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Neulich saß ich mit Baby in der Küche. Essenszeit. Es gab die Reste von unserer Elternzeitreise. War nur noch Fisch da. Puh, die arme Maus. Fisch ist das Zeug, das immer zwei Mal stinkt riecht. Das wusste auch das Baby.
„Mmmmh, ist das lecker.“ Ich rühre mit dem Plastiklöffel im Gläschen. Hoffentlich sieht sie nicht, wie ich skeptisch mein Gesicht verziehe. Dass die Spanier auch immer so riesen Gläschen verkaufen müssen. 1/3 mehr drin als in deutschen Gläschen. Dachte, die essen da viel Fleisch. Warum haben wir Fisch gekauft? Mein Gesicht verzieht sich zu einem verzweifelten und von ekel verkrampftem Lächeln. Wird schon klappen.
„Mach mal aaaaaaah… mmmmh, guck mal, was der Papa da hat!“ Die Lippen bleiben geschlossen. „Aaaaah… schau mal hier… mmmmh, wie gut das riecht.“ Sie scheint zu wissen, dass irgendetwas anders ist. Na gut, neuer Versuch. Ich nippe mit der Oberlippe leicht am Löffel und zeige ihr, dass es nicht so schlimm ist. Der Fisch steigt mir in die Nase. „Boah stinkt das Zeug. Das kann doch nicht schmecken.“ Ich verziehe vor Ekel das Gesicht. „Wie hat unser Baby das die letzten Wochen nur ausgehalten? Tapferes Mädchen.“ Mist, jetzt hängt ein Stück an meiner Lippe, verdammt. Ich wische es mit der Zunge ab. Mich schüttelts am ganzen Körper. Männerschnupfen ist nichts dagegen! Ehrlich!
Wie hat meine Mutter das damals gemacht? Meine Brüder sind einige Jahre jünger und irgendwie mussten die ja auch mal Fisch essen. Na, mit Oma und Opa. „Ein Löffel für die Oma…aaaaaah…“ – nichts geht. Baby reist die Augen auf. Vielleicht sollte ich es mit Opa versuchen. „Ein Löffel für Opaaaaaa…aaaaah…“ Auch nichts. Verdammt, ich bin nicht gemacht für’s Füttern. Doch ich gebe nicht auf. Als Hobbypilot kenne ich natürlich die ultimative Antwort. „Brrrrrrrrrrruuuuum, bbbrruuuuuuummmm… hier kommt das Flugzeug… mach mal aaaaaaah…“. In dem Moment kommt meine Frau in die Küche. „Wenn sie satt ist, dann motiviere sie bitte nicht zu essen.“
Grinsend sitzt Baby vor mir, den Trinkbecher in der Hand und nuckelt am Wasser. „Oke, 1:0 für dich, aber die Windeln, die macht Mama!“

Heiner

Heiner

Hi, ich bin Heiner, 36 Jahre alt und zeige dir, wie du deine Vereinbarkeit von Familie & Beruf gelingender gestalten kannst. Vor einigen Jahren habe ich mein Leben umgekrempelt, meinen Job gekündigt und habe noch mal von vorne angefangen. Meine Erlebnisse und Erfahrungen möchte ich mit dir teilen und dich in deinem Veränderungsprozess begleiten! Zurzeit befinde ich mich in einer langen Elternzeit bis 08/2021. Schau dich ruhig um, es gibt viel zu entdecken!

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Prima, das hat geklappt!

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