war nichts aufgefallen. Gleiches gilt für erfundene Geschichten. Einmal haben wir mit der Familie ein Gesellschaftsspiel (Erwischt) gespielt. Mit der Schwiegermutter kam ich nebenbei ins Gespräch und merkte nicht, wie sie mir einen Bären aufband. Mit dieser Falle hatte ich das Spiel verloren und den Spott auf meiner Seite.

Viele Emotionen und körperliche Reaktionen

Gleichzeitig bin ich emotional unheimlich überwältigt von kleinen Freuden oder traurigen Ereignissen im Alltag. So richtig klar geworden ist mir das erst, als wir als Familie einmal eine Serie geschaut hatten. In einer Szene starb jemand, was mich so unendlich ergriffen hat, dass ich Rotz und Wasser geheult habe. Alle waren mega irritiert darüber, es war ja nichts vorgefallen. Meine Schwester hat mich dann in den Arm genommen, was die Situation nicht besser gemacht hat. Das ist seitdem immer wieder Thema. Und selbst heute noch kullern mir riesige Krokodilstränen aus den Augen, wenn ich solche Szenen im TV oder Kino sehe. Dabei zieht sich mein Magen so derbe zusammen, als wenn ich live bei einer Beerdigung dabei wäre. Über Horrorfilme fange ich gar nicht erst an zu schreiben.
Aber es gibt noch andere Eigenschaften. Lange war ich in Behandlung wegen möglicher Allergien, ohne dass eine festgestellt werden konnte. Doch meine Haut, mein Körper reagiert überempfindlich auf äußere Reize. Schon geringer Lärm schmerzt meine Ohren, Wärme lässt meine Haut fleckig werden, Kälte ist schmerzhaft und Düfte nehme ich übertrieben stark wahr, oft als erster. Scharfe Soßen kann ich nicht essen, selbst milder Senf ist mir zu scharf. Gleichzeitig mag ich es nicht, wenn mich jemand berührt, von dem ich es nicht will. Vor zwei Jahren war ich auf einem Konzert von Kraftklub. Meine Frau zog mich nach ganz vorne. Ich bekam Herzrasen und Herzklopfen. Mir war das zu viel. Zu laut, zu viele Menschen, einfach zu viel. Mein Körper schrie nach Ruhe.

Konflikte als Herausforderung

Darüber hinaus kann ich Spannungen und Konflikte nur sehr schwer aushalten. Schon als junger Mann habe ich mich nicht mit gleichaltrigen Rivalen geprügelt. Ging es um ein schönes Mädchen, habe ich den Vortritt gegeben. Debatten führe ich gerne, wenn sie wertschätzend sind und auf Augenhöhe geschehen. Als Rekrut war ich 9 Monate bei der Bundeswehr und habe mir keine Freunde gemacht. Zu verschieden waren die Ansichten von Menschenführung und Wertschätzung. Heute würde ich Zivildienst leisten. Ich mag Experte sein in Konfliktmanagement und Mediation, doch nehme ich in Konflikten eher die Vermittlerrolle ein, als die provokante Rolle. Man könnte auch sagen, dass ich harmoniebedürftig bin. Eine Freundin sagte mal über mich, ich sei ein „Atmosphären-Typ“. Mir gefällt der Ausdruck.

Perfektionismus und Sinn für Harmonie

Ärgern kann man mich nicht nur mit ironischen Äußerungen, sondern besonders in Kombination mit meinem Perfektionismus. Das hat teilweise schon autistische Züge, grenzt sich aber auch hier klar davon ab. Ich habe es gerne harmonisch, besonders, wenn es kreativ wird. Gerade Linien, Sinn für Ordnung (im künstlerischen Bereich) bzw. kreativem Chaos. Gerne rücke ich im Alltag Stifte parallel nebeneinander oder hänge Bilder wieder zurecht. Wenn ich das nicht mache, stört mich die Unordnung so dermaßen, dass ich keinem Gespräch mehr folgen kann und mein Wahrnehmungsfilter nur darauf fixiert ist. Meine Frau bringt gerne meine Harmonie durcheinander, indem sie provokant den Stift um ein paar Grad versetzt. Ist das jetzt Ironie, Sarkasmus oder einfach nur witzig? Ich weiß es nicht.

