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Camping Hacks im VW T4 California

Camping Hacks im VW T4 California

Ein wichtiger Teil der Geschichte, wie Corinna und ich uns kennengelernt haben, dreht sich um Camping-Busse, speziell VW Busse. Seit vier Jahren reisen wir mit zwei Kindern im Fiete durch Europa. In der Zwischenzeit haben wir einige Dinge im Bus auf unsere Bedürfnisse angepasst. Welche das sind, möchte ich dir heute zeigen.

Mein Traum ist es nach wie vor, einmal einen Kastenwagen nach unseren individuellen Wünschen und Bedürfnissen auszubauen. Da sich für Anfang 2016 Nachwuchs angekündigt hatte, musste jedoch schnell eine Lösung her. Corinna und ich hatten einige Wochen die Augen offen gehalten und dann unseren Fiete in Dorsten bei einem Händler entdeckt. Damit ihr wisst, um wen es sich hier überhaupt dreht, zunächst einmal die technischen Daten von Fiete.
Name: Fiete
Baujahr/Gekauft: 1999/2015
Modell: T4 California Blue
Motor: 2.5 L TDI
Gefahren seit 2015: 33.000 km
Laufleistung Gesamt: 288.000 km

Schublade statt Wassertank

Da wir uns mit Kindern eher auf Campingplätzen als in der wilden Natur bewegen werden, haben wir den Frischwassertank ausgebaut. So haben wir viel mehr Platz für Kleidung oder einen Schnickschnack. Außerdem waren die Leitungen sehr versifft und hätten eh ausgetauscht werden müssen. Kurzum habe ich den hinteren Bereich neu verkleidet. Sobald aber Dinge weit hinten im „Kofferraum“ liegen, musste man sich umständlich bücken oder in die Hocke gehen. Mit 35 Jahren gar nicht mal so leicht. Also habe ich eine Schublade eingebaut.
Die Schublade läuft auf zwei Schwerlastschienen, die einige Hundert Kilogramm aushalten. Zunächst hatte ich die Überlegung, einen Rahmen zu schweißen, eine Kiste zu bauen und die Schienen rechts und links anzubringen. Doch da ich einfacher Sozialarbeiter mit von Natur aus zwei linken Händen bin, habe ich es auf diese einfache Art und Weise gebaut. Hält nun auch schon seit vier Jahren.

Viskose-Matratze

Schlaf ist mir sehr wichtig. Corinna und K2 schlafen unten und K1 und ich liegen oben. Nach drei Jahren war es endlich an der Zeit, die Matratze im oberen Bett mit einer Viskose-Schaumstoffmatratze aufzuwerten. Seit wir mit Fiete auf Reisen sind, habe ich nämlich morgens Schmerzen vom falschen Liegen. Außerdem bin ich Vater und Schlaf ist Mangelware. Was also machen? Alte Matratze raus und neue rein? Eine dickere Matratze bestellen? Die Höhe ist ja durch das geschlossene Aufstelldach begrenzt.
Also erst einmal messe. Die vorhandene Matratze ist 5 cm dick. Weite 3 cm stünden im Idealfall zur Verfügung. Oben verstauen wir für die Fahrt noch Blenden für Fahrer-/Beifahrerfenster und Windschutzscheibe. Fehlen also wieder 1-2 cm. Dazu Spannbettlagen und Pipi-Schutzeinlage. Mmmh. Ich entschloss mich, eine Viskose-Schaumstoffmatratze in 3 cm Dicke online zu bestellen und sie dann einfach oben auf die vorhandene aufzulegen.
Fünfzehn Werktage später wurde die Maßgeschneiderte Matratze geliefert. Was soll ich sagen; passt perfekt! Sogar das Dach bekomme ich ohne Gewalt geschlossen und verriegelt. Das Setup bleibt soweit unverändert. Seit zwei Wochen schlafe ich nun mit K1 oben auf der neuen Matratze und der Schlafkomfort ist perfekt. Morgens stehe ich ohne Schmerzen auf. Ich frage mich, warum das bei mir immer so lange dauert, bis ich so grandiose Ideen umsetze.