70% sind introvertiert, 30% sind extravertiert

Begeisterungsfähigkeit und Sprunghaftigkeit sind ebenfalls Anzeichen meiner Persönlichkeit. Ich bin ein extravertierter Mann, der gerne vor vielen Menschen steht, ohne jedoch im Mittelpunkt zu stehen. Auch komplizierte Sachverhalte kann ich vor Publikum wiedergeben. Doch wenn es zu viele Reize gibt, dann bin ich überflutet und brauche Rückzug und Stille, Ruhe und Einkehr. Krasse Gegensätze, oder? Sprunghaftigkeit habe ich gleichgesetzt mit Begeisterungsfähigkeit, weil ich sehr kreativ und ideenreich bin und alles sofort umsetzen möchte. Mit der Zeit habe ich gelernt, konstruktiv mit einem Plan an Dinge herauszugehen. Da wo Kreativität gefragt ist, kann ich glänzen.
Bei vielen Entscheidungen verlasse ich mich auf meinen Bauch, bzw. auf meine Intuition. Ich werde zur Diva, wenn ich hungrig bin, bzw. sacke gerne mal zusammen, wenn Energie fehlt. Stress ist für mich ein inneres Durcheinander, sodass ich ein Piepen auf den Ohren bekomme oder den Pulsschlag im Ohr hören kann. Klingt komisch, ist aber so. Gleichzeitig betrachte ich gerne komplexe Zusammenhänge aus der Meta-Ebene heraus und beteilige mich an Diskussionen oder Projekten aus dem Hintergrund. Und auch erst dann, wenn es kompliziert wird.

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Hochsensibilität ist keine Krankheit

Hochsensibilität ist übrigens keine Krankheit und lässt sich somit sehr gut von Persönlichkeitsstörungen wie Borderline oder Narzissmus abgrenzen. Eine schöne Auflistung gibt übrigens das Buch von Sylvia Harke, das HSP sehr gut beschreibt und in dem ich viele Gemeinsamkeiten gefunden habe. Doch nicht alls HSPs haben identische Kanäle, auf den sie wahrnehmen. Folgende Punkte stammen von http://www.zartbesaitet.net

  • Sensorisch sensible Menschen haben besonders feine Sinneswahrnehmungen: Geräusche, Gerüche, Licht und Farben wirken auf sie besonders stark. Oft haben sie in diesen Bereichen eine Begabung: musisch, künstlerisch, ästhetisch. ev. Nachteile: oft besonders lärmempfindlich, leicht irritiert, von vielen Sinneseindrücken schneller überlastet.
  • Emotional sensible Menschen nehmen besonders die Feinheiten in zwischenmenschlichen Bereichen auf. Sie sind mitfühlend, hilfsbereit, empathisch, oft besonders genaue Zuhörer mit starker Intuition. Herausforderungen: fühlen sich oft überfordert von der Last all dessen, was sie wahrnehmen.Oft reagieren sie in Gesprächen auf die Untertöne stärker als auf die ausgesprochene Botschaft des Gesprächspartners.
  • Kognitiv sensible Menschen haben ein starkes ‚Gefühl‘ für Logik, für ‚Wahr oder Falsch‘, und denken in sehr komplexen Zusammenhängen. Haben oft besondere Begabungen auf wissenschaftlichem oder technischen Gebiet.
    Probleme können sich ergeben, wenn das komplexe Denken die Kommunikation im Alltag behindert.

Generell kann man sagen, dass die Wahrnehmungsfilter von hochsensiblen Menschen viel ausgeprägter sind, als die von nicht hochsensiblen Menschen. Das kann Fluch oder Segen sein, je nachdem, ob man die Gabe annimmt und akzeptiert oder nicht. Und das Annehmen und Akzeptieren ist gar nicht so einfach.

Mein Persönlichkeitstypus

Dieses Anderssein ist eine große Herausforderung für mich. Früher habe ich immer gedacht, ich sei schwul, weil ich ja anders bin als die anderen. Dann werde ich gerne als arrogant, besserwisserisch oder hochnäsig bezeichnet. Das hat mich eine Zeit lang sehr verletzt, was zu inneren Konflikten führte. Mich hat das alles sehr aufgewühlt.
Nach Sylvia Harke kann ich folgende Persönlichkeitseigenschaften an mir feststellen:

  • Intuition und Aufschnappen von Stimmungen (Atmosphärentyp)
  • Gerechtigkeitssinn und Einsatz für Schwächere (Hej, ich bin Sozialpädagoge)
  • Sinnsuche und tiefes Verarbeiten von Ereignissen (Warum ist das jetzt so? Gerne in der Meta-Ebene)
  • Naturerlebnisse haben einen großen Einfluss (Ruhe, Entspannung, Energie tanken, Ausgleich)
  • ausgeprägte Kreativität und Analysefähigkeit (Innovationsbereitschaft)
  • Scanner-Persönlichkeit (siehe unten)
  • hohe Verbundenheit zu Familie, Freunden, Tieren und Natur

Ja, ich ticke anders, aber das wird meine Familie und werden meine Freunde schon wissen. Doch jetzt habe ich endlich den Schlüssel dazu gefunden. Keine Depression, kein Narzissmuss, kein Borderline oder gar Autismus. Nein. Der Schlüssel heißt: Hochsensibilität. Als ich zu dieser Erkenntnis kam, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Richtig geil. Endlich habe ich das Puzzle-Teil gefunden, wonach ich immer gesucht habe. Denn Zeit meines Lebens habe ich mich gefragt, warum ich schon so viele Stationen in meinem Leben, egal ob beruflich, im Ehrenamt oder privat, durchlebt habe und nie wirklich „angekommen“ bin. Nun, das beschreibt die Scanner-Persönlichkeit ganz gut.

Scanner-Persönlichkeit

Anders als bei Hochbegabten, die Super-Genies z.B. in einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Gebiet sind, haben Scanner-Persönlichkeiten so vielfältige Begabungen und Interessen, dass ihnen schnell langweilig wird, wenn sie sich eine gewisse Zeit „nur“ auf ein Themengebiet konzentrieren müssen. Menschen, denen es nicht so geht, sind entweder Super-Genies oder Normal (jedenfalls keine HSPs). Damit ist übrigens nicht der IQ gemeint, sondern die Persönlichkeit. Ich sehe mich nicht als hochbegabt an, sondern als hochsensibel. Wenn mich etwas langweilt, dann will ich weg. Herbert Grönemeyer sang mal „[…] Stillstand ist der Tod […]“ was 100% zu mir passt. Wenn ich aber immer wieder Veränderung habe, dann bin ich innovativ. Oder anders herum. Ich bin innovativ und lebe Veränderung. Aber auch nur in vertrauter Umgebung und Atmosphäre. Ihr seht, ein Teufelskreis.
Hach, es tut so gut darüber zu schreiben. Wenn du auch mal so einen HSP-Test machen möchtest, dann schau dir den hier oder diesen an. Es gibt noch viele andere, die in Foren und Büchern beschrieben sind. Zum Einstieg sind die beiden aber nicht schlecht.

Wie es weitergeht

Ich bin unglaublich neugierig, ob HSP vererbt wird. Sicherlich wird sich unsere Kleine einige Dinge abschauen, aber es sind doch eher die emotionalen Eigenschaften, die HSP ausmachen. Jedenfalls bei mir. Unsere Tochter wird in einer HSP-sensiblen Umgebung aufwachsen. Wir werden beobachten, was sie braucht und was sie nicht braucht. Dabei hilft der Attachment Parenting Ansatz sehr gut. Und natürlich unsere Intuition und die regelmäßigen Gespräche. Ich bin meiner Frau so von Herzen dankbar, dass sie mich so nimmt, wie ich bin. Auch wenn sie sich hin und wieder einen Spaß draus macht, sind wir tief miteinander verbunden. Danke Süße!
Hochsensibilität Heiner
Was ist mit dir? Kennst du hochsensible Menschen oder bist du selber hochsensibel? Hast du womöglich hochsensible Kinder? Ich bin gespannt auf dein Feedback!

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