Schwerlastboden als Rausfallschutz

Wie beschrieben schläft K1 oben im Aufstelldach. Sie hat die Angewohnheit, wahrscheinlich wie alle Kinder, nachts im Bett zu wandern. Morgens liegt sie nie dort, wo wir sie abends abgelegt haben. Also muss ein Rausfallschutz her. Irgendwo in den Tiefen des Internets habe ich den Tipp gelesen, ein Gitterboden von einem Schwerlastregal zu benutzen. Hält einige Hundert Kilogramm aus und behindert darüberhinaus nicht die Luftzirkulation.
Also ab in den Baumarkt und solch ein Schwerlastboden gekauft. Die Enden mit einer Flex gekürzt und mit Panzerband und Rohr-Isolations-Gedöns gesichert. Zur Fixierung habe ich zwei U-Platten rechts und links montiert, in die das Regal eingelegt wird. Sobald K1 schläft, lege ich das Regal in diese U-Scharniere hinein. Perfekt.

Heckbox

Mit zwei Kindern stehst du irgendwann vor der Problematik zu entscheiden, ob du dir einen Wohnwagen kaufst oder ein gescheites Vorzelt. Ok, es geht auch ohne beides! Wir haben schließlich eine Markise mit Seitenteilen, um ein Vorzelt zu bauen. Doch wir wollen auch mal mit Fiete in die Stadt fahren oder die Gegend erkunden. Dann geht das nicht so einfach, bzw. ist mit hohem Aufwand verbunden. Was tun?
Nach ein paar Wochen haben wir uns von dem Gedanken verabschiedet, einen Wohnwagen zu kaufen. Zu teuer, frisst Geld für Versicherung und Unterstellplatz und Reisen werden teurer (Maut, Fähren). Zudem können wir nicht mehr überall hinfahren (enge Straßen). Letztendlich haben wir uns für ein Vorzelt entschieden, das auch frei stehen kann. So können wir jederzeit schnell mal einen Ausflug in die Umgebung machen.
Doch wo verstauen? In der mitgelieferten Tasche? Was ist, wenn es geregnet hat und alles nass ist? In einer Box im Innenraum? Aufs Dach? Wir schauten ins Netz und haben eine optimale Lösung in einer Heckbox gefunden. Die vorhandenen Schienen des Fahrradträgers habe ich abgeschraubt und eine Alu-Box (rostet nicht) montiert. Insgesamt darf die gesamte Konstruktion 60 kg tragen. Zusätzlich sichere ich alles mit 2 Spanngurten.

Ausblick

Soweit das bestehende Setup. Natürlich haben wir bei so einem alten Schätzchen an der Karosserie und am Motor einiges erneuert/überholt. Das gehört für mich aber in eine andere Kategorie. Für die Zukunft könnte ich mir vorstellen, alle Möbel auszubauen, um den Innenraum zu isolieren. Anschließend werden die Möbel in geänderter Aufteilung neu gebaut und eingesetzt. Zusätzlich würde ich die Wärmezufuhr der Standheizung optimieren, da die Wärme nicht überall hinkommt.
Du siehst, es gibt noch viel zu tun. Mega stolz sind wir jedenfalls auf die Lösungen, die wir bisher umgesetzt haben. Was ist mit dir? Du hast auch einen Bus und kennst Camping-Hacks? Wie sieht für dich dein perfekter Bus aus? Bin gespannt auf deine Kommentare!

Über den Autor

Heiner

Hi, ich bin Heiner, 36 Jahre alt und zeige dir, wie du deine Vereinbarkeit von Familie & Beruf gelingender gestalten kannst. Vor einigen Jahren habe ich mein Leben umgekrempelt, meinen Job gekündigt und habe noch mal von vorne angefangen. Meine Erlebnisse und Erfahrungen möchte ich mit dir teilen und dich in deinem Veränderungsprozess begleiten! Zurzeit befinde ich mich in einer langen Elternzeit bis 08/2021.Schau dich ruhig um, es gibt viel zu entdecken!

